Football Manager 2017: Diesen Manager spiele ich derzeit

4. Februar 2017 Kategorie: Games, geschrieben von: caschy

Fußball ist seit Kindesbeinen Magie für mich. Ein Zauber in allen seinen Facetten. Ich war nie ein besonders guter Spieler. Ich war lauffaul, behaupte aber bis heute, dass ich die Wege sehen kann. Es ging los mit zwei Stöcken, die in eine Wiese gesteckt zum Tor wurden, über Ascheplätze in Dortmund – und notfalls wurden auch Garagentore als Tor genutzt. Aber auch als Fan tauge ich wohl, ich liebe meinen Verein und die Menschen – und wenn ich im Stadion bin, dann steht mir das Wasser bei den Vereinsliedern in den Augen.

Aber auch abseits des echten Fußballs konnte ich nicht von der Thematik lassen. Ob Tischkicker oder Tipp-Kick, irgendwas hatte immer mit Fußball zu tun. Und als dann „damals“ die ersten Manager und Fußballspiele digital auf den Markt kamen, war ich echt glücklich – DAS waren meine Spiele. Selber Manager eines Clubs sein und Erfolge einfahren.

Ob Bundesliga Manager, Kick Off, Microprose Soccer, Hattrick, die unvergessene Anstoß-Reihe, FIFA, PES oder der EA Fußball Manager – ich habe sie alle durch und eigentlich immer gespielt, so lange ich denken kann. Manche Spiele waren besser, andere schlechter.

Der Fußball Manager brauchte lange, um Anstoß gedanklich zu verbannen, er war aber eben besser als nichts. Das Dumme ist ja, dass EA den Manager vor einigen Jahren eingestellt hat. Herber Schlag für alle Manager, ich stand doof da. Hab das dann eine ganze Zeit sein gelassen und mich auf FIFA auf der Konsole gestürzt.

Den Football Manager von SEGA / Sports Interactive hatte ich 2012 mal ausprobiert, aber ich kam nicht ran. Das änderte sich mit der Version 2016. Satte 437 Stunden spielte ich diesen laut Steam, im Schnelldurchlauf durchackerte ich über 30 Saisons. Mittlerweile ist auch die Version 2017 da und die möchte ich allen ans Herz legen, die so ticken wie ich.

Offiziell kann man den Football Manager 2017 nicht in Deutschland kaufen. Ich kaufte meinen Schlüssel bei cdkeys.com, bezahlte knapp unter 30 Euro, den Vorgänger schoss ich im Angebot für rund 12 Euro. Die dort gekauften Keys lassen sich in Steam aktivieren und so auf mehreren Rechnern auf Windows und Mac spielen.

Angst vor englischer Sprache muss man nicht haben, es gibt einen abonnierbaren Steam-Workshop für die deutsche Sprache, alternativ haben sich großartige Menschen an die Übersetzung gemacht, sodass es innerhalb weniger Minuten möglich ist, den Football Manager 2017 in der deutschen Sprache zu spielen.

Auch Logos und Spielerbilder für die Clubs weltweit sind kein Thema, sodass man ein echtes Feeling hat. Wer nun gefühlt 100 Jahre zurückdenkt und nur Anstoß als Referenz gelten lässt, der sollte sich den Manager 2017 ruhig einmal anschauen, der mich seit der Version 2016 fesselt. Rein spielerisch lässt der Manager mir alle Freiheiten. Er ist komplex – sehr komplex, wenn man denn will. Aber auch Neueinsteiger sollten eigentlich schnell reinkommen.

Denn wer sich nicht um Scouts und Trainer kümmern will, der überlässt dies einfach dem Sportdirektor oder dem Geschäftsführer. Der Nutzer legt selber fest, um was er sich kümmern will. Du kannst natürlich die U19 komplett übernehmen – oder auch deine zweite Mannschaft dazu. Wie im echten Fußball kannst du aber auch Co-Trainer und Spezialisten ranlassen. Das macht das Leben durchaus einfacher.

