Lenovo Yoga Book mit Windows 10: Erster Eindruck

22. Oktober 2016 Kategorie: Hardware, Mobile, Windows, geschrieben von: caschy

lenovo-yoga-book-mit-windows-103Ende August zur IFA 2016 vorgestellt, nun seit ein paar Tagen auf meinem Schreibtisch: Das Lenovo Yoga Book, wahlweise mit Android oder Windows 10 zu bekommen. Laptops und Co sind langweilig – könnte man sagen. Aber es gibt Firmen, die wollen sich weiter innovativ zeigen. Das beweist Lenovo mit dem Yoga Book eindrucksvoll. Wer das Lenovo Yoga Book das erste Mal in die Hand nimmt, der staunt vielleicht. Geschlossen ist das Gerät 9,6 mm dick und ansonsten nur 4,05 mm an der schmalsten Ecke. Das Gewicht ist mit 690 Gramm ebenfalls gering gehalten. Dabei nutzt das Yoga Book einen IPS-Bildschirm mit 10,1 Zoll und einer nativen Auflösung von 1.920 x 1.200 Bildpunkten.

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Überraschender wird es noch, wenn man das Lenovo Yoga Book aufklappt. Denn es gibt keine klassische Tastatur, sondern eine ohne Tasten – virtuell, von Lenovo Halo-Tastatur gennant. Nun grätsche ich hier schon einmal ein. 10 Zoll, das wäre nichts für mich. Aber ich bin auch frequenter Schreiber an anderen Kisten und greife hier zu größeren Geräten. Dennoch – und das fand ich verwunderlich – bin ich schnell in das Tippen ohne wirkliches mechanisches Feedback eingestiegen. Man kann sich flott dran gewöhnen und tippt auch ohne die klassische Tastatur-Mechanik sauber, das Gerät gibt auf Wunsch haptisches Feedback. Auf dem Lenovo Yoga Book läuft Windows 10, zum System braucht man wohl nichts sagen.

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Man kann das Lenovo Yoga Book mit der Tastatur, dem Touchpad oder externen Eingabegeräten bedienen, aber auch über den Touchscreen. Dass Halo-Keyboard ist nicht nur aufgrund der fehlenden Tasten der heimliche Star, denn Lenovo hat sich bei diesem Flachmann etwas gedacht. So kommt das Gerät mit Eingabestift, im Hintergrund werkelt Wacom-Technik. So kann man nicht nur in speziellen Apps illustrieren, man kann dementsprechend auch mit OneNote ganz einfach handschriftliche Notizen anfertigen oder rumkrakeln. Der Stylus erkennt 2.048 einzelne Druckabstufungen und lässt sich auch als normaler Stift verwenden, drei Minen legt Lenovo noch drauf.

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Die Technik im Lenovo Yoga Book? Im Inneren stecken ein Intel Atom X5-Z8550, 4 GByte LPDDR3-RAM, 64 GByte Speicherplatz und Kameras mit 2 (Front-) bzw. 8 Megapixeln (Hauptkamera). Außerdem sind die üblichen Schnittstellen wie Wi-Fi 802.11 ac, Bluetooth 4.0 und ein microSD-Kartenslot an Bord. 599 Euro werden fällig für die Windows-Variante mit WLAN, 100 Euro zahlt man mehr für die LTE-Variante. Der Nutzer bekommt für diesen Kurs also nicht nur ein Windows-Notebook mit besonders kompakten Maßen, er hat auch ein Tablet und ein Gerät zum Verfassen von handschriftlichen Notizen. Man kann übrigens auch das Display mit dem Real Pen beackern, das geht aber bei weitem nicht so einfach von der Hand wie die Zeichnerei auf dem Halo Keyboard. 8.500 mAh ist der Akku stark, im Test brauchte ich rund drei Stunden, um ihn vollzubekommen, von den 13 ausgerufenen Stunden Laufzeit erreichte ich im Schnitt 11.

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Und was ist mit Papier? Auch hier hat sich Lenovo etwas einfallen lassen. Der Hersteller bringt ein Book Pad und 20 Seiten Nachfüllpapier in den Lieferumfang mit ein. Hiermit können Anwender ganz normal mit dem Stift auf Papier schreiben und ihre Notizen drahtlos auf das Yoga Book übertragen. Das Lenovo Yoga Book machte auf mich einen guten Eindruck in den ersten Tagen.

Ich bin jetzt nicht mit den Gedanken in das Ausprobieren gegangen, dass die Flunder ein Notebook mit allen Kapazitäten ersetzen kann – das kann es nämlich nicht – und soll es laut Lenovo auch nicht, es ist als Tablet konzipiert. So fallen Sperenzchen wie Gaming natürlich in dieser Leistungsklasse raus. Aber: Ein Käufer bekommt für das Geld ein Gerät, welches nicht nur schnödes „Netbook 2016 mit Tablet“ ist, sondern mehr.

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Ein stylisches Gerät, welches aus der Zukunft zu kommen scheint. Eines, welches nicht nur als vollwertige Windows 10-Lösung daherkommt, sondern auch als Tablet und Zeichen-Utensil. Und das ist immer noch eine Nische, die erobert werden will – zumindest von Firmen, die behaupten, dass der klassische Laptop tot sei. In Sachen Tablet würde ich mein iPad vorziehen, als reines Notebook mein MacBook. Was aber wäre, wenn man mir sagen würde: „Entscheide dich! Eine Woche deine Arbeit als Blogger mit dem iPad machen oder das Yoga Book dafür nutzen.“.

Meine Antwort wäre dann: Yoga Book, da ein Windows 10 für mich momentan mehr erreicht als ein iOS 10. Wohlgemerkt – es geht hier nur um meine Arbeit(sweise). Ich weiss dass es Nutzer gibt, die auch mit einem iPad ihre Arbeit wegrocken – mir gelingt das produktiv nicht, vom reinen Verfassen von Texten mal abgesehen.

Persönlich glaube ich zwar nicht, dass das Lenovo Yoga Pad der größte Hit wird, aber es freut mich zu sehen, dass Firmen nicht nachlassen. Mal um die Ecke denken. Mal einfach etwas ausprobieren. Man kann nicht wissen, wie es wird, wenn man Dinge nicht ausprobiert.



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Über den Autor: caschy

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