Smartphone verloren, suchen, löschen & sperren: Ein Blick in die neuen Google-Optionen

19. Juni 2016 Kategorie: Android, Apple, Backup & Security, iOS, geschrieben von: caschy

GoogleLogo150Seit einem Jahr hat Google eine komplett neue Oberfläche, wo man so ziemlich alles findet, was in Sachen Konto so aufläuft. Viele Dinge, die man da findet, haben manchen Nutzer wahrscheinlich gar nicht mehr auf dem Schirm. Das sind ja nicht nur getätigte Suchabfragen, der Standortverlauf, sondern auch alle von euch getätigten Sprachbefehle. Sofern man angemeldet ist, verknüpft Google halt alles, was man über euch so herausfinden kann. Was ganz interessant ist, das sind die Neuerungen, die man hat einfließen lassen. Über den Android Geräte Manager bietet Google seit längerem an, ein Gerät zu finden, zu sperren oder auch zu löschen.

Diese Möglichkeiten hat man nun konsequenterweise auch unter dem Punkt „Mein Konto“ zusammengefasst, wahrscheinlich finden ihn da die Nutzer im Falle eines Falles wirklich schneller. Wer sich noch nie damit befasst hat, der sollte das vielleicht einmal machen, Voraussetzung ist halt der aktivierte Android Geräte Manager oder generell ein Gerät, an welchen man mit Google-Account zugange ist.

Smartphone suchen heißt der entsprechende Punkt in den Einstellungen eures Google Kontos. Hier bekommt man eine Übersicht über alle angemeldeten Geräte geliefert, hierbei ist es egal, ob es sich um Android- oder iOS-Geräte handelt. Selbstverständlich ist die Handlungsreihenfolge nicht identisch bei Android und iOS, das verbietet die Unterschiedlichkeit der Systeme. Welches System in Sachen Sicherheit dabei einen Tick besser ist, das sehen wir im Verlaufe des Beitrages noch.

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Geht also ein Smartphone mit Android verschütt, dann könnte das Google-Konto meine erste Anlaufstelle sein. Hier sehe ich die Geräte und wann sie zuletzt funkten. Wäre mein Nexus 6P verloren gegangen, so würde ich hier erst einmal einsteigen. Nun geht es in Sachen Sicherheit schon einmal los: Nutzer müssen hier einmal ihr Passwort eingeben. Ist der Account mit einer Zwei-Faktor-Authentifikation geschützt, so muss auch der Code eingegeben werden.

Ihr könnt den Code nur auf dem Smartphone empfangen? Schlecht. Deshalb immer daran denken, dass ihr entweder ein zweites Auth-Gerät habt oder eben den Sicherheitscode digital oder ausgedruckt, der bei der Einrichtung auf jeden Fall angeboten wurde. Befindet man sich am eigenen Rechner und hat diesen in der Vergangenheit autorisiert, so werden keine Codes fällig.

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Viele der Optionen sind sicherlich selbsterklärend. Ein Anruf lässt das Smartphone klingeln, selbst wenn es lautlos gestellt ist. Ideal, wenn man es sucht und nicht davon ausgeht, dass es verloren gegangen ist oder gestohlen wurde. Denn  – über den Punkt „Suchen“ oben rechts kann man ein eingeschaltetes Smartphone suchen. Hier hat Google aber nichts Neues einfließen lassen, stattdessen ist dies nur ein Verweis auf die klassische Android Geräte Manager-Oberfläche. Ebenfalls ist ein Sperren des Smartphones möglich, hier kann man noch optional dem Finder eine Nachricht und eine Telefonnummer mitgeben.

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Sollte bei den genannten Lösungen – die nicht neu sind, sondern lediglich nur frisch gebündelt wurden – nichts dabei sein, so hat Google noch weitere Tipps in petto, wie beispielsweise das Kontaktieren des Mobilfunkanbieters oder die Suche nach einem Fundbüro. Und – das obligatorische Löschen fehlt natürlich auch nicht. Hat man gelöscht, dann wird es mit der Ortung natürlich auch nichts mehr, ist also nur eine echte Notfall-Option.

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Doch nicht nur Android-Nutzer können das neue Tool nutzen, auch iPhones und iPads können bekanntlich die Apps aus dem Hause Google nutzen. Hier hat man selbstverständlich nicht so viele Optionen, denn die Dienste und das System von Apple sind logischerweise anders aufgebaut und lassen den Zugriff so direkt nicht zu. Google gibt hier den Tipp, dass man sich anrufen kann, aber auch das Abmelden an den einzelnen Google-Apps ist möglich. In Sachen Suchen und Sperren bietet Google beim iPhone nichts an, man verweist hier lediglich auf die iCloud.

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Hier muss man Apple einiges zugute halten, aber auch kritisieren. Die iCloud-Funktionen sind klasse. Apple war bereits vor Google dabei, diesen Lokalisierungsservice anzubieten, inklusive Fernlöschung und auch die Gerätesperre nach Löschung ist schon länger unter iOS zu finden als unter Android. Das große Aber ist aber die Option „Find my iPhone“ von Apple. Wir haben oben gelesen, dass man bei aktivierter Zwei-Faktor-Authentifizierung das Smartphone nur sperren, orten oder löschen kann, wenn man am autorisierten Rechner sitzt oder Codes vorweisen kann, die einen Nutzer verifizieren.

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Anders bei Apple. In die iCloud kommt man grundsätzlich nicht, wenn man bei aktivierter Zwei-Faktor-Authentifikation keinen Code vorweisen kann. Bis Ausnahme einer Funktion. Find my iPhone. Hier kommt jeder Nutzer rein, der Nutzernamen und Passwort kennt. Und das kann eben für viele doch ein Problem sein, denn hier kann das Smartphone geortet werden – im schlimmsten Fall sogar gelöscht. Geht für mich am Sinn einer 2FA ein bisschen vorbei.  Hier darf man sich jetzt streiten, ob es nicht toll ist, dass man auch ohne Backup-Code schnell agieren kann – eben genau anders als bei Google. Ich selber finde die Google’sche Option dahingehend besser gelöst.

Dies also zu den neuen Optionen im Google-Konto.Sollte man sich definitiv einmal anschauen und im Hinterkopf behalten – sodass man im Ernstfall schnell weiss, wo was zu finden ist.



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Über den Autor: caschy

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