Und wenn man sich dann eingelebt hat, dann kann der Spaß richtig losgehen. Ihr organisiert (oder euer Stab) in der Vorbereitung Trainingsspiele, ihr leitet das Training, legt Taktiken und Formationen fest. Eben all das, was euch Spaß macht, worauf ihr Lust habt.

Ihr müsst nicht nur auf die passende Formation achten, sondern auch daran, welchen Vertrag ein Spieler habt. Habe ich einen Spitzenspieler, den ich laut Vertrag als Stamm- oder Schlüsselspieler sehe, dann wird dieser unzufrieden, wenn er viele Spiele auf der Bank schmort. Dann wird er ein Gespräch wollen. Je nachdem, wie dieses abläuft, steigt oder sinkt die Moral.

Ist der Spieler unzufrieden, so wird er nicht nur schlechter spielen, er wird sich auf jeden Fall weigern, seinen Vertrag zu verlängern. Wer – so wie ich – gerne früh Talente anderer Clubs verpflichtet, der muss dann aufpassen. Vielleicht ist mein Juwel erst kurz über 20, wenn der Vertrag ausläuft  – und es verlängert dann nicht. Dann bin ich unter Umständen einen Spieler los, der 20+ Millionen wert ist.

Generell sind Vertragsverhandlungen immer so eine Sache, denn manche Spieler wollen sich auch eine Tür namens Ausstiegsklausel freihalten. Und das bedeutet: Will eine Mannschaft diesen Spieler haben und bezahlt die Summe – dann ist er weg.

Generell ist das Wichtigste das Arbeiten auf lange Sicht. Ich lasse extrem viel scouten und schaue dann nach, dass ich junge Spieler günstig finde, die vom Scout eine Empfehlung bekommen haben. Dabei ist nicht nur die momentane Stärke ein Faktor, sondern auch die potentielle Fähigkeit. Je höher diese ist, desto höher die Chance, dass ich einen starken Spieler vor mir habe.

Der Statistiker in mir ist ebenfalls großer Fan des Football Managers, denn ich kann zu wirklich jedem Scheiß Statistiken einsehen. Auf Spielerbasis, Vereinsbasis und und und. Mir geht es bei solchen Spielen nicht immer nur um verbrannte Zeit und eingefahrene Erfolge.

Ich möchte langfristig Spieler an den Verein binden, sehen, wie sich diese bei mir zu Legenden des Vereins entwickeln. Das Schöne beim Manager: Die jeweiligen Spieler- oder Mannschaftsansichten lassen sich anpassen, sodass man Stärke, Empfehlung, Vertragslaufzeit, Wert und noch 100 andere Dinge im Auge hat. Das, was einem wichtig ist. Und das bietet mir der Football Manager 2017. Ich bin schon recht schwer zu entertainen, aber für mich ist das Spiel perfekt.

Ich werde natürlich niemandem etwas empfehlen, ich kann nur „ans Herz legen“, wenn man denn Böcke hat. Der Football Manager ist ein Zeitfresser, wenn man will. Er macht eine halbe Stunde Spaß, aber auch 10 Stunden am Stück, wenn man die Zeit hat.

Die Zeit verfliegt dabei, selbst FIFA auf der Konsole ist dafür bei mir ins Hintertreffen geraten. Weil ich den Spielfluss am Rechner schätze. Ich kann jederzeit das Fenster minimieren und andere Dinge am Rechner tun. Und ich belege keinen TV im Wohnzimmer. Das ist ideal zum Abschalten. Und es macht absoluten Spaß, egal wie alt man ist.

Wenn ihr die Version 2016 irgendwo findet – könnt ihr zum Einstieg auch locker nehmen. So riesig sind die Unterschiede nun nicht. Aber für die Version 2017 habe ich gerne 30 Euro ausgegeben. Gemessen in der Spielzeit, die ich spielen werde, ein Witz. Und neben der Reihe: Nicht ein Manager in den letzten Jahren lief bei mir stabiler als dieser.

In diesem Sinne, viel Spaß, wenn ihr auch zuschlagen solltet und ins Trainergeschäft einsteigt.

Football Manager 2017


 

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Über den Autor: caschy

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