Volvo: Alle kommenden Automodelle können OTA-Updates beziehen

Der Autohersteller Volvo gibt einen Meilenstein bekannt: Alle kommenden Automodelle von Volvo können OTA-Software-Updates beziehen. Zusätzlich gilt das auch für das aktuelle Portfolio, also die diesjährigen Modelle. Man erreiche mit seinen aktuellen Upgrades etwa 190.000 Kunden verteilt über 34 Märkte. Laut Volvo könne man durch die Updates seine Fahrzeuge auch nach dem Verkauf kontinuierlich verbessern.

Die OTA-Fähigkeiten erreichen auch die neuen Fahrzeuge der Reihen XC90, S60 und V60. Daher kann nun das komplette Portfolio an Volvo-Automodellen nachträglich aktualisiert werden. Beispielsweise erhalten Besitzer entsprechender Modelle noch diese Woche für ihr Infotainment-System ein Upgrade des Android Automotive OS auf Android 11. Dadurch werden auch neue App-Kategorien bei Google Play freigeschaltet, welche Navigation, Aufladen und Parken betreffen. Im Jahresverlauf sollen auch Apps für Videostreaming freigeschaltet werden.

Ebenfalls beinhaltet das jüngste Update eine verbesserte Energieverwaltung und Anpassungen für die Vernetzungen mit der mobilen Volvo-App. Die Verbesserung der Energieverwaltung soll es etwa erlauben, die adäquaten Akkutemperaturen an kalten wie an warmen Tagen zu halten und so die Reichweite erhöhen. Beim Aufladen wurde das Vor-Erhitzen des Akkus verbessert, wodurch die Ladezeiten sinken sollen. In der Volvo-App wiederum wird die Angabe zur Akkulaufzeit des Fahrzeugs häufiger aktualisiert, bei laufender Aufladung.

Volvo verteilt damit laut eigenen Aussagen das bisher achte, komplette OTA-Update. Man entwickele die Aktualisierungen selbst inhouse. Kommende Fahrzeuge werden im Übrigen alle ab Werk mit den Google-Apps und -Dienste ausgestattet sein. Dazu werden auch der Google Assistant und Google Maps zählen. Volvo hat sein Infotainment-System ohnehin gemeinsam mit Google entwickelt. Zuletzt weist Volvo noch darauf hin, dass die Verteilung der OTA-Updates je nach Markt etwas abweichen kann.

Tja, Fahrzeuge werden also im Hinblick auf Software-Updates Smartphones ein Stück weit ähnlicher, zumal auch hier Google und Android im Spiel sind. Wie man das nun im Detail bewertet, bleibt jedem selbst überlassen.

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23 Kommentare

  1. Cloudworks says:

    Volvo gehört einem Unternehmen aus China. Und ich frage mich, ob man guten Gewissens ein Auto kauft, daß von einem Konzern gebaut wurde, der seine Wurzeln in einem kommunistischen Regime hat. Plus die Tatsache, daß die Fahrzeugdaten womöglich exakt dorthin wandern – nach China. Am Ende genügt ein elektronischer Befehl aus Peking, und die Kiste steht still.

    • Was kommt heute nicht aus China? Und, auch deutsche PKW Fabrikate werden dort gebaut. Und nun?
      Alles aus dem Fenster schmeißen? Notebook, Smartphone…so ziemlich alles an Elektronik.

      • Cloudworks says:

        Mein Smartphone (unerheblich) ist nicht so wichtig wie mein Auto. Es kommt – leider – Vieles aus China. So ist das eben. Aber meinen fahrbaren Untersatz würde ich nicht aus Peking fernsteuern lassen.

        • Naja, ich will die Möglichkeiten (technisch gesehen) gar nicht bestreiten. Und auch die Entwicklung finde ich gar nicht gut. Aber mein Smartphone verrät mehr über mich als mein Auto. Im Gegensatz zum Smartphone ist das Auto aber auch ohne Netzanbindung immer noch benutzbar. Wenn man sich der Entwicklung ganz entziehen möchte, dann muss man bei Autos mit Zündschlüssel bleiben, wie du unten so schön ausgeführt hast.

        • Tja, da können wir der EU ein herzliches „Dankeschön!“ sagen, die über die eCall-Pflicht die Voraussetzung dafür geschaffen hat.
          Zwar stellt eCall theoretisch nur eine Mobilfunkverbindung her, aber was das somit zwingend verbaute Mobilfunkmodul in der übrigen Zeit macht weiss man nicht. Jedenfalls kann man legal nicht mehr darauf verzichten.

