USB4 Version 2.0: Neue USB-Version vorgestellt

Der Standard USB wird nicht übersichtlicher – im Gegenteil. Ab heute gibt’s eine neue Version, sie hört auf den Namen USB4 Version 2.0 und erweitert bestehende USB4-Standards. Laut der USB Promoter Group eine wichtige Aktualisierung, die eine Datenleistung von bis zu 80 Gbit/s über das USB Type-C-Kabel und den Stecker ermöglicht. Die Spezifikationen für USB Type-C und USB Power Delivery (USB PD) werden ebenfalls aktualisiert, um dieses höhere Niveau der Datenleistung zu ermöglichen.

Zu den wichtigsten Merkmalen der aktualisierten USB4-Lösung gehören:

Betrieb mit bis zu 80 Gbit/s, basierend auf einer neuen Architektur, unter Verwendung bestehender passiver USB Typ-C-Kabel mit 40 Gbit/s und neu definierter aktiver USB Typ-C-Kabel mit 80 Gbit/s.

Aktualisierungen der Daten- und Anzeigeprotokolle zur besseren Nutzung der höheren verfügbaren Bandbreite.

Aktualisierungen der USB-Datenarchitektur ermöglichen nun USB 3.2-Datentunneling mit mehr als 20 Gbit/s.

Aktualisiert, um mit den neuesten Versionen der DisplayPort- und PCIe-Spezifikationen übereinzustimmen.

Abwärtskompatibilität mit USB4 Version 1.0, USB 3.2, USB 2.0 und Thunderbolt 3.

Diese Aktualisierung richtet sich derzeit speziell an Entwickler. Die Branding- und Marketing-Richtlinien werden in Zukunft aktualisiert, um USB 80 Gbps sowohl bei der Kennzeichnung zertifizierter Produkte als auch zertifizierter Kabel zu berücksichtigen, so die USB Promoter Group.

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27 Kommentare

  1. Oh man, USB 4.1 wäre doch schlüssiger

  2. Der Name mit dem 2.0 ist aber unglücklich gewählt. Noch mehr Chaos. Einfach USB 5 wäre doch gut gewesen.

  3. Ich frage mich immer wieso dermaßen verwirrende und verbraucherunfreundliche Standards entwickelt werden. War/ist bei HDMI ja ähnlich gelaufen. Aber eigentlich kennt man die Antwort ja: die Standards werden von der Industrie gestaltet und die will nur eines: verkaufen und nochmal verkaufen. Wenn der Endanwender 5 verschiedene Kabel kaufen muss und Geräte nicht das halten was das Label einem suggeriert, umso besser… klar, paar werden zurückgehen, aber ich schätze die Masse wird einfach (mit der Einschränkung) genutzt und der Ärger runtergeschluckt, manche bemerken den Unterschied vielleicht gar nicht (die Glücklichen)… Kundenverarsche ist das, mehr nicht.

  4. Ich verstehe echt nicht wie man es schafft bei jeder Version zusätzlich zu den komplett kryptischen Namen sogar die Namensgestaltung zu ändern. Für den User sind genau zwei Werte interessant, die USB Version und die Geschwindigkeit. Wenn man für den Namen einfach „USB Version.Geschwindigkeit“ nehmen würde wäre es auf den ersten Blick klar was das Gerät kann.
    Als Beispiel „USB 3.2 Gen 2×2“ (ja, das ist ein echter Name) wäre kann einfach „USB 3.20“

    • > „USB Version.Geschwindigkeit“

      Vergiss nicht die Leistung in Watt für Kabel.

      Einfacher wäre, wenn es verbindliche Mindestvoraussetzungen gäbe, was eine USB-Version leisten muss, z.B. USB 5 muss 80 Gbit/s, DisplayPort 1.4b, 100 Watt übertragen können, sonst darf es nicht USB 5 heißen.

      Und meinentwegen jedes Jahr eine neue Versionsnummer machen, wenn es Progress gibt, aber halt verbindlich für die Hersteller.

      • DragonHunter says:

        eigentlich soll es mir ja egal sein, welches Schema die bauen…
        Aber nicht mit jeder FUCKING Major Version des Standards das Benennungsschema immer bescheuerter umbauen, bis gar keiner mehr rafft, was die wollen.

      • Einen Standard mit besagten Mindestvoraussetzungen – anstatt alle Features nur optional zu machen – gibt es bereits, heißt dann aber Thunderbolt.

        • Thunderbolt 3.0 wurde bereits in USB4.0 abwärtskompatibel integriert und abgelöst.

          • Richard Rosner says:

            Richtig. Intel vergibt aber dennoch Zertifizierungen für Thunderbolt 3 und 4. Und das ist letztenendes auch nur USB mit höheren Mindestanforderungen

            • Das ist ja der nächste Wahnsinn. Es wird ja auch noch USB1.1, 2.0 usw. zertifiziert. Mit jedem neuen Standard sollte der alte nicht mehr zertifiziert werden. Wäre umsetzbar. Zumindest 1.1 und 2.0 sollte gebannt werden.

              • Richard Rosner says:

                Mag generell stimmen, aber gerade bei Thunderbolt ist es wichtig, die Zertifizierung weiterhin zu vergeben. wie gesagt, es setzt die Schwelle zum erfüllen deutlich höher als USB. Daher ist es wesentlich aussagekräftiger, was den tatsächlich unterstützten Funktionsumfang angeht. Intel bekämpft also das Chaos des USB IF run wenig.

