Testbericht Huawei Nexus 6P: Das beste Nexus bislang?

24. Dezember 2015 Kategorie: Android, Google, Hardware, Mobile, geschrieben von: caschy

IMG_0568Nexus-Geräte faszinieren seit jeher ihre Besitzer, definieren sie den Inhaber doch als jemanden, der seine Updates flotter als manch anderer bekommt. Flotte Updates sind für technisch affine Menschen äußerst wichtig, kann man doch seiner eigenen Techniklust freien Lauf lassen, neue Technologien und Funktionen ausprobieren – und man kann auch mitreden. Doch nicht nur die flotten Updates sprechen für ein Nexus-Gerät, es ist auch das fast nackte Android, welches man auf seinem Smartphone vorfindet.

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Das wirkt leichter und flotter als so manche Aufsätze, die diverse Hersteller mitliefern. In diesem Jahr haben Nexus-Freunde die Qual der Wahl, denn gleich zwei Smartphones stehen zur Auswahl. Einmal das LG Nexus 5x und das Nexus 6P – für alle die, die es etwas größer mögen. Vielen Menschen reicht ein kleineres Smartphone – wobei heutzutage schon die klassischen 4,7 Zöller als klein bezeichnet werden – andere greifen vielleicht zu einem größeren Gerät. Kann den Vorteil haben, dass man bequemer auf das große Display schaut – und wer ehrlich ist, der braucht bei einem großen Smartphone vielleicht kein Tablet mehr. Warum also nicht zum Huawei Nexus 6P greifen?

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Die technischen Daten

Das Huawei 6P bringt satte 5,7 Zoll Display-Diagonale mit und könnte für alle etwas sein, die kein separates Tablet haben wollen. Es verfügt über ein 5,7 Zoll großes Display. Dieses Display löst mit 1440 x 2560 Pixeln bei 518 ppi auf. Geschützt wird das Display hierbei von Corning Gorilla Glass 4, zudem hat das Gerät einen Edelstahlrahmen.

Huawei verbaut im Nexus 6P einen Qualcomm Snapdragon 810 v2.1, der von 3 GB RAM unterstützt wird.  Zu haben gibt es das Modell mit Speichergrößen von 32, 64 und 128 Gigabyte, dieser Speicher ist nicht erweiterbar. Zwei Kameras sind an Bord des Nexus 6P von Huawei, hier setzt man auf eine 12,3 Megapixel starke Hauptkamera mit f/2.0 Blende und eine 8 Megapixel Frontkamera, die ebenfalls über eine f/2.0 Blende verfügt. Die Hauptkamera kann (wie die des LG Nexus 5X) Videos in 4K aufnehmen und verfügt ebenfalls über einen Sensor mit 1,55 µm.

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Das Huawei Nexus 6P kommt mit Android 6.0.1 Marshmallow auf den Markt und lässt sich mit einem Fingerabdruckleser entsperren, der sich auf der Rückseite des Gerätes befindet. Die genauen Abmaße sind 159,4 x 77,8 x 7,3 mm. In Sachen Konnektivität setzt Google, beziehungsweise Huawei auf USB Typ-C, LTE, WLAN 802.11 a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.2 und NFC.

Mein erster Eindruck

Das ist geil! War wirklich mein erster Gedanke nachdem ich das Huawei Nexus 6P aus der Verpackung gewurschtelt habe. Entschuldigt bitte hier meine subjektive Schreibe – aber ich kann und will einfach nicht anders. Technik muss für mich nicht nur einfach vor sich hinfunktionieren, es darf gerne ein nettes Gefühl auslösen – zu vergleichen mit dem Anblick eines nett hergerichteten Oldtimers oder dem ersten Bier des Tages vor einem Fußballspiel 😉 Da hatte mich das Nexus 6P schon einmal eingefangen, denn das reine Anfassgefühl ist sehr gut.

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Nicht falsch verstehen: es sind nicht die Materialien. Ich mag einen Edelstahlrahmen wie auch Polycarbonat, wenn es zum Gerät passt. Es ist der Gesamteindruck, der hier einfach passt. Das geht schon los bei den Bedienelementen, die bei manchen Smartphones leicht wabbelig erscheinen. Merkt man immer, wenn man leicht an der Lautstärkewippe herumspielt. Beim Nexus 6P ist da nichts wackelig, was den ersten haptischen Eindruck trüben würde. Dennoch sagt mir das Gerät auch unmissverständlich: „Schau dich ruhig einmal nach einer Hülle um, wenn ich runterfalle, ist einiges im Argen.“.

