Audible startet in den USA mit erweiterten Audioangeboten, möchte sie nicht Podcast nennen

8. Juli 2016 Kategorie: Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_audibleAudible gehört bekanntlich zu Amazon. Nutzer können über den Dienst an Hörbücher kommen, weitere Inhalte sind allerdings nicht verfügbar. Bis jetzt, denn in den USA startet Audible mit Channels, einem On-Demnad-Audio-Dienst, der auch exklusive Inhalte bieten wird. Umgangssprachlich könnte man das Angebot als Podcasts bezeichnen, Eric Nuzum, Senior Vice President of Original Content Development at Audible, nutzt diesen Begriff jedoch nicht gerne. Zu limitiert in der Definition, zu unschön das Wort selbst. Deshalb wurden die Zusatzinhalte auch einfach als „umlimited short-form audio“ angekündigt. Ist ja auch viel eingängiger als Podcast.

Die Inhalte bieten aber nicht nur Shows, von denen manche exklusiv via Audible verfügbar sein werden, sondern liest auch ausgewählte News vor. Um die Channels mit passendem Content für den Nutzer zu befüllen, wird Audible die Nutzer analysieren, wie es halt überall gemacht wird. Allerdings offenbar getrennt von Amazon. Pläne, auch das Verhalten der Nutzer bei Amazon für diese Zwecke zu analysieren, liegen zwar aktuell nicht vor, sind aber auch nicht ausgeschlossen.

Nun könnte man meinen, die neuen Inhalte würden dem Nutzer kostenlos zur Verfügung gestellt, dem ist aber nicht so. Inkludiert sind sie in den USA im normalen Audible-Abo (14,95 Dollar pro Monat), man kann die Channels aber auch als Stand-Alone-Angebot für 4,95 Dollar pro Monat buchen. Das ist für Inhalte, die es in ähnlicher Form auch bei anderen Anbietern gibt, schon nicht wenig. Audible möchte hier tatsächlich mit der Auswahl der Inhalte punkten, jedem Nutzer das passende Themenpaket schnüren.

In Deutschland wird es die neuen Inhalte wohl erst einmal nicht geben. Ich bin sehr gespannt, ob sich Audible im Kreis der Streamingdienste mit diesem Angebot einen Vorteil verschaffen kann, so richtig vorstellen kann ich es mir nicht.

(Quelle: Wall Street Journal)

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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