        • Was meinst Du wo die Chips für auch deutsche Autos herkommen?

      • Welche deutsche PKW werden denn in China gebaut und hier verkauft bzw. hier gefahren?

        • In China gebaut und für den deutschen Markt? Ich glaube aktuell noch nicht.
          Bei Volvo aber auch nicht bisher. Die Autos kommen für Deutschland je nach Modell aus Schweden, Belgien und den USA. Wir leben nun mal in einer globalisierten Welt.

        • Harald Schneider says:

          #smart1

    • Volvo gehört zum chinesischen Geely-Konzern. Du kannst gerne mal nach dem Eigentümer googlen und wirst dabei vielleicht auch finden, dass es eine 10%-tige Beteiligung an Mercedes gibt.
      VW ist in der Kritik, weil Uiguren in chinesischen Lagern Bauteile des Konzerns zusammen bauen.
      Mittlerweile sind alle Industrien so vernetzt, dass du nicht sagen kannst, dass alle Teile in Demokratien mit glücklichen Menschen gebaut werden.

      Zu Trump-Zeiten gab es diese Diskussion schon einmal in den USA. Bei Analysen wurde festgestellt, dass das amerikanischste Auto ein Toyota Camry war. Immerhin 73% der Bauteile kamen aus den USA

  2. Das kann nicht gut gehen….

    • Wieso nicht? Ich fahre einen Polestar, ein Unternehmen von Volvo. Die OTA funktionieren einwandfrei. Versteh absolut nicht mehr, warum man für Software Updates in die Werkstatt muss oder es Autos gibt, bei denen Updates überhaupt nicht möglich sind.

      • Cloudworks says:

        Wozu ein Update? Das Ding soll fahren und sonst nichts. Zündschlüssel drehen… FAHREN. Mehr soll es nicht können. Ein seit über 100 Jahren wunderbar funktionierenden Prozess.

        • Christian says:

          Du willst also keine größere Reichweite, obwohl du es dank verbessertem Batteriemanagement oder Rekuperieren haben könntest? Keine Sicherheitsupdates für das Infotainment, was mit Spotify und Co verbunden ist? Falls ja: ok, dein Bier. Aber was machst du dann auf dieser Seite??

          • Ja, Updates sind cool, aber der momentane Ansatz „Das reparieren wir später“ ist auch nicht wirklich gut.
            Lieber warte ich und habe dann ein ausgereiftes, funktionierendes Produkt anstatt das ich erst Monate später ein Update für mein Auto, mein Videospiel, meine Zahnbürste herunterladen muss, damit es anständig funktioniert.

        • Hat man beim Telefon auch gesagt 😉
          Und bei 10000000 weiteren Dingen.

          • KermitTheFrog says:

            Natürlich ist das die Zukunft aber Volvo sollte mindestens das Level bieten können, dass vor den OTA Modellen gegeben war. Hier ist Tesla meilenweit in Führung.

        • Warum läufst du dann nicht einfach nur – hat tausende Jahre vorher auch immer funktioniert.

  3. Software- und Kartenupdates werden bei Mercedes schon seit längerem automatisch per OTA gemacht.
    Ich brauche mich um nichts kümmern, muss auch keine Werkstatt aufsuchen.

  4. KermitTheFrog says:

    Ich bin Besitzer eines XC60 der bereits OTA Updates erhält und es ist maßlos enttäuschend. Das Auto wird zur Banane, die zu Hause reifen darf. Es werden sogar wichtige Funktionen wie Steuerung des PilotAssist über Lenkradtasten mit einem OTA abgeschaltet. Versprochene Integration von AppleCarplay oder Android Auto- Fehlanzeige! Die App kann nicht mal die Position des Autos oder Kilometerstand anzeigen. Wenn das die Zukunft ist?

    • Ich fahre einen vollelektrischen XC40. Für das Modell wird es kein Android Auto geben, weil es ja schon mit Android Automotive OS kommt. Apple Carplay wurde für das Modell schon so oft versprochen, dass ich es mittlerweile für einen Running Gag halte
      Die letzten vier OTA-Updates (1.8; 1.9; 1.10; 2.0) wurden, letzten Mittwoch, an einem Tag Over The Wire in der Werkstatt gemacht.

  5. Liest sich wie Anfang der 00 Jahre…… Mein Model Y hat neulich über OTA einen Totwinkel Assistenten nachgerüstet und die Ladekurve, über die ich am Anfang massiv enttäuscht war, erheblich verbessert SCNR.

  6. xc 90 hybrid, unverständlich wie man e anschluß auf linke seite machen kann!

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