Das erste Einschalten lief gewohnt vertraulich. Es wird angeboten, Konten von einem anderen Smartphone zu übertragen, so muss man nicht mehr viel fummeln – vieles funktioniert dann automatisch, wie das Einrichten des WLANs oder das Herunterladen der Apps. Dann kann es auch schon direkt losgehen. Das Wurschteln durch die Oberfläche läuft sehr rund ab. Aber was will man von einem Smartphone der Preisklasse auch Erwarten? Das reine Navigieren durch die Menüs darf gar keine Schwierigkeit darstellen, wenn man solch potenten Boliden in der Hand hat.

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Letzten Endes ist man dann ein wenig verwirrt, wenn man vielleicht im Vorfeld einen anderen Launcher nutzte. Ich setze ansonsten den Nova Launcher ein und war erst einmal überrascht, dass die von mir eingestellten Gesten nicht funktionieren – zudem ist die Optik ja eine andere, da der standardmäßige Google Launcher die Icons recht groß darstellt. Nun gut, da musste ich durch, denn für meinen Test wollte ich alles out-of-the-box nutzen. Und ganz ehrlich: mit einem Standard-Launcher wie dem von Google kann ich besser leben als mit Launchern anderer Hersteller.

Der Fingerabdruckleser

Moderne Smartphones bringen einen Fingerabdruckleser mit. Dieser kann beispielsweise für das Entsperren des Gerätes eingesetzt werden – alternativ kann man natürlich über ihn diverse Dinge autorisieren, das Bezahlen im Play Store ist eines der Dinge. Beim Nexus 6P von Huawei befindet sich auf der Rückseite des Smartphones und das ist praktisch, wenn man das Gerät in der Hand hält – meistens hat man da halt den Zeigefinger in Griffweite. Ist der Spaß eingerichtet, kann das Nutzen beginnen. Legt man den Finger auf den Fingerabdruckleser, so kann man fast instant in das System starten, das funktioniert sehr snappy und das gibt schon einmal den Daumen nach oben.

nexus 6p fingerabdruck

Das Display

Pixel wohin das Auge reicht. 1440 x 2560 in der Zahl, eingepfercht auf einem 5,7 Zoll großen AMOLED-Display, für das man Samsung als Hersteller herangezogen hat. Wer das Motorola Nexus 6 kennt und das Nexus 6P zum Vergleich heranzieht, der wird bemerken: der Bildschirm ist besser. Das Bild ist sehr klar und wirkt ausgeglichen.

In Sachen Display-Qualität steht das des Nexus 6P für mich weit oben und auch der Blickwinkel ist super. Wobei man sich bei dieser Anmerkung allerdings immer fragen muss, wie häufig Leute extrem Blickwinkel-abhängig auf das Smartphone schauen. In den Einstellungen kann der Nutzer logischerweise die Helligkeit einstellen und die adaptive Helligkeit auswählen – so wird nach Lichtverhältnissen geregelt. Das Huawei Nexus 6P verfügt ferner über ein Inaktivitätsdisplay, hier werden dann Benachrichtigungen bei Eingang angezeigt, dies ist aber optional (habe ich immer aus, weil ich echt viele Benachrichtigungen bekomme).

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Übrigens ist auch die sRGB-Anzeige als Farbmodus aktivierbar, dies versteckt sich allerdings in den Entwickleroptionen. Was bemerkbar ist: das Display des Nexus 6P gehört selbst in der höchsten Helligkeitsstufe nicht zu den hellsten. Wer auf besonders hohe Helligkeit Wert legt, der sollte die automatische Regelung deaktivieren, da diese auch bei manueller Einstellung auf die höchste Stufe unter Umständen dafür sorgt, dass das Display nicht mit voller Kraft befeuert wird.

Ansonsten kann ich festhalten: bei der Betrachtung von Fotos wurden die Farben sehr lebhaft dargestellt, teilweise wirkten sie aber auch leicht HDR-lastig im direkten Vergleich zu anderen Displays. Wer da etwas Drive rausnehmen möchte, der sollte den erwähnten sRGB-Modus aktivieren.

