Motorola Moto G (2014) im Kurztest

18. Oktober 2014 Kategorie: Android, Hardware, Mobile, geschrieben von:

Anfang September präsentierte uns Motorola das neue Motorola Moto G, bereits mit der ersten Generation des Moto G hat Motorola einen großartigen Wurf gelandet. In diesem Testbericht möchte ich näher beleuchten, wie sich das Moto G weiterentwickelt hat und ob es sich lohnt, vom ersten Moto G auf das diesjährige Modell zu wechseln.

Moto_G_2014

Vorwort:

Ich habe das Moto G (2014) jetzt seit zwei Wochen in Benutzung und ich bin durch die Bank weg positiv überrascht von der Leistung und Verarbeitung des Geräts. Dass es Smartphones gibt, welche eine bessere Verarbeitung aufweisen, ist mir natürlich bewusst, allerdings kostet das Moto G (2014) lediglich 199 Euro, während ähnlich ausgestattete Geräte der Konkurrenz gut und gerne den doppelten Preis aufweisen.

Spezifikationen & Akku-Leistung:

Bereits das erste Moto G hat mich mit der gebotenen Leistung überrascht, ausgestattet mit einem Snapdragon 400 Quad-Core SoC und einem 1 GB großen Arbeitsspeicher läuft Android 4.4.4 (KitKat) auf dem Moto G von 2014 zwar erstaunlich flüssig, den ein oder anderen Ruckler gab es dann allerdings doch. Selbst das ein oder andere 3D-Spiel, sind für das Moto G (2014) kein Problem. Die meiste Zeit jedoch habe ich das Smartphone relativ normal genutzt, also WhatsApp, Facebook, Twitter, Musik hören via Spotify, 5 E-Mail-Konten mit Push-Notification und hier und da mal eine Runde gespielt.

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Getestet habe ich überwiegend in der Innenstadt von Ludwigshafen am Rhein, wo ich mit beiden E-Plus Sim-Karten einen guten Empfang hatte. Dies sind ganz entscheidende Faktoren, wenn es um die Akkulaufzeit geht, denn zu den größten Akkufressern zählt definitiv das UMTS-Modem (Baseband-Prozessor), welches für den Transfer von Mobilen Daten verantwortlich ist. Das Moto G (2014) kam bei mir gut über den Tag, am Ende des Tages hatte ich noch rund 30-40% Akku-Ladung übrig, ein Tag ging bei mir von 6:00 Uhr morgens bis 18:30 Uhr abends, davon war das Gerät rund 7 Stunden mit dem W-Lan im Büro verbunden und rund 4 Stunden mit dem Mobilfunknetz verbunden.

Lautsprecher / Sound:

Eine der größten Neuerungen beim Moto G (2014) sind die verbauten Stereo-Lautsprecher, um es vorwegzunehmen, sie können definitiv nicht mit dem Boom Sound von HTCs One M8 mithalten, bieten aber dennoch einen besseren Klang als andere Geräte in dieser Preisklasse. Ich habe den direkten Vergleich mit dem OnePlus One gemacht, welches auch über zwei Lautsprecher, jedoch nicht über Stereo-Sound verfügt. Das OnePlus One war im Soundtest zwar nicht so laut wie das Moto G (2014), dreht man bei beiden Geräten die Lautstärke auf Maximum dann macht sich ein unangenehmes zerren und kratzen beim Moto G (2014) bemerkbar. Beim HTC One M8 oder dem Sony Xperia Z2 (beides Modelle mit Stereo-Lautsprechern) hatte ich diese Probleme überhaupt nicht bemerkt. Aber wir reden hier noch immer über ein 199 Euro Smartphone, welches teilweise sogar schon für ~ 160 Euro angeboten wird.

Kamera:

Die Kamera im ersten Moto G war keine Sensation, sie ist zwar für Schnappschüsse und Social Media ausreichend, aber Urlaubsfotos würde ich wahrscheinlich keine mit ihr machen. Die Kamera im Moto G 2014 hat ein Upgrade von 5 Megapixel auf 8 Megapixel erhalten. Die Bilder der Kamera wirken sehr natürlich und haben kaum Blaustich, trotzdem bleibe ich bei der Meinung – da geht noch mehr, Motorola! Besonders bei einem trüben Wetter, wie es im Herbst / Winter üblich ist, bleiben rauschende Fotos definitiv nicht aus. Es bleibt also bei einer Schnappschuss-Kamera, ich lehne mich diesmal aber weiter aus dem Fenster und behaupte, dass ich diese auch für Urlaubsfotos bei Sonnenschein nutzen würde.

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Dual-Sim:

Eine weitere Neuerung im Gegensatz zum ersten Moto G ist, dass das deutsche Modell ebenfalls zwei (Micro) Sim-Karten aufnimmt. Ich habe mein Testgerät, wie bereits erwähnt, mit zwei E-Plus Sim-Karten bestückt. Während eine der beiden SIM-Karten eine reine Datenkarte war, hatte ich im anderen Slot eine Sim-Karte ohne Internet-Flatrate. Hier stelle ich mir auch auf den deutschen Markt ein großes Potenzial vor, immer mehr Leute bekommen ein Firmenhandy gestellt. Ich habe absolutes Verständnis für jeden, der sich nicht zwei Handys in die Hosentasche stecken möchte, nur weil er eben auch unter seiner privaten Rufnummer erreichbar bleiben möchte, dieses Problem könnte man mit dem Moto G (2014) lösen. Firmenkarte in den GSM-Slot, Privatkarte in den UMTS/GSM-Slot und ihr müsst euch nur noch ein Handy mitschleppen. Ein weiteres Szenario, welches relativ beliebt ist, sind Personen mit Verwandtschaft im Ausland, während es genügend Tarife gibt, welche sehr günstige Preise für Auslandsgespräche anbieten, möchten viele gleichzeitig auch von einer Allnet-Flat für Inlandsgespräche profitieren. Vor dem Moto G (2014) gab es zwar auch schon einige Dual-Sim Smartphones von Samsung, welche allerdings meist mit miserablen Spezifikationen und der daraus resultierenden unterirdischen Performance wenig Freude bei der Benutzung bot.

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Fazit:

Es scheint, als habe Motorola auch dieses Jahr wieder alles richtig gemacht, denn das Moto G von 2014 bietet wieder feine Technik zu einem kleinen Preis.


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Über den Autor:

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