Apple iPad Mini 4: Teardown macht das Tablet nackig

18. September 2015 Kategorie: Apple, Hardware, Mobile, geschrieben von:

1Ausgezogen und ausgenommen: Die bei mir persönlich hoch angesehenen Kollegen von iFixit haben das neue Apple iPad Mini 4 einem ihrer berüchtigten Teardowns unterzogen. Leider erhält das Tablet nur eine Repairability-Punktzal von 2 / 10. Das bedeutet, Laien sollten darauf verzichten das Innenleben des Tablets zu mustern. Von eigenhändigen Reparaturen sollten wohl selbst erfahrene Bastler in diesem Fall aufgrund des hohen Beschädigungsrisikos die Finger lassen.

Dabei gibt es zunächst sogar einige positive Aspekte: Der Akku ist nicht fest auf das Board gelötet und das LC-Display sowie das Glas des Frontpanels sind fest verbunden, was das Öffnen des Tablets zumindest erleichtert. Allerdings erhöht das natürlich im Falle einer notwendigen Reparatur die Kosten, da das gesamte Konstrukt getauscht werden müsste. Außerdem vermeldet iFixit, dass der Lightning-Anschluss auf das Logic-Board gelötet wurde. Dessen Pins sollte man also besser nicht verbiegen. Apple zeigt sich zudem beim Einsatz von Klebstoff großzügig, was das Auseinanderklabüstern eine ganze Ecke schwerer macht.

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Das Apple iPad Mini 4 ist 6,1 mm dick und damit nochmals schmaler als das mit 7, 5 mm auch nicht unbedingt protzige iPad Mini 3. Es fällt auch auf, dass Apple viele einzelne Lautsprecher-Löcher zu wenigen zusammengelegt hat. Die Rückseiten-Mikrofone wurden zudem verlagert und rahmen nun die iSight-Kamera ein.

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Laut iFixit handelt es sich beim Apple iPad Mini 4 nicht nur was die technischen Daten betrifft, sondern auch vom Aufbau des Innenlebens her, um ein geschrumpftes iPad Air 2. Ansonsten fällt der Akku mit weniger Kapazität auf, der nun zudem nur noch eine statt zweier Zellen verwendet. In vielen Aspekten ist das iPad Mini 4 aber nach Aussagen von iFixit eine Art Hybrid aus den vorherigen iPad Mini / Air. Beispielsweise sitzen die Hälfte der Antennen auf der Oberseite – wie bei einem iPad Air. Die andere Hälfte sitzt jedoch an der Unterseite – wie bei vorherigen Mini-Versionen.

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iFixit bestätigt zudem, dass Apple sowohl LPDDR3-SDRAM als auch NAND-Flash des Herstellers SK Hynix verbaut. Jedoch ist man zum Wi-Fi-Modul Universal Scientific Industrial 339S00045 gewechselt. Des Weiteren ist von Texas Instruments der Chip  343S0583 enthalten (wie im iPad Air 2) sowie der Touchscreen-Controller Broadcom BCM5976C1KUB6G.

Große Überraschungen bleiben demnach aus: Auch vergangene Apple iPad erreichten bei iFixit nur niedrige Repairability-Punktzahlen: Etwa stehen sowohl das Apple iPad Air 2 als auch das iPad Mini 3 ebenfalls bei nur 2 Punkten. Wer selbst an den Tablets herumschrauben will, sollte also schon ein extrem erfahrener Bastler sein. Im Normalfall dürften aber ohnehin nur die wenigsten Nutzer den Plan hegen das iPad Mini 4 zu öffnen. Dem Gros der Käufer reichen vermutlich die Teardowns von iFixit als spannender Blick ins Innere bereits aus.


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