Google will mit dem News Lab die Zukunft der Medien gestalten

22. Juni 2015 Kategorie: Google, geschrieben von:

Google hat sich einmal mehr eine neue Spielwiese geschaffen. Diesmal ist das Ziel kein geringeres als die Zukunft der Medien zu gestalten. Google hat es sich auf die Fahne geschrieben, wichtige Informationen jedem zugänglich zu machen und dabei auch sicherzustellen, dass News in den Medien zu einer besser informierten, demokratischeren Gesellschaft führen – weltweit.

NewsLab

Das Google News Lab soll die Anlaufstelle für Journalisten sein, um zusammen mit Google und Unternehmern an der Zukunft der Medien zu arbeiten. Das Ganze soll über drei unterschiedliche Wege auf die Beine gestellt werden. Erstens wird Google sicherstellen, dass die Tools für alle zugänglich sind. Dann will Google Daten-Sets an die Journalisten verteilen, damit diese damit arbeiten können. Und als dritten Faktor will man Programme anbieten, die auf den heute bestmöglichen Industriestandards (im Medienbereich) aufbauen.

Google bietet bereits heute viele Ressourcen für die Recherche, angefangen bei YouTube, bis hin zu den neuen Google Trends, die letzte Woche vorgestellt wurden. Im News Lab findet man verschiedene Bereiche, die einem dabei helfen sollen, eine Story von Anfang bis Ende einfach umzusetzen, indem man die von Google bereitgestellten Tools nutzt. Research, Report, Distribute und Optimize sind die Unterkategorien, jede von ihnen kommt mit mehreren Anleitungen, wie sich bestimmte Tools am besten nutzen lassen. Gleichzeitig erfährt man, wie man durch den Einsatz dieser Tools von ihnen profitieren kann.

Auch bei YouTube hat Google neue Bereiche eingeführt, die in Richtung Journalismus gehen. Aber nicht nur dort, mit First Draft, Witness Media Lab und YouTube Newswire sind Kanäle für eine schnelle Berichterstattung entstanden, die Inhalte nicht nur von Journalisten, sondern auch von Bürgerreportern liefern. Also normale Menschen, die newsträchtige Inhalte bieten können.

Das News Lab ist ein globaler Ansatz, Google stellt hierfür zu Beginn Teams in den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland ab, die dann quasi für die Schulung der Redaktionen verantwortlich sind. Google ist der Meinung, dass die mediale Zukunft nur dann richtig gestaltet werden kann, wenn Journalisten und Technologen zusammenarbeiten. Etwas überraschend finde ich, dass Deutschland mit bei den Startländern ist. Gerade hierzulande sind Journalisten und Google nicht gerade die besten Freunde. Stichwort Leistungsschutzrecht.

Interessant ist die Vorgehensweise von Google dennoch. Man bindet Journalisten quasi an die eigenen Tools, sichert auf diese Weise also die Nutzung der Google-Tools. Etwas weiter gesponnen könnte Google so aber auch die Nachrichtenwelt beeinflussen, eben genau über diese Tools. Schwierig wird es dann, noch unabhängig zu berichten, wenn man sich auf Tools verlässt, die theoretisch jederzeit manipuliert werden können. Auf der anderen Seite ist es natürlich großartig, dass Google auch solche Schritte geht, gerade die Medien befinden sich seit dem Internet in einem großen Wandel, alles ist viel schneller, der Konkurrenzdruck unglaublich groß.

(Quelle: Google)

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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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