STAG: MIT-Forscher entwickeln Sensor-Handschuh zum Training von Robotern

Roboter unterstützen den Menschen schon länger bei der Produktion von verschiedensten Produkten. Das Problem ist, dass die riesigen Arme meist dumm sind und einen großen Aktionsradius haben, in den Menschen nicht kommen sollten, da es sonst gefährlich werden kann. Die Mensch-Roboter-Kollaboration und damit auch das „Smart“-Machen dieser Roboter ist ein wichtiger Forschungszweig. Auch die verbaute Technik wird immer präziser, wie die BionicSoftHand und der BionicSoftArm von Festo beispielsweise zeigen. Dennoch muss man dem Roboter irgendwie beibringen, in den richtigen Momenten zu wissen, was er für einen Gegenstand in der „Hand“ hält und wie er damit umgeht.

Die Wissenschaftler des MIT haben nun einen Handschuh vollgepackt mit Sensoren entwickelt, der auf den Namen STAG (scalable tactile glove) hört und das Erfassen von Gegenständen für Roboter erleichtern könnte. Der Gewebehandschuh ist mit über 500 Sensoren ausgestattet, die Daten des Gegenstandes erfassen. Die Forscher haben insgesamt 26 unterschiedliche Gegenstände damit angefasst, getragen und Dinge damit angestellt, dazu gehörten eine Wasserflasche, ein Tennisball, eine Kaffeetasse, ein Stift, eine Schere und vieles mehr. Die Daten, die die druckempfindlichen Sensoren dabei aufnahmen, wurden einem neuronalen Netz zur Verfügung gestellt, das damit trainiert werden konnte. Auf Basis dessen, konnte das Netzwerk „blind“ zu 76 Prozent genau feststellen, welcher Gegenstand gehalten wurde. Auch die Gewichtsabschätzung war mit einer Abweichung von knapp 60 Gramm sehr genau.

Das Netzwerk könnte in Kombination mit Computer Vision und Co. dafür sorgen, dass Roboter menschlicher mit den menschlichen „Kollegen“ interagieren können und wissen, welches Objekt sie übergeben bekommen und was als nächstes damit zu tun ist. Doch auch im Prothesenbau können die Daten sehr nützlich sein, um Drucksensoren und Co. besser zu platzieren.

Im Gegensatz zu vielen bisher genutzten druckempfindlichen Handschuhen, die tausende Dollar kosten, hat STAG Materialkosten von gerade einmal 10 US-Dollar erzeugt. Wer alle Details zur Technologie wissen will, kann das Paper bei Nature nachlesen.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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