Umfrage des Monats November: Bist du mit deinem Energielieferanten zufrieden?

Bildschirmfoto 2015-11-01 um 15.32.36Der am Ende wirklich sprichwörtliche goldene Oktober ist rum und somit auch unsere Oktoberumfrage, in der wir wissen wollten, welche Sicherheitslösungen ihr – wenn überhaupt – einsetzt. 35% von Euch nutzen die internen Sicherheitsfunktionen des Systems, 29% immerhin eine externe kostenpflichtige Lösung der unzähligen Anbieter. Immerhin noch 21% setzen dann auf die (ebenfalls zahlreichen) kostenlosen Derivate, während 14% der insgesamt 3166 abgegebenen Stimmen schlichtweg der Meinung sind, gar keine Sicherheitslösung reicht auch aus. Also: In diesem Sinne danke für Eure Meinungen!

Der November fängt zwar nun nicht minder goldig an, wenn wir mal nach draussen schauen, bringt uns aber unser wieder gänzlich vom Vormonat entfernten Umfrage des Monats ein Stück weiter: Die dunkle Jahreszeit ist schon da und ergo wird mehr geheizt und mehr Strom in Licht umgewandelt – so eigentlich der Normalfall. Seit Jahren ist nicht nur die Energiegewinnung ein grosses Thema, sondern auch der Fakt, dass beispielsweise Strom immer günstiger eingekauft wird – zumindest von Unternehmen. Über sinkende Strompreise am Strommarkt freuen sich überwiegend die Stromeinkäufer aus der Wirtschaft, die günstigen Strom für aktuell etwa 3 ct/kWh (2008 waren es noch bis zu ca. 9 ct/kWh) einkaufen, während das Gesamtprodukt durch Umlagen etc. für den Endverbraucher paradoxerweise immer teurer wird.

Hier ist also persönliches Handeln gefragt, denn nicht immer sind die lokalen Anbieter in Eurer Stadt oder die Platzhirsche in Sachen Werbung die beste Alternative – gemerkt habe ich das am eigenen Leibe. Zwar sind wir inzwischen eine fünfköpfige Familie und auch wenn es mittlerweile ein Hobby von mir ist, per Homematic-Funktaster die Verbraucher bei den Kindern, die natürlich im jeweiligen Moment nicht im taghell beleuchteten Raum herumturnen, auszuschalten, ist ein sonderbarer Trend erkennbar: Seit zweieinhalb Jahren verbrauchen wir trotz gleicher Anzahl Familienmitgliedern etwa gleich viel Strom und Gas, mussten aber im vorletzten Jahr moderat und im letzten Jahr schon etwas heftiger nachzahlen – beim gleichen Anbieter, der eben nicht der lokale Energielieferant war.

Verbrauch von Caschy

Verbrauch von Caschy

Es kommt also, wie es kommen muss und was ich mittlerweile auch jährlich bei meinen Versicherungen mache: Ich nehme mir mal ein paar Minuten Zeit, schaue mir einmal den Strom- und Gasverbrauch der letzten beiden Jahre an, runde ein wenig auf und begebe mich dann entweder auf ein Vergleichsportal oder spiele einfach mal die bekannten drei Parteien (lokaler Anbieter, bisheriger Anbieter und die dritte Option) über die gebotenen Kalkulationsmöglichkeiten auf dem jeweiligen Internetauftritt gegeneinander aus. Das Ergebnis war verblüffend: Der lokale Anbieter war nach wie vor der teuerste und mein bisheriger Anbieter (auch einer der bekannteren Alternativen zu den jeweiligen Stadtwerken) wurde vom (durch Fernseh- und Printwerbung nicht minder bekannten) dritten Anbieter in Sachen Strom um 100 EUR, in Sachen Gas mal eben um 150 EUR Differenz geschlagen – und das bei einem Verbrauch, den ich vorsichtshalber immer entsprechend auf die nächsten tausend Einheiten aufrunde.

Das Fazit: Ab Dezember hat mein Strom eine andere Farbe und auch wenn ich weiß, dass der Preis nicht zwingend alles ist, bin ich schon der Meinung: Vergleichen lohnt sich auch hier. Natürlich bringt der ein oder andere Mitbewerber aktuell Tablet-Aktionen mit, bei denen man sich beim Wechsel noch ein meistens nicht mehr ganz so aktuelles Android- oder iOS-Tablet abgreifen kann – hier muss man aber natürlich den Preis umrechnen auf den anderen Tarif, der dann meistens mit dem Endgerät gekoppelt ist, das Geld holt sich der Energielieferant halt irgendwie wieder. Erschreckend finde ich es, an der Stelle aber nicht zu vergleichen: War mein bisheriger Lieferant seit drei Jahren gesetzt, ist nun Anbieter Nummer drei trotz eines monatlichen Grundpreises aufs Jahr gesehen 250 EUR günstiger. Pro Monat also etwas über 20 EUR, die man sicherlich wieder anders ausgibt, aber haben oder nicht haben ist halt auch so ein Ding.