Akkulaufzeit

Kommen wir zur Akkuleistung des Nexus 6P. 3.450 mAh stehen erst einmal auf dem Papier. Eigentlich etwas, was euch locker durch den Tag und in die Nacht bringen sollte. Doch natürlich sind viele Pixel zu schieben, das kann schon einmal am Akku knabbern. Eine genaue Angabe ist allerdings unmöglich, da so unfassbar viele Szenarien wie WLAN oder mobiler Netzzugang, Signalstärke, automatische Displayhelligkeit, Außenbedingungen, Art der Anwendung und ähnliches mit in die Laufzeit des Akkus fallen.

huawei nexus 6p akku

In der letzten Zeit gehen wir hier aber im Blog etwas anders mit Test-Szenarien um, um zumindest etwas konkreter werden zu können. Wie bei den letzten Tests haben wir einen synthetischen Benchmark hinzugezogen –  in Form der App „PCMark“. Hierbei wurde die Helligkeit manuell auf 50 Prozent  eingestellt, WLAN war die ganze Zeit über an und die Benachrichtigungen des Smartphones waren aktiviert.

Daraufhin durchläuft der Benchmark verschiedene Alltags-Nutzungsszenarien wie das Betrachten von Bildern und Videos, das Surfen um Web und vieles mehr. Dies spielt der Benchmark-Test so lange durch, bis der vorher vollgeladene Akku auf 20 Prozent runtergefahren ist. Hier ergab sich der Wert von 6 Stunden und 32 Minuten – 392 Minuten. Kramt man sein Schul-Mathe raus auf und rechnet die restlichen 20 Prozent drauf, kommt das Nexus 6P auf eine Akkulaufzeit 490 Minuten – oder aber auch 8 Stunden und 10 Minten.

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Hier ist jedoch folgendes zu bedenken: Dies sind Testszenarien. Meine Nutzung ist immer anders, als die eure. Die Akkulaufzeit hängt immer von der persönlichen Nutzung und den installierten Apps ab. Daher ist dieser Akkutest lediglich als Richtwert anzusehen und nicht als absolute Angabe – zudem hat jeder Hersteller unterschiedliche Helligkeitswerte bei 50 Prozent.

Dennoch vertraue ich einem synthetischen Test als nackte Zahl. Warum? Weil vieles andere – aufgrund der Szenarien – Quatsch ist. Ich beschreibe, wie ich durch den Tag komme – und das inkludiert wenig Spiele – sondern eher den Konsum – und für den Rest lasse ich den synthetischen Benchmark sprechen, der das Gerät gleich mit diversen Aufgaben fordert.

Vergleicht Akku Benchmarks Nexus 6P

Und was sagt der synthetische Test zum Huawei Nexus 6P? Das Nexus 6P reiht sich zumindest im synthetischen Benchmark in unsere „Über 8 Stunden Top-Riege“ ein. Im realen Leben habt ihr locker Tag und Nacht Freude mit dem Smartphone, zumindest bei normaler Benutzung als Smartphone und Internet-Display, nicht als Zockmaschine. Wer das Gerät morgens vom Saft nimmt, der muss erst nach einer ausgiebigen Party wieder an den Strom.

Nichts besonderes aber – das schaffen ja mittlerweile einige Geräte. Hier hätte man vielleicht noch einiges rauskratzen können – stattdessen ist man den „flachen“ Weg gegangen. Optisch ähnlich dem iPhone hat man das Gerät einfach in der Dicke gepresst und zudem die Rahmen oben und unten etwas breiter gezogen. Eine Symbiose aus schmalerem Rahmen und etwas mehr Dicke hätte vielleicht keinen geschockt, dafür aber vielleicht für ein „Oha“ beim Akku gesorgt.

akku apps manuell

Was allerdings für viele neu sein wird, das ist der in Marshmallow enthaltene Doze-Mode. Hierbei werden Apps in den Tiefschlaf geschickt, wenn das Smartphone nicht benutzt wird. Das Ganze geschieht automatisch, sofern von der App unterstützt. Der Modus ist ab Werk aktiv, sodass sich Nutzer eigentlich nicht kümmern müssen, was im Hintergrund passiert. Alternativ bietet natürlich auch das Nexus 6P einen Energiesparmodus an, der von euch aktiviert werden kann.