    • Das wäre genauso verwirrend… bei USB gehört weit mehr dazu als nur die Nummer und Geschwindigkeit und für bei weitem nicht jeden ist ausschließlich das interessant. Für viele ist der Support externer Displays (bzw. dessen Auflösung, Bild- und Bitrate) oder die Ladegeschwindigkeit weit interessanter.
      Die sollen einfach verdammt noch mal normale Standards bringen.
      USB 1.0
      USB 2.0
      USB3.0
      USB 3.1
      USB 3.2
      USB 4.0
      USB 4.1
      Und eben den jeweils dazugehörigen Specs. Stattdessen gibt es unendlich lange Namen, die gar nichts aussagen.

  5. USB „Standard“ : kaputt
    HDMI „Standard“ : kaputt

    Weiter so!

  6. Wartet noch. Sie werden es bestimmt nochmals rückwirkend umbenennen.

  7. Die haben nicht wirklich einen neuen Standard rausgehauen, der quasi „USB 4.0 2.0“ heißt. Das ist einfach nicht deren verdammter Ernst.

  8. Mal in die Runde gefragt, wer braucht denn zukünftig noch HDMI 2.1, wenn wir USB-C 4 mit 80 GBIt/s haben werden?
    Oder steckt im HDMI noch iwas besonderes, was das USB-C-Kabel nicht abdecken kann? Würde mich wirklich sehr interessieren. Danke vorab.

    • Richard Rosner says:

      ist die Frage, ob die myriade an Funktionen von HDMI unterstützt werden. HDMI als alt mode ist zwar an sich vorhanden, wird meines Wissens nach nicht wirklich genutzt, da kommt eher der DP alt mode zum Zuge. Aber klar, theoretisch könnte man sicherlich auch HDMI komplett über USB abwickeln. Aber dann kann man sicher sein, dass gar nichts mehr funktioniert.

      Denn während HDMI Geräte zwar absprechen können, wer was kann, ist für die Übermittlung dieser Info schlicht nicht genug Platz vorgesehen, um mit HDMI 2.1 noch sinnvoll zu kommunizieren, was ein Gerät kann und was nicht. Deswegen machen viele Geräte – gerade die ersten mit HDMI 2.1 – viele Probleme, weil die Kommunikation an der Stelle hakt. Es wäre also sinnvoller, HDMI nur grundlegend zu implementieren und daneben ein vollständig neues Protokoll zu etablieren, das auch tatsächlich funktioniert und zukunftstauglich ist. Und das nicht so völlig chaotisch ist wie HDMI, weil alles kann, nichts muss und HDMI 2.0 einfach in HDMI 2.1 umbenannt werden darf.

  9. Oder warum nicht wenigstens USB 4.80 für 80 Gbit/s, USB 4.40 für 40 Gbit/s, usw.?

  10. Richard Rosner says:

    Man kann ja echt nur hoffen, dass Intel weiterhin neue Thunderbolt Spezifikationen veröffentlicht, die einfach passend zur aktuellen USB Version das meiste der USB Spezifikation verpflichtend macht. Das Chaos, das das USB IF veranstaltet ist wirklich armselig. man müsste im Grunde alle unterstützten Teile der Spezifikation auf die Kabel drucken wie bei Ethernet Kabeln. Oder QR Codes auf die Stecker/neben die Buchsen packen, über welche man dann genau nachlesen kann, was jetzt tatsächlich möglich ist und was nicht. Denn einzig USB Hubs müssen meine ich die vollständige Spezifikation erfüllen. So viel Nutzerfeindlichkeit schafft selbst Microsoft nicht. Und das will was heißen.

  11. DragonHunter says:

    Mit jeder Major Version gibt´s ein neues Benennungsschema für die Minor Versionen…
    Das sollte sich mal ein Software-Entwickler erlauben…
    Alter sind die wirklich so dumm und unfähig?

  12. Kein Problem ist doch immer noch das USB-C Kabel , und auf Brutto Traumzahlen geb ich eh nix.

  13. Folgender Vorschlag: Die USB-Spezifikaion könnte doch um doppelt und dreifach breite Stecker und Buchsen erweitert werden, dann hätte man bei oben genannten Geschwindigkeiten zusätzlich 160 und 240 GBit/s. Auch könnte die mögliche Energieversorgung über Power Delivery entsprechend skaliert werden. Bleibt die Namensfindung. Auf jeden Fall sollte das „S“ in USB um ein „P“ erweitert werden um der seriellen und parallelen Datenübertragung gerecht zu werden. Das „U“ in USB steht für „universal“, was hier natürlich um ein „S“ für Spezialanwendungen ergänzt werden müsste. Zur Einordnung des Namensschemas schlage ich die Einbeziehung des Datums vor, an welchem der Standard (oder Standart wer es mag) definiert wurde. Die Steckerbreite könnte mit *1, *2 und *3 einfließen. Wenn eine bestimmte Funktion nicht implementiert ist, könnte darauf am Ende des Namens explizit hingewiesen werden. So ergäbe sich z.B:

    UsSpB-4.5V2.35(2.9.22)*2_ohne:DP-Alt-Mode

    Falls hier einer vom USB-IF mitliest: GO!

  14. Man will ja wohl angeblich sogar einen neuen Stecker herausbringen und arbeitet am neuen Design. Dieser soll wie der alte USB A Stecker aber nur einseitig passen.

    Wird Interssant, wenn die EU wieder auf das falsche Ladestecker Format gesetzt hat. Das wäre Dan wieder Ironie der Geschichte.

    • Wie jeder schnell feststellt, hat der USB-A-Stecker drei mögliche Ausrichtungen:

      1. Versuch, geht nicht, wird also um 180° gedreht,
      2. Versuch, geht auch nicht, muss noch einmal um 180° gedreht werden
      3. Versuch, jetzt passt es!

      🙂

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