Apple Music: 10 Millionen Abonnenten in 6 Monaten, 2017 bereits Marktführer?

11. Januar 2016 Kategorie: Apple, iOS, Streaming, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_applemusicApple Music, von zahlreichen Medien sehr schnell als Flop abgestempelt, ist nach sechs Monaten nun durchaus eine feste Größe im Streaminggeschäft. Der späte Einstieg, attraktive Familienangebote und die Verfügbarkeit auch auf Android-Smartphones sorgen dafür, dass Apple in einem halben Jahr den Meilenstein von 10 Millionen zahlenden Abonnenten erreicht hat. Ein Meilenstein, für den der größte Konkurrent, Spotify, immerhin sechs Jahre benötigt hat. Ja, der Vergleich hinkt, denn Apple profitiert natürlich auch von Spotifys Vorarbeit, Musikstreaming bei der Masse bekannt zu machen, der Zeitpunkt war einfach günstig gewählt.

Dennoch ist Apples Ansatz ein anderer als der von Spotify. Spotify setzt auch weiterhin auf ein werbefinanziertes Angebot, hat also nicht nur zahlende Kunden (wobei dennoch alle Kunden für Einnahmen sorgen). Apple bietet lediglich Beats 1 kostenlos an, möchte man bestimmte Musik hören, hilft nur ein Abo. Spotify hat zum Start von Apple Music 20 Millionen zahlende Kunden angegeben (75 Millionen insgesamt), das dürften heute noch mehr sein. Das sind doppelt so viele wie bei Apple, aber Analysten gehen davon aus, dass Apple bereits 2017 Marktführer sein könnte.

apple music

Apple Music ist in das iOS-System integriert, nutzt man ein iPhone kann man direkt – ohne zusätzlichen Download – in die Musikwelt eintauchen. Und das sogar noch günstiger als über die Spotify-App, wenn man diese herunterlädt und das Spotify-Abo über iTunes abschließt. Außerdem bietet Apple Neunutzern erst einmal drei Gratismonate an. Stellt man sich nun vor, dass ein Nutzer erstmalig ein Smartphone hat, ein iPhone um genauer zu sein, ist die Wahrscheinlichkeit nicht allzu klein, dass er Apple Music ausprobieren und sich in den ersten drei kostenlosen Monaten auch daran gewöhnen wird. Einen Grund, dann noch die Konkurrenz auszuprobieren, gibt es dann nicht.

Man darf das nicht mit uns oder Euch vergleichen. Ihr sucht das Angebot, das am besten zu Euch passt. Ihr seid aber auch interessiert an den ganzen Techniken, sonst würdet Ihr hier nicht lesen. Der Aufstieg der Streamingdienste sorgt allerdings auch dafür, dass die bezahlten Downloads zurückgehen. Logisch, wer Millionen von Titeln zum Preis einer CD pro Monat zur Verfügung hat, wird nicht mehr so viel herunterladen. Hier gibt es zwar Ausnahmen, so wie es auch Streaming-Verweigerer gibt, aber die machen eben auch wieder nicht die Masse aus.

(Quelle: Financial Times)

 

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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