Synology DS923+: Neues NAS setzt auf AMD-Ryzen-Prozessor

Mit der DiskStation DS923+ hat NAS-Hersteller Synology einen, von vielen lang ersehnten, Nachfolger zur beliebten DS920+ vorgestellt. Ich bin seit einigen Jahren zufrieden, selbst noch mit dem Vorgänger davon, der DS918+ unterwegs. Spannend: Synology schwenkt auch hier nun auf einen AMD-Ryzen-SoC um, aber der Reihe nach.

Bei der DS923+ handelt es sich um ein 4-Bay-Nas. Jenes kann per Expansionseinheit (DX517) auf bis zu 9 Speicherlaufwerke erweitert werden. Im NAS werkelt der AMD Ryzen R1600 Dual-Core-Prozessor mit 4 Threads. Im Boost-Mode sind hier bis zu 3,1 GHz möglich. Zur Seite steht ein 4 GB großer Arbeitsspeicher (DDR4 ECC SODIMM), welcher sich auf bis zu 32 GB erweitern lässt. Neben den vier Laufwerken gibt es die Möglichkeit mittels NVMe-SSDs aufzurüsten. Dieser lässt sich wahlweise auch als SSD-Cache einsetzen. Hier stehen zwei M2-Slots zur Verfügung.

Vielfach auf Kritik dürfte stoßen, dass Synology zwei Gigabit-Ethernet-Ports verbaut. Unterstützt wird Link Aggregation, es gibt aber die Möglichkeit zur optionalen Aufrüstung auf 10-Gigabit-Ethernet (E10G22-T1-Mini). In Sachen sequenziellem Lese- und Schreibdurchsatz gibt der Hersteller bis zu 625/559 MB/s an.

Ansonsten gibt es die von Synology mit DSM die gewohnte Software und Funktionalität. Somit lässt sich das NAS gefächert breit für Videoüberwachung, aber auch Virtualisierung einsetzen. Die Synology DS923+ ist für einen Preis von ca. 630 Euro verfügbar.

Technische Spezifikationen auf einen Blick:

AMD Ryzen R1600 Dual-Core (4 Threads), max. Boost-Takt bis zu 3,1 GHz

4 GB DDR4 ECC SODIMM (erweiterbar bis zu 32 GB)

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Lehrer. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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28 Kommentare

  1. Zwei Punkte scheinen sich nicht zu verändern – sehr schade:

    Die zwei M.2 Steckplätze wohl offiziell weiter nur zum cachen.
    Zwei RJ45 mit 1G

    Die Performance wird einen ganzen Schubs nach oben gehen.

    • Die zwei M.2 Steckplätze wohl offiziell weiter nur zum cachen.

      >> Synology Seite: 4. In den integrierten M.2-Steckplätzen können Sie M.2 NVMe SSDs der Synology SNV3400-Serie installieren für SSD-Cache oder SSD-Speicherpools. Laufwerke separat erhältlich.

  2. Zitat aus dem Computerbase Forum: „Der R1600 ist ein unheimlicher Rückschritt, da der HW Encoder für H264/H265 fehlt. Der vorige Celeron war hier deutlich besser.

    Ich stelle mal die steile These auf, dass eine nicht unbedeutende Menge von Synology NAS Devices einen Plex oder Emby Server beherbergen. Für diese Nutzer ist der R1600 völlig unbrauchbar.“

    Sad!

    • Ich hab die 1522+ mit Ryzen und Plex. Kein Problem bislang, da aufseiten des Players doch mittlerweile viel abläuft.

      • Verwendest du infuse?

        Die Plex App auf dem AppleTV (4. Generation) unterstützt keine Dekodierung auf der AppleTV selber, sondern das NAS muss das übernehmen. Meine DS415+ ist da mit H265 Content natürlich überfordert. Darum hoffe ich seit Jahren auf einen würdigen Nachfolger. Gab es bis jetzt nicht.

        Infuse scheint die Decodierung auf der AppleTV selber zu machen, gefällt mir abwe von der Oberfläche, dem verzögerten Sync und das es ein Abo ist nicht so.

      • Welche Laufwerke hast du verbaut. Ich möchte auch auf die 1522 oder 923 umsteigen. Bin noch unschlüssig.

        Hab gesehen, dass bei Synology in der Kompatibilität nur die Basic nas seagate und WD, also welche mit 180tb workload. Hätte gerne die seagate nas Varianten mit 550tb workload genutzt. Also wie die Synology eigenen Laufwerke.

        Möchte nicht auf den Support verzichten.

    • Ich denke, dass dies für die meisten Nutzer kein Problem darstellt. Ich habe auch einen Plex- und Emby Server auf meinem NAS und meine Clients beherrschen alle h264 und h265.

    • HW Decoder ist nur relevant fürs transcoding. Also wenn du während des abspielen einen neuen Codec verwenden willst.