Von daher kann ich nur empfehlen – egal, ob Ihr zur Miete wohnt oder bereits ein Eigenheim besitzt: Rechnet das mal um und wer nicht nur blank vergleichen möchte, sondern vielleicht auch noch sauberen Strom haben möchte, wird auf den bekannten Vergleichsportalen sicherlich schnell fündig. Aufgrund dieser eigenen Erfahrung möchten wir in unserer Novemberumfrage einmal wissen, ob Ihr mit Eurem bisherigen Energielieferanten zufrieden seid oder schon einen Wechsel in die Wege geleitet habt bzw. das anstrebt.

Bist du mit deinem Energielieferanten zufrieden?

  • Ja, ich sehe keine Notwendigkeit, etwas zu ändern (41%, 897 Votes)
  • Das Thema interessiert mich aktuell nicht (23%, 499 Votes)
  • Nein, ich bin schon zu einem Mitbewerber gewechselt (18%, 402 Votes)
  • Nein, ich vergleiche aktuell noch, bin aber wechselwillig (18%, 393 Votes)

Total Voters: 2.191

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Digital Native, der trotzdem gerne das Mittelalter erlebt hätte und chronischer Device-Switcher. Multimediafreak. England-Fan. Freier Autor & Tech Blogger. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hoffnungsvoller Idealist. Gladbacher Borusse und hauptberuflicher IT-Consultant.

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46 Kommentare

  1. Glückwunsch dass Du was günstigeres gefunden hast. Bei mir ist es seit Jahren unverändert. Vergleichen, die „zweifelhaften“ Angebote (z.B.: Vorkasse für 12 Monate) herausfiltern und dann ernüchtert feststellen: ich bin ja schon beim günstigsten Anbieter.

  2. Ismirworscht says:

    Habe vor Jahren zu einem Naturstrom-Anbieter gewechselt und er war nur unwesentlich teurer als die anderen Anbieter, aber wesentlich billiger als die Stadtwerke. Werde da auch bleiben, da die anderen schon immer getrickst haben wenn man da nen Ökotarif nimmt.

  3. Bis jetzt 3mal gewechselt mit Strom + Gas und bin ca 15% billiger als beim Standard Versorger, ohne das auf so windige Tricks mit Bonie und Vorkasse. 500€ gespart im Jahr für den Aufwand von 1h im Netz umschauen und einen Brief ausfüllen, das mache ich doch gern !

  4. Ich unterstütze die Stadtwerke in meiner Region bei ihrem Kampf um´s Überleben, obwohl andere günstiger sind.

  5. Günstig sind die „Billiganbieter“ aber auch nur im ersten Jahr als Neukunde, ab dem 2. Jahr sieht die Rechnung dann ganz anders aus. Da ich aber keine Lust habe jedes Jahr zu wechseln, um die höchstmögliche Ersparnis zu erhalten, bleibe ich bei meinem örtlichen Anbieter, den Stadtwerken, mit einem 5%igen Treuebonus auf die Jahresrechnung.

  6. Wer keinen Bock auf den jährlichen Preisvergleich hat schaut sich ggf. mal switchup.de an… Ich kann’s nur empfehlen.

  7. Daniel Gleich says:

    Naja, wir haben hier bei uns eine 14kWp PV Anlage, wenn die Sonne gut scheint versorgen wir uns durch den 8kWh Akku im Keller auch nachts selbst, über Tag speisen wir noch ins Netz ein, der Strom der im Herbst/Winter bezogen wird könnte dennoch günstiger sein 🙂

  8. Also ich habe nur Einjahresverträge mit einmonatiger Kündigungsfrist. So kann ich jedes Jahr die Neukundenprämien abstauben. Zwar ist der Unterschied nicht so groß, da man nicht groß in Vorleistung geht oder sich länger bindet, aber ich finde meine Praktik nicht schlecht.

  9. Bei Strom bin ich rational und nicht emotional. Eine Ersparnis von 10€ sind 10€ die ich für etwas anderes ausgeben kann. Der Strom, der aus der Steckdose kommt ist eh der Gleiche. Einzig das Bio gönne ich mir.

  10. @Caschy: ich dachte, dein Blogserver steht nicht bei dir zu Hause 😉
    Über 6.000kWh/a ist ganz schön viel. Ich komme auf ca. 2.100 kWh/a im Einfamilienhaus (2 Personen) mit Hausautomation, Windows Server (24/7), Gartenbewässerung mit Pumpe und Heizung enthalten.

  11. @Micha: Wir sind ein 2-Personenhaushalt mit Haus, haben Energiespatmöglichkeiten alle ausgeschöpft die Sinn machen und brauchen auch zwischen 5500 und 6000 KW im Jahr. Kann es sein dass Ihr nur Hobbys habt die keinen Strom verbrauchen?

  12. Ich würde auch vergleichen wenn ich kein Stromdeputat hätte. Als jemand der Technik liebt gar nicht so verkehrt 🙂

  13. @Micha: Gartenpumpe hab ich auch, diverse Sonos-Boxen, zwei NAS, 2 Router, Repeater, Home Automation, diverse Streamer und Konsolen und und und. Das läppert sich leider. Und natürlich Home Office.

