Xiaomi: US-Gericht stoppt Sanktionen

Xiaomi wurde Anfang 2021 von der Trump-Administration bezichtigt, zum chinesischen Militär zu gehören. Xiaomi reagierte flott und gab ein Statement heraus, dass dies nicht der Fall wäre. Durch das Setzen von Xiaomi auf eine Sperrliste würden US-Investoren die Möglichkeit verlieren, in das Unternehmen zu investieren, ferner müssten US-Investoren in einer gewissen Zeitspanne ihre Anteile veräußern.

Xiaomi reichte aus diesem Grunde eine Klage gegen das US-Verteidigungsministerium und das Finanzministerium ein. Nun hat das chinesische Unternehmen einen ersten Teilerfolg erwirken können. Die Beschränkungen werden mit sofortiger Wirkung, aber erst einmal temporär, aufgehoben.

Das Unternehmen weist erneut darauf hin, dass es ein börsennotiertes und unabhängig geführtes Unternehmen ist, das Unterhaltungselektronikprodukte ausschließlich für den zivilen Gebrauch anbietet. Xiaomi glaubt, dass die Entscheidungen, sie als zum Militär gehörig zu bezeichnen, willkürlich sind, und der Richter stimmt dem zu.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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10 Kommentare

  1. Man kann von China halten was man will. Aber wenn man sich ihnen gegenüber auf ein Podest stellt, dann sollte man sich auch an die eigenen Regeln halten. Und dann kann man eben nicht einfach willkürlich Sanktionen erlassen. Recht ist eben nur Recht, wenn es für alle gilt. Selbst für den unliebsamen Nachbarn.

    • Aber kannst du dir vorstellen, dass in China ein Gericht es wagen würde, eine Entscheidung des Regimes zurückzunehmen?
      Man kann von den USA halten was man will, aber ihre Gewaltenteilung funktioniert.

      • Natürlich kann ich mir nicht vorstellen, dass in China ein regimekritisches Urteil gefällt wird. Ebenso undemokratisch vorzugehen, ist jedoch keine Lösung. Deshalb freut es mich auch, dass die Gewaltenteilung noch funktioniert.

      • Eben. China (und seine Jünger) ist um unchristliche Uhrzeiten auf der Matte wenn es darum geht dass andere Nationen „unrecht“ tun, aber wenn es darum geht dass chinesische Unternehmen auch noch im Jahre Anno Domini Nostri 2021 wie wild IPs klauen & kopieren, ausländische Firmen über erzwungene Joint Venture ausquetschen und generell einen Fick auf den Rest der Welt geben, dann ist es auf einmal ganz ruhig.

        Denkt hier wirklich jemand, dass ein amerikanisches Unternehmen auch nur 0,0000000000001% der Chancen vor einem chinesischen Gericht hätte, wie Xiaomi in den US-amerikanischen Gericht?

    • verstrahlter says:

      Das mit dem „eigenen Regeln entsprechen“ hat schon damals nicht geklappt, als scheinbar niemanden Nationalität und Aussehen dieser Chaplin-ähnlichen Person in Relation zu deren Aussagen verwunderte.

      Heutzutage (glücklicherweise ohne vergleichbare Folgen) leider allgemein üblich, in völliger Ignoranz und Unwissenheit Regeln rein für andere aufzustellen, denen man selbst niemals gerecht werden kann.

  2. Das wird eine spannnde Kiste bleiben.
    Nachdem man Huawei ausgehebelt hatte und die Verkaufszahlen dadurch in Europa in den Keller gehen, besteht nun die Gefahr, die Expansion von Xiaomi zu stoppen.
    Hoffe noch immer, dass der Bann gegen Huawei keinen Bestand mehr hat, denn die Smartphones haben einfach tolle Kameras!

  3. Super! Eine tolle Marke, es wäre schade darum.

  4. Wolfgang D. says:

    Im umgekehrten Fall (Anklage in China) hätte der Chef des Unternehmens sicher seine Verfehlungen gestanden und wäre ab ins Umerziehungslager gegangen. Aber dieselben Jubelperser würden Beifall klatschen.

    Klar hatte der Richter mit seiner Entscheidung recht, bin gespannt wie Herr Biden den China-Komplex einbremsen wird.

    • Das bin ich ebenso.

      Eigentlich wäre es relativ einfach: die bestehenden Gesetze und Regelungen für wirtschaftlichen Austausch konsequent auf chinesische Waren anwenden. Inklusive Lieferkettengesetz. Aber „die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los“ (der Zauberlehrling). Verblendet von Gier haben zu viele westliche Akteure in den letzten Jahrzehnten zu viele Zugeständnisse gemacht. Und mit den Folgen müssen wir nun alle leben, denn im pluralisierten Westen wird man einmal getroffene Entscheidungen nur schwer revidieren können.

      • Wolfgang D. says:

        @Tandeki „im pluralisierten Westen wird man einmal getroffene Entscheidungen nur schwer revidieren können“
        Könnte man bei der nervigen Umstellung von Normal- auf Sommerzeit glatt meinen.

        Aber das liegt dann eher an den Lobbyisten und ihrer Regierungsarbeit zur Verhinderung wirksamer Gesetze. So wird weiter wie seit Jahr und Tag das westliche Know-How in Asien, gegen Aktiengewinne für wenige, verhökert.

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