      Container zur Laufzeit zu tauschen oder den Audio Codec, da ist Software transcoder genauso schnell.

      Für alles andere bringt der HW Decoder nichts. Das betrifft keinen User mehr. Voralpen hdr geht damit halt auch nicht.

  3. Wollte gern von meiner DS415+ upgraden. Aber mit 1GBit Ethernet und AMD wird das nichts. Der AMD unterstützt leider kein Hardware Transcoding in Plex.

  4. Dürfte für Plex ausreichend sein, oder?

  5. Interessanter Artikel!
    Eventuell habe ich was überlesen?
    Es würde mich noch der Stromverbrauch der DS923+ interessieren.
    Damit ich einen Vergleich zu den anderen Modellen wie z.B. DS 720+ machen kann.
    Weil, wenn so eine NAS im Dauerbetrieb für die Synology Surveillance Station (Aufzeichnung Webcams) läuft ist der Stromverbrauch schon relevant.

  6. Habs auf der Synology Homepage noch gefunden:
    Stromverbrauch:
    35.51 W (Zugriff)
    11.52 W (HDD-Ruhezustand)

  7. Ich bin zwiegespalten. 10Gbit nativ wäre schon geil gewesen, aber immerhin gibt es für die Enthusiasten eine Upgrademöglichkeit. Nun glaube ich nicht, dass der übliche Heimanwender oder das kleine Büro 10Gbit brauchen, aber wenn keiner damit anfängt, werden die Standards sich auch nicht durchsetzen.

    Die heutigen Festplatten schaffen immerhin schon genug Durchsatz, um selbst 2,5GBit an seine Grenzen zu bringen, von SSDs wollen wir gar nicht reden. Gerade deshalb ist das schade. Selbst käme ich aufgrund mangelnder Verkabelung oder Switchen gar nicht in den Genuß von 10Gbit und für eine einzelne Verbindung meines Desktops als Backup wäre es zu teuer.

    Den Prozessorwechsel kann ich auch nicht nur begrüßen. Klar, der wird schneller sein, aber die Codiereinheit für Plex & Co ist gar nicht mal so unwichtig. Ich nutze sie auf meiner 920+ sehr ausgiebig.

    Trotzdem ist die 923+ ein geiles Gerät. Allerdings für den Heimanwender doch recht teuer.

  8. Ist für mich ein NAS-Release was Synology vermutlich einfach so rausfeuert, damit wie mal wieder ne neue Version haben. Hab zuhause ne DS215j und warte seit 2 Jahren auf ne neue Version aber die fehlende GPU und vor allem der hohe Idle Verbrauch sind für mich ein Killerargument dagegen. Schaut euch mal den Vergleich mit der DS1522 an, da ist ja der gleiche Ryzen 1600 verbaut https://www.computerbase.de/2022-06/synology-ds1522-nas-amd-ryzen-test/3/#abschnitt_lautstaerke__leistungsaufnahme

    • Guter Punkt. Danke für den Hinweis!

    • Die Lautstärke ist den BILLIGST Lüftern geschuldet. Ich habe in mein DS1821+ im Heimkino sofort die Lüfter gegen Noctua getauscht. Jetzt hört man praktisch nichts mehr (kein Sche….) Silent Movie….. Davor war es unerträglich. Mein DS1815+ das leider das Zeitliche gesegnet hat, war super leise dagegen.

  9. ECC und etwas mehr Prozessorleistung als bei der DS920+. Dagegen vermutlich deutlich höherer Stromverbrauch (die offiziellen Werte klingen beschönigt; da vertraue ich lieber dem weiter oben verlinkten Test zur DS1522+ und rechne auf vier Platten runter) und ein lauterer Lüfter. Zusätzlich fällt das H.265-Encoding weg und die größte Achillesferse der DS920+ mit der 1-Gbit/s-Netzwerkanbindung besteht weiterhin. Den Launch als Enttäuschung zu beschreiben wäre wirklich noch zu beschönigend. Hoffentlich wirft bald irgendjemand ein anständiges 4-Bay-NAS mit Gracemont-SoC auf den Markt.

    • Mario.first says:

      Ich bin völlig deiner Meinung, ich möchte meine DS716 durch ein 4-Schacht-Modell ergänzen oder ersetzen, das gern auch schneller sein darf (Prozessorleistung). Die ECC-Unterstützung wäre super, aber der deutlich höhere Energieverbrauch und die 1-Gbit-Netzwerkanbindung schrecken mich ab. Klar kann man das 10Gbit-Modul dazu kaufen.. – für happige 150€. Eine native 2,5Gbit-Anbingung (2 Ports) wäre mir lieber. QNAP finde ich hier im Moment hardwaremäßig besser aufgestellt. Ich habe mich allerdings an die Software von Synology gewöhnt und würde nur ungern wechseln..

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