  14. Ich bin sehr zufrieden und sah bisher keinen Grund zur Veränderung, zumal sich hier der örtliche Stromanbieter auch sehr für den Ausbau von Glasfaser bis ins Haus einsetzt was ich als äußerst „unterstützenswert“ betrachte.

    Gerade in den letzten 2 Jahren kann man unglaublich viel sparen wenn man mal ein wenig auf verwendete Technik achtet. LED Leuchtmittel sind seit gut 1-2 Jahren endlich sehr gut und haben eine angenehme Farbtemperatur erreicht so dass man allein mit einer Umstellung darauf den Stromverbrauch massiv senken kann – gerade jetzt vor dem Winter. Gleiches Spiel bei den Kühlschränken die heute (A+++) im Vergleich zu früher deutlich weniger Strom verbrauchen. In sofern sind in unserem Haushalt die Abschläge eher deutlich gesunken, trotz steigender Preise. Anfangs ist es natürlich erst einmal eine Investition, aber insbesondere bei LED Leuchtmitteln hat man die nach sehr kurzer Zeit wieder eingespart. Zumindest Familien bei denen häufig einer Anwesend ist.

    @Micha
    Also 2100kWh ist schon sehr gut, aber vermutlich auch für viele Haushalt fast unrealistisch. Ist denn bei euch häufig jemand anwesend? Wird viel zu Hause gekocht oder eher außerhalb gegessen? Solche Dinge können schon einen massiven Unterschied machen (und dann wieder an anderer Stelle teurer sein).

  15. phantomaniac says:

    Ich muss sagen, ich fahre mit unseren Stadtwerken mitunter und in Summe am günstigsten (Hintergrund ist ein Sondertarif für unsere Wärmepumpe).

    @Micha: wie schafft Ihr diesen Verbrauchswert, wenn die Heizung (Wärmepumpe?) enthalten sein soll ?
    Seid Ihr beide im Aussendienst und jeweils unter der Woche nicht zu Hause ? Denn alleine Kühlschrank und Gefrierschrank brauchen bei A+++ miteinander schon rund 250-350 kWh/a (eher mehr, falls es nicht die allerneusten Modelle sind). Waschmaschine kann man auch nochmal rund 100-150 kWh/a dazunehmen.

    Oder meintest Du 2.100 Euro Stromkosten im Jahr. 🙂

  16. Ich hatte vor ein paar Jahren von meinem ortsansässigem Stadtwerk zu ‚FlexStrom‘ gewechselt. Den Jahresbonus wollte man mir nicht zahlen, die Preise erhöhten sich ab / im zweiten Jahr. Bin schon vor der Pleite von FlexStrom zu einem Stadtwerk (anderes Bundesland, andere Stadt) gewechselt. Irgendwann vor 1-2 Jahren kam mal ein Schreiben von einem Insolvenzverwalter. Tatsächlich habe ich bei FlexStrom monatlich zu viel gezahlt. Bisher habe ich keine Rückzahlung erhalten und die Frage ist ob es jemals geschieht bzw. wie viel es sein wird. Der I-Verwalter sagte mir seinerzeit am Telefon, dass es für eine Currywurst reichen würde. Na ja, auch die wird teurer 😉
    – Bei dem Stadtwerk im anderen Bundesland bin ich jetzt über 3 Jahre und zufrieden. Die sind sogar billiger geworden in diesem Zeitraum, sowohl Strom als auch Gas.

  17. Wir sind seit Jahren von der EnBW zu eprimo mit dem Strom gewechselt und mehr als zufrieden. Der Kundenservice ist einfach Klasse, wenn im Februar die obligatorische Preiserhöhung kommt einmal anrufen und man bekommt ohne zu murren auch weiterhin den günstigeren Preis, oder gleich den Preis für Neukunden. Da wird nicht mal groß überlegt, es wird einem sofort zugesagt „klar, machen wir. Bestätigung kommt per Post.“.

  18. Wasser kann man über Strom, Gas oder über Fernwärme erhitzen. #vergleichbarkeit

  19. nette Umfrage
    Strom ist Strom und kommt aus der Wand(Steckdose)
    Ansonsten wird gewechselt was das Zeug hergibt, denn zu verschenken gibt es nix.
    Preislich nehmen sich die meisten Anbieter nix. Wie auch – kaufen alle gleich ein bzw produzieren zu ähnlichen Grenzkosten.
    Also kann der Unterschied (Neukundenrabatt ectpp) nach meinen Empfinden nur durch „Betrug“ (hervorgetan hat sich das Kölner Unternehmen 123 AG) / schwammige Auslegung oder aber Kundenservice unterscheiden.
    Letzterer wird dann interessant wenn es schief geht. Aber da ist es nicht anders wie bei den anderen (Telco und Co)

  20. Ja, wir sind beide berufstätig. Dadurch ist tagsüber das Haus leer und die Haussteuerung schaltet dann auch alle Standbyverbraucher bis auf Fritte, Server und Heizung komplett stromlos. Daneben konnte ich durch den Einbau von Hocheffizienzpumpen in der Heizung eine ordentliche Einsparung im Stromverbrauch erzielen.

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