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Ebenfalls erlaubt das System das manuelle Deaktivieren des optimierten Akkuverbrauchs auf App-Basis (Einstellungen > Apps > Zahnrad > Leistungsoptimierung). Solltet ihr selber tiefer in den Doze-Modus eintauchen wollen, so schaut euch die Editoren dafür an. Übrigens – so jedenfalls meine Beobachtung: obwohl das LG G4 von der reinen Laufzeit im synthetischen Real World-Benchmark kürzer dran ist, verbraucht dieses beim exzessiven Surfen im Netz weniger Energie – während das gesamt gesehen langatmigere Mate S von Huawei schneller in die Knie geht. Wenn das Nexus 6P einmal komplett leergefahren ist, dann plant auf jeden Fall rund zwei Stunden ein, dann seid ihr wieder mit voller Ladung unterwegs. Und wer nur eine halbe Stunde Zeit hat, der kommt auf rund 35 Prozent Kapazität.

Die Performance

Die Performance ist natürlich wichtig, denn wer nur ein wenig am Smartphone Facebook nutzen will, der braucht eigentlich kein Gerät für ab 699 Euro. Huawei bringt mit dem Nexus 6P ein Smartphone auf den Markt, welches Anwender mit allen Facetten gleichermaßen bedienen soll. Vom Smartphone-Fotografierer bis hin zum geneigten Spieler.

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Doch gelingt dies? Ich sage mal salopp: ja. Ich habe meine üblichen Testspielchen gemacht, Asphalt 8, Need for Speed und Real Racing. Durch die Bank ein ordentliches Erlebnis mit seltenen Framedrops. Dies sollte jedem klar sei, denn das Nexus 6P hat einen Snapdragon 810(4x A53 @ 1,55 GHz + 4x A57 @ 1,95 GHz) nebst starker GPU unter der Haube. Sollte jemand an Benchmarks synthetischer Art interessiert sein: auch hier lieferte das Nexus 6P im Ice Storm einen sehr guten Job ab. Den Antutu-Wert habe ich hier eingebunden.

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Interessant hierbei: in Zahlen liegt man bei V6.0 des Antutu hinter dem LG G4 und dem Nexus 6. Gefühlt hätte ich hier dem Nexus 6P wesentlich bessere Noten im Alltag gegeben, denn es fühlt sich – gesamt durch das System betrachtet – einfach runder und leistungsfähiger an als die beiden erwähnten Geräte. Benchmark-Dudes können sich gerne GPU-Benchs bei Anandtech anschauen. Ich persönlich bin sehr happy mit der Leistung des Nexus 6P und ich bin wirklich jemand, der schnell rumhalst, wenn es hakelig wird.

Die Kamera

Viele warfen den anderen Nexus-Geräten immer Schwächen in Sachen der Kamera vor. Ein Umstand, den sicherlich viele unserer Leser bestätigen können. Nun legt man für das Nexus 6P eine ganze Stange Geld hin und da darf man schon erwarten, dass das Gerät mehr kann, also die eh immer guten Fotos im Sonnenschein zu realiseren. Ich hatte damals das Samsung Galaxy S6 und auch das LG G4 im Android-Bereich ausgetestet, das war für mich ein sehr gutes Ergebnis. Und in eben jene Kerbe schlägt auch das Nexus, trotz seiner „nur 12,3“ Megapixel starken Kamera.

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Was ich bemerkt habe, dass ist, dass das Gerät recht viel Licht einfängt. Ich bin jetzt nicht nur im Sonnenschein rausgegangen, sondern dorthin, wo es fast weh tut – in schlechtere Lichtverhältnisse. Dies bedeutete: einfach mal durch die Bude spaziert an einem finsteren Tag, mal mit keiner, mal mit weniger Kunstbeleuchtung. Je nach Lage bekommst du auch da ein Rauschen in die Fotos, logo. Dennoch wurden viele Details eingefangen.

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Ein bisschen Qualität kann man dann noch herauskitzeln, wenn man in den HDR-Modus geht. Hier konnte ich in meinem zum Zeitpunkt des Fotos sehr dunklen Flurs noch einiges an Rauschen entfernen und definitiv Qualität aus dem Bild holen. Sollte aber nur in Situationen genutzt werden, wo ihr die Hand ein wenig ruhiger haltet, das ist nichts für das flotte Foto im Vorbeilaufen. Ebenfalls sorgt der HDR-Modus meiner Meinung nach für Unregelmäßigkeiten in Sachen Belichtung und Farben.

