Impressionen vom Playstation Vita-Pressetag in Hamburg

31. Januar 2012 Kategorie: Hardware, Mobile, geschrieben von: caschy

Heute war der Playstation Vita-Pressetag in Hamburg. Ich arme Seele hatte leider keine Zeit, konnte aber mit Viktor einen Interessierten finden, der da einfach mal anstelle mir vorbeischaut und ein paar Fotos macht. Des Weiteren hat Viktor für euch seine Impressionen aufgeschrieben und ein kleines Video gemacht. Danke an Viktor für den Betrag, das Video und die Bilder! Für die Neugierigen: die Playstation Vita wird ihren Deutschlandstart am 22. Februar in Deutschland erleben. 250 Euro wird der Spaß aus dem Hause Sony kosten. Ob das etwas für mich ist? Don’t know, war früher auch Konsolenhasser, habe aber nun PS3 und XBOX 360 zuhause. Man muss ja alles mal getestet haben. Nun lassen wir Viktor zu Wort kommen.

Playstation Vita

Heute hat Sony zum lang erwarteten Pre-Launch-Event zur Playstation Vita geladen. Lang erwartet? Ja, in Deutschland zumindest. Bekannt ist die mobile Highend-Konsole schon lange, aber in Deutschland erst ab dem 22. Februar verfügbar. Im 20. Stock mit großartigem Blick über Hamburg konnte die PS Vita dann nach einer ausführlichen Präsentation in die Hände genommen werden.

Erster Eindruck: Hightech im Plastikmantel

Beim ersten Eindruck ist die Haptik eines der entscheidenden Kriterien. Da kann die Playstation Vita nicht so wirklich überzeugen. Plastik, Plastik und noch mehr Plastik. Besonders die Schultertasten stechen als klapperig hervor. Übrigens bei allen ausliegenden Geräten. Die analogen Sticks, die es bei der Playstation Vita anstatt der Slider-Pads bei der alten PSP gibt, wirken dahingegen wertig und langlebig.

Was macht die Playstation Vita besser?

Die neue mobile Konsole kann vieles mehr oder besser. Der Mittelpunkt, das OLED-Display ist mit 5 Zoll ein Stück größer geworden und verfügt nun auch über einen Touchscreen. Dieser ist kapazitiv, reagiert sehr schnell und ist multitouchfähig. Alles richtig gemacht! Im inneren schlägt ein Quadcore-Prozessor, sowohl bei der CPU als auch bei der GPU. Wow. Ebenfalls neu sind die Lagesensoren. Neu? Naja, Smartphones können sich schon lange nicht mehr ohne blicken lassen. Integriert sind nun auch zwei Kameras, leider beide nur mit VGA-Qualität, allerdings sollte das für Spielerbilder und Augmented Reality reichen.

Tschüss UMD – Hallo Vita-Karte

Die von der PSP bekannte UMD (Universal Media Discs) hat ausgesorgt, vermutlich wegen der Größe. Ersetzt wurden sie durch die Playstation-Vita-Karten, die ungefähr so groß sind wie eine SD-Karte. Darauf kann man dank Playstation Network auch verzichten. Die Spiele lassen sich alternativ auch direkt auf die Vita herunterladen. Apropos proprietär: Die Speicherkarten sind ein von Sony entwickeltes Format. Egal? Leider nicht, denn so kann Sony die Preise willkürlich aussuchen.

Ladezeiten und Menüführung

Quadcore. 4!  Prozessorenkerne. So viele haben die meisten noch nicht einmal in ihrem PC oder Laptop. Braucht man irgendwie auch nicht. Bei der GPU kann man da gerne drüber streiten, aber was der Playstation Vita besser getan hätte, wäre wohl mehr Arbeitsspeicher. 512 MB ist der nur groß. Was im Alltag nervt sind die Ladezeiten. Andauernd wird geladen und das dauert recht lange. Mobile Gaming orientiert sich nicht an den großen Konsolen sondern an den Smartphones und die laden gefühlt auf jeden Fall schneller. Mir kam immer wieder der Eindruck “Smartphone mit physikalischer Steuerung” in den Kopf. Lagesensoren, 3G, GPS…

Wer sich schon mal mit Usability auseinandergesetzt hat, wird hier merken, wie wichtig sie ist. Die Menüführung ist irgendwie nett, aber da man 3000 Knöpfe hat, findet man den richtigen gerne mal als letztes.

250 Euro – zu viel oder günstig?

Die PS Vita wird in der einfachsten Variante und ohne 3G für 250 Euro zu bekommen sein. Wenn man das jetzt mit ernsthaft bespielbaren Smartphones vergleicht, ist das eigentlich echt wenig. Wenn man es mit der PS3 vergleicht, ist das recht viel. Ich finde den Preis für das Gerät eigentlich in Ordnung. Für 50 Euro mehr gibt es das ganze mit 3G und dann auch mit GPS.

Viele gute Ideen

Die Playstation Vita kann natürlich mit der Playstation 3 verknüpft werden. Das ganze nennt sich Remote Play und funktioniert ganz problemlos. Etwas spannender ist für mich “Near”. Damit können spielende Freunde in der Umgebung gefunden werden. Außerdem können dank GPS auch Spielgegenstände in der Umgebung abgelegt werden, die andere Leute dann an der selben Stelle abholen können. Ich bin gespannt, wie stark das genutzt wird. Die Funktion erfordert nicht nur eine starke Verbreitung des Systems, sondern auch eine starke Nutzung dieses Local Based Services. Ich vermute, dass das in Deutschland noch etwas zäh laufen wird.

Alternativen: 3DS oder iPod Touch

Der Markt auf dem sich die PS Vita bewegt, ist gar nicht mal so voll. Das Nintendo 3DS ist natürlich nicht unbekannt, hat viele interessante Funktionen (3D, 2 Bildschirme), liegt aber alleine bei der Bildqualität meilenweit hinter der Vita. Ein größerer Konkurrent ist für mich der iPod Touch. Der fängt bei 189 Euro an und kann bis auf die physikalischen Tasten ebenfalls eine Menge bieten.

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Über den Autor: caschy

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