Microsoft-Zahlen Q2/16 (fiskal): war da was mit Windows Phone?

29. Januar 2016 Kategorie: Windows, Windows Phone, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_microsoftMicrosoft hat Zahlen für das zweite Fiskalquartal 2016 hinter sich gebracht und Zahlen zum Unternehmen vorgelegt. Mit Spannung erwartet waren natürlich die neuen Windows Phone- und Surface-Verkäufe. Dank Surface 4 und Surface Book konnte der Umsatz mit Surface-Produkten im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent auf 1,35 Milliarden Dollar gesteigert werden. Das ist für ein Unternehmen der Größe von Microsoft zwar nicht viel, allerdings handelt es sich bei den Surface-Produkten auch mehr um Vorzeige-Modelle, die sich natürlich dennoch wunderbar einsetzen lassen, aber preislich natürlich weit vom Massenmarkt entfernt sind.

Anders sieht es bei Windows Phone aus. 4,5 Millionen Lumia Phones wurden im letzten Quartal verkauft, darunter waren auch schon die neuen Modelle 950 und 950 XL. Im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet das weniger als die Hälfte weniger verkaufte Smartphones, damals waren es 10,5 Millionen, der Umsatz ging entsprechend ebenfalls um 49 Prozent zurück.

Der schwache PC-Markt macht sich auch bei Microsoft bemerkbar. Die Umsätze mit Windows OEM Pro fielen im letzten Quartal um 6 Prozent. Letztes Jahr musste Microsoft hier noch ein Minus von 13 Prozent hinnehmen. Updates für Windows 10 sollen diese Situation verbessern, aber wenn ein Hardwaremarkt schrumpft, kann auch ein Softwarehersteller nicht viel ausrichten.

Es gibt jedoch auf positive Zahlen von Microsoft zu berichten. Im Bereich Gaming zum Beispiel. So hat Microsoft nun 48 Millionen aktive Xbox Live-Nutzer, ein Plus von 30 Prozent im Jahresvergleich. Der Umsatz mit der Xbox ist allerdings gefallen, was vor allem den sinkenden Xbox 360 Verkaufszahlen zugeschrieben wird. Wie gut oder schlecht sich die Xbox One zahlenmäßig verkauft, teilt Microsoft allerdings nicht mit.

Erfolgreich ist Microsoft auch mit seinen Clouddiensten und anderen Software-Produkten. Der Umsatz mit Office 365 stieg um 70 Prozent, insgesamt hat Microsoft nun 20,6 Millionen Privatabonnenten der Produkte. Mit Server-Produkten und Clouddiensten konnte Microsoft 10 Prozent mehr Umsatz machen, eine Steigerung um 140 Prozent gab es bei Azure.

Insgesamt erwirtschaftete Microsoft im zweiten Fiskalquartal 2016 25,7 Milliarden Dollar Umsatz, bei 6,3 Milliarden Dollar Nettogewinn. Sieht gar nicht so aus, wenn man sich die ganzen Negativzahlen so anschaut, aber das ist eben das Gute an Unternehmen wie Microsoft, sie haben verschiedene Gebiete, mit denen sie Einnahmen generieren, da kann auch schon einmal ein Ausreißer dabei sein, der sich nicht groß auf die Gesamtperformance auswirkt.

(via The Verge)

Microsoft Surface Book


Anzeige: Der neue Karriereservice von Caschys Blog in Kooperation mit Instaffo. Lass dich von Unternehmen finden. Jetzt kostenfrei anmelden!

Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Sascha hat bereits 8495 Artikel geschrieben.