Selbstheilendes Plastik kann mobile Endgeräte aufpeppen

17. April 2016 Kategorie: Hardware, Mobile, geschrieben von: André Westphal

selbstheilendes plastikPlastik, das sich quasi selbst reparieren kann, ist an sich nicht unbedingt neu. So haben bereits verschiedene Wissenschaftler derartige Techniken vorgestellt. Ein neuer Meilenstein ist zuletzt der University of Reading gelungen: Dort haben wissenschaftliche Mitarbeiter ein Material entwickelt, das sich selbst bei Körpertemperatur von Schäden erholen kann. Dabei ergeben sich sowohl für die Medizin Anwendungsgebiete, als natürlich auch für beispielsweise mobile Endgeräte. Das neue Material hat besonders viel Potential, da es im Gegensatz zu anderen Produkten für den Menschen ungiftig ist und bereits bei 37° Celsius seine Selbstheilung beginnt.

Das Polyurethan „fließt“ quasi nach Beschädigungen neu zusammen, so dass Schäden verschwinden können. Der Prozess dauert nur wenige Stunden. Die Moleküle verbinden sich neu und nach dem Procedere ist der Kunststoff wieder fest. Auch wenn sich hier viele Anwendungsgebiete ergeben könnten, visieren die Forscher aus Reading im ersten Schritt vor allem das Gesundheitswesen an. So könnte der Kunststoff für Verbände und Bandagen zum Einsatz kommen bzw. deren Haltbarkeit verlängern.  So müssten die Verbände bei Verletzten dank des Materials seltener gewechselt werden, was den Patienten viele Schmerzen ersparen könnte.

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Laut den Wissenschaftlern könnte es sogar möglich sein, den Kunststoff so anzupassen, dass er sich nach einer gewissen Zeit quasi selbst zerstört. Das wäre beispielsweise für genähte Wunden oder auch die interne Chirurgie möglicherweise extrem hilfreich. Neben der Anwendung für Gehäuse mobiler Endgeräte könnten sich die Macher aber auch vorstellen den Kunststoff für Lackierungen von Fahrzeugen einzusetzen. Wer Interesse an Chemie hat, findet den Artikel frei zugänglich übrigens hier.



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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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