Bundesnetzagentur sperrte 2016 986.000 Produkte für den Handel im Internet

17. Januar 2017 Kategorie: Hardware, Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

986.000 – so viele Produkte wurden von der Bundesnetzagentur 2016 für den Internethandel gesperrt. Eine nicht gerade niedrige Anzahl, die Sperrung resultiert meist daraus, dass die Produkte Funkstörungen verursachen können und deshalb nicht in EU ver- oder betrieben werden dürfen. Einen Großteil der Produkte machen FM-Transmitter aus, 744.000 von ihnen wurden gesperrt. Die Geräte, die Musik zum Beispiel vom Smartphone via FM-Frequenz auf das Autoradio bringen, weisen oft zu hohe Sendeleistungen auf oder nutzen falsche Frequenzen. Aber auch Funkkopfhörer sind betroffen, 201.000 wurden wegen der Nutzung sicherheitsrelevanter Funkfrequenzen gesperrt.

Mit 21.000 ebenfalls noch zahlreich vertreten sind Drohnen. Diese sperrte die Bundesnetzagentur wegen „erheblicher administrativer Mängel.“ Aber auch Handfunkgeräte, QI Wireless Ladegeräte, Funksteckdosen und Ultraschallgeräte sind in einem geringeren Umfang betroffen. Die Bundesnetzagentur setzt bei der Sperrung der Produkte auf die Zusammenarbeit mit dem Zoll.

Vom Zoll gab es 2016 über 10.000 Meldungen, die insgesamt rund 277.000 Produkte ausmachten. Aber es gab aus diesen Meldungen auch Produkte, die den Anforderungen genügten und eine Freigabe bekamen. Bei 88 Prozent war dies jedoch nicht der Fall, diese Produkte hatten in der EU nichts verloren.

Damit man als Kunde auf der sicheren Seite ist, empfiehlt die Bundesnetzagentur auf das CE-Zeichen zu achten. Diese Geräte entsprechen in der Regel den gesetzlichen Bestimmungen und können problemlos auch hierzulande betrieben werden.


Über den Autor: Sascha Ostermaier

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