Synology: BTRFS-Laufwerke sind nach Update auf DSM 6.2.4 bei einigen Modellen verschwunden

Augen aufhalten sollten unter Umständen Nutzer eines Synlogy-NAS, die in der nächsten Zeit planen, auf ein anderes Gerät zu migrieren. Offenbar gibt es derzeit mit der Version 6.2.4 des DiskStation Managers Probleme mit einigen Modellen und dem Dateisystem BTRFS. Bei DSM-Versionen vor 6.2.4 konnten Administratoren fälschlicherweise von einem BTRFS-fähigen Gerät migrieren und zuvor erstellte BTRFS-Volumes auf den Geräten wie dem DS420j, DS220j, DS418j, DS218play oder DS118 verwenden, die nicht dafür beworben, konzipiert oder validiert wurden, um BTRFS und seine Funktionen (z. B. Datenintegritätsprüfungen, Snapshots) langfristig zuverlässig auszuführen.

Nun ist es aber so, dass nach dem Update auf DSM 6.2.4 die mit dem Dateisystem BTRFS versehenen Laufwerke einfach nicht mehr ins System eingehangen werden. Ein Zugriff auf die Daten ist also nicht möglich, stattdessen wird das korrekte EXT4 als unterstütztes Dateisystem für die betroffenen Modelle angezeigt. Betroffene Nutzer tauschen sich derzeit in diesem Thread aus – und auch bei Reddit findet man etwas. Synology schlägt unter anderem vor, man möge die Platten in ein BTRFS-fähiges NAS einsetzen. Es gibt auch Berichte, dass man dem Support erlauben kann, aus der Ferne auf das NAS zuzugreifen, damit diese BTRFS temporär freischalten, damit man seine Daten sichern kann.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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7 Kommentare

  1. Das ist natürlich ein Bug der übel schmerzt, hoffe es betrifft nicht sehe viele…

  2. Ist das ein Bug? Doch eher ein Feature, damit man das teurere „+“ – Modell anschafft.

    • Synologys offizielle Antwort ist, dass die Funktionen von BTRFS mit den nicht-unterstützten Modellen nicht ausreichend getestet wurden. Daraus kann man ableiten, dass Synology die Leute zum Kauf von teureren Modellen motivieren will. Zudem der Support den Zugriff selbst bei nicht-unterstützten Geräten ja wohl aktivieren kann. Allerdings kostet die Entwicklung einer Funktion inklusive Testen auch Geld. Daher wäre es auch nachvollziehbar, wenn man Synology hier nicht unbegründbaren Geldhunger vorwirft, sondern von wirtschaftlichem Arbeiten bzw. Product Management ausgeht.

      Persönlich kann ich bis heute auch ohne BTRFS leben. Gerade bei der Administration von Servern ist mir bisher immer zu Gute gekommen, wenn ich auf Standards und nicht auf den neusten Shit gesetzt habe. Und ext4 hat mich hier diesbezüglich auch noch nicht enttäuscht.

      • Doppelherz says:

        Da stimme ich dir zu. Allerdings hat Synology bei einer gewissen Käuferschicht für Misstrauen gesorgt. Gerade die Einstiegsklasse so zu überfallen ist unglücklich für alle Parteien. In dem Artikel verlinkte Foren haben zudem gute Ideen aufgezeigt, wie es Synology hätte besser machen können. Zumindest das erstmal BTRFS auf readonly zu stellen. Für jemanden, der zwar ein Plus Modell besitzt und eigentlich auf eines mit mehr Schüben schielt, bleibt die Frage, ob durch solche PR die Preise steigen, sinken oder stagnieren. Dieser Fauxpas sorgt bei mir jedenfalls noch nicht dazu, dass ich mich Synology abwende.

      • Welche Mehrkosten hat Synology bei BTRFS? Stell dir vor, Microsoft schmeißt dir alle Laufwerke die nicht NTFS und FAT32 sind einfach raus?

        • BTRFS ist bei Synology ein Feature gewesen, das zu einem bestimmten Zeitpunkt eingeführt und seitdem stetig weiterentwickelt wurde. Durch Einführung und Weiterentwicklung entstehen Aufwände, die meist aus Konzeption, Implementation und Test dieser Features bestehen. Dies sind Kosten, die man in Produkte einspeisen muss. Und hier stellen sich für das Produktmanagement eben diverse Fragen, die zum Beispiel zu der Entscheidung führen können, dass bestimmte Features nur in bestimmten Produktlinien veröffentlicht werden. Diese Produktlinien sind dann meist auch höherpreisig, da wie gesagt die Features bezahlt werden müssen. Dafür zahlt der einfache Home-Nutzer dann letztlich nicht haufenweise Features mit, die er ohnehin nicht nutzt.

          Deine Metapher hingegen ist fehlerhaft. Richtig müsste sie lauten: Von Windows gibt es Windows Standard und Windows Professional. Grundsätzlich kann man unter Windows Standard kein NTFS benutzen, das gibt es nur unter Windows Professional. Seit einiger Zeit konnten Nutzer von Windows Standard auch NTFS nutzen, was mit dem letzten Update abgestellt wurde. Wenn Nutzer von Windows Standard nun ihr OS aktualisieren, können sie auf Daten von NTFS-Laufwerken nicht mehr zugreifen.

          D.h. es wurde nur abgestellt, was ohnehin nie funktionieren sollte. Und das hat nur in bestimmten Fällen Auswirkungen, da es nur ein beschränktes zeitliches Fenster für die Nutzung von BTRFS auf nicht unterstützten Geräten gab. Allerdings ist die Handhabung des gesamten Vorgangs nicht ganz kundenfreundlich. Das hätte man besser machen und kommunizieren können, wie Doppelherz treffend angemerkt hat.

          • BTRFS ist ein kostenloses Format, welches Synology nutzt und das zu keinen Mehrkosten führt. Wenn BTRFS vorher ging und jetzt nicht mehr, egal wie konfiguriert, dann ist das ein Eingriff in das Gerät des Nutzers. Windows schreibt dir nicht vor, welche Treiber du nutzen kannst. Es gibt dort bspw. verschiedenste Treiber für Linux-Formate und Microsoft maßt es sich nicht an, diese zu deaktivieren.

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