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In Sachen der Farben wirkten die Fotos sehr natürlich, wurden diese auf anderen Bildschirmen betrachtet, beziehungsweise der genannte sRGB-Modus auf dem Nexus 6P aktiviert. Hier wird nichts übertrieben pittoresk dargestellt, ein trüber Tag im Dezember wird auch farblich 1:1 so dargestellt. Und da will ich ehrlich sein: man guckt sich selbstverständlich immer gerne schöne Fotos an, ich selber stehe aber auf die Art, in denen das Geschehen so dargestellt wird, wie es ist. Dies ist auch beim Nexus 6P gegeben, wer mehr will, kann immer noch Filter oder automatisierte Verbesserungsgeschichten über das Foto laufen lassen.

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Will ich einen Kritikpunkt suchen, dann finde ich ihn: auf mich wirkten Outdoor-Bilder mit Zoom auf der höchsten Stufe etwas milchig, beziehungsweise blass. Auch ist es manchmal etwas nervig mit der Standard-App nachzufokussieren (der arbeitet zwar schnell, doch ich fand das Auslösen beim manuellen Fokussieren zu leichtgängig), aber Android bietet da ja viele andere Apps, mit denen sich noch ein wenig mehr rauskitzeln lässt. Die Standard-App wird allerdings vielen reichen, da sie Optionen logisch und schnell erreichbar darstellt.

Normal / HDR

Normal / HDR

Separat erwähnen muss ich den Blitz: den fand ich unaufgeregt im positiven Sinne. Der Blitz spielt sich beim Bild nicht in den Vordergrund, sondern ist unauffällig. Viele Smartphones erzeugen immer so ein übertriebenes Blitzlicht, welches punktuell aufgeregt belichtet. Das Nexus 6P fängt hingegen die Szenerie ein. Abschließendes Fazit zur Kamera? Ich habe keine Schmerzen, diese Kamera gegen die meines iPhones einzutauschen. (einige Fotos hier in hoher Auflösung). Das will etwas heißen.

Sonstiges

Die Telefonqualität war in jedem meiner Gespräche als gut zu bewerten. Wer das Nexus 6P als Beschaller nutzt, der wird einiges rausholen können. Dennoch muss hier beachtet werden, dass in den oberen 25 Prozent der Sound doch verzerrt. Beim Spielen im Querformat ist es schön, nach vorne abstrahlende Lautsprecher zu haben. Sie sind oben und unten auf der Front angebracht sind und werden so nicht durch eure Finger abgedeckt. USB-C? Eine Wohltat wie Lightning. Keine Gedanken mehr machen, wie herum das Ganze eingesteckt wird. Hervorragend. Ungeil dabei: Wer viel Daten schiebt via USB, der hat hier keinen USB 3.0 Speed. Huawei legt nur USB 2.0 an.

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Mein Fazit

Subjektiv: Das Nexus 6P ist das beste Nexus aller Zeiten. Zumindest gilt diese Aussage, bis ein besseres Nexus auf dem Markt erscheint. Kaum Kompromisse. Andere Nexus-Geräte waren natürlich auch nicht schlecht, doch dieses bietet mir alles, um zufrieden zu sein. Display, Kamera, Haptik, genereller Eindruck – alles passt. Will ich wirklich rumjammern, dann könnte ich dies über die fehlende Implementierung von USB 3.0, das Fehlen der Unterstützung einer microSD-Karte oder einen Wechsel-Akku. Mache ich aber nicht, denn das Gesamtpaket ist stimmig. Huawei ist ein würdiger Partner in diesem Jahr.

Größter Kritikpunkt und Kaufhindernis für viele: der extrem schwache Euro, der das Gerät auf derzeit ab 649 Euro hievt (dennoch denkt mal dran, dass das Motorola Nexus 6 bei Saturn auch mit 599 Euro losging!). Wer allerdings zu den Menschen gehört, die sich auch in Sachen Smartphone etwas gönnen wollen und nicht nur auf das nackte Preis-Leistungsverhältnis schauen: Empfehlung. Allen anderen sei gesagt: Das Smartphone-Jahr 2015 beweist: Auch andere Mütter haben hübsche Töchter.



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Über den Autor: caschy

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