Spotify: Songshift darf keine Playlisten mehr umziehen

Spotify steht bei einigen Nutzern in der Kritik. Mal etwas anderes für das Unternehmen, welches selbst gerne andere kritisiert und mit Unternehmen wie Deezer, Tile, Protonmail und Epic in der „Coalition for App Fairness“ ist.

Die Macher von Songshift haben mitgeteilt, dass es mit der aktuellen Version nicht mehr möglich sei, Spotify-Playlisten zu anderen Diensten umzuziehen. Songshift ist einer von einigen Anbietern, mit denen mal Playlisten von Musikdiensten von A nach B umziehen kann. Das Spotify-Entwicklerplattform-Team hat sich gemeldet und Songshift wissen lassen, dass man die Übertragung von Spotify auf einen konkurrierenden Musikdienst entfernen solle oder Spotify den API-Zugang wegen Verletzung der Nutzungsbedingungen widerrufen lassen müsse.

Interessant dabei: Spotify selbst legt fest, dass die Daten dem Nutzer gehören, er diese auch anfordern kann. Auch auf der Plattform Hackernews wird diskutiert, warum Spotify so agieren könnte. Nachvollziehbar wäre es vielleicht, wenn Songshift auch das Übertragen sämtlicher personalisierter Playlisten und die Discover-Sammlungen anbietet. Gerade das auf den Nutzer zugeschnittene Anbieten von Inhalten ist ja heute das Besondere und vielleicht eines der Geheimnisse von Spotify.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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67 Kommentare

  1. aber widerspricht das nicht den EU gesetzen? soll nicht eine datenportabilität gegeben sein? (oder ist das aktuell nur in planung?)

    songshift sollte spotify verklagen, die nutzungsbedingungen von spotify sind dann zumindest nicht EU-rechtens.

    • „ Die betroffene Person hat das Recht, die sie betreffenden personenbezogenen Daten, die sie einem Verantwortlichen bereitgestellt hat, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten“ Art. 20 DSGVO. Bezweifle, dass Playlists darunter fallen.

    • Nein tut es nicht. Die Playlists sind sicher auch weiter im vom Nutzer anforderbaren Datenexport enthalten, und nur darum geht’s bei der Datenportabilität. Songshift könnte vermutlich ihren Dienst anpassen, sodass ein Benutzer seinen Datenexport hochladen kann, statt dass Songshift sich über APIs diese Informationen selber holt.

  2. Der „Verein“ wird immer unsympathischer.
    Gut, dass ich die kein Geld mehr von mir bekommen….

  3. Na, noch rechtzeitig vor dem Start von Apple One ein bisschen „Goldener Käfig“ spielen? Soviel zum Thema „Coalition for App-Fairness“…

  4. Dirk der allerechte says:

    Ja das ist natürlich echt schlecht ich wollte zu Apple One wechseln wenn das bald erhältlich ist und kann natürlich meine Playlisten von Spotify nicht mitnehmen, richtig der Verein wird mir immer unsympathischer da geh ich doch lieber gleich nach Apple

    • Dirk der allerechte says:

      Ist nicht Apple One in Amerika schon aktiv? Dass das ausgerechnet jetzt kommt hat wohl seine Gründe Spotify kann wohl sehen dass sehr viele wechseln……

    • Christian Koch says:

      Gibt zum Glück noch andere Dienste, die noch zuverlässig funktionieren, bspw. Tunemymusic

      • Dirk der allerechte says:

        Nein funktioniert seit heute Morgen auch nicht mehr!

        • Dirk der allerechte says:

          Tunemymusic:
          We no longer support transferring from Spotify.
          (October 11th, 2020)
          Dear TuneMyMusic users,
          Spotify notified us that transferring from Spotify violates the terms of use of the Spotify API.
          While we hate to give you anything less than a spectacular experience, We had to remove the option to transfer from Spotify.
          We are very sad to give you such news. We are trying to talk to Spotify and make them change their mind.
          Please note: We still support transferring from other music services into Spotify.

          • Aktuell funktioniert es im Browser wohl noch.
            Zumindest gibt es die Option auf der Homepage und der Ladebalken läuft 😉 .
            Ich ziehe damit in diesem Moment meine Playlists zu Apple Music um.

            Schade um den Service. TuneMyMusic hat bei mir übrigens immer besser funktioniert als Songshift.

        • Oh, das ist bitter. Tunemymusic habe ich gerne dafür benutzt.

          Sonst gibt es noch: https://freeyourmusic.com/
          Dieser hat gut funktioniert um die Playlisten (kostenlos) von Spotiy zu Amazon Music umzuziehen.

        • Echt? Im Browser per Desktop? Habe gestern noch vorsorglich alles zu YT Music transferiert, als ich im Spotify Forum wind davon bekam…gut so, bin dort dann auch raus.

          Sich ständig nach links und rechts über andere ausweinen, wie unfair sie sind, aber so ne Aktion, die mal wieder gegen den User geht.

          Hab eh drüber nachgedacht zu gehen, weil der Apple Watch offline/Stream Support so lange auf sich warten lässt, aber das gibt mir jetzt die endgültige Motivation, diese Asshoe-Firma zu verlassen.

  5. Aber rumheulen das Apple 30% verlangt. Spotify ist kein Stück besser. Sollen sie doch kleinen Entwicklerrn die Chance einräumen. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Geldgierige Piranha!

    • Sehe ich genauso…“Coalition for App Fairness“ – dass ich nicht lache. Vielleicht sollten Tunemymusic & Co. dort mal beitreten? Wäre ne interessante Situation am Tisch.

    • Naja wenn ich Spotify wäre und Nutzer quasi tote Free-Accounts erstellen um damit die von Spotify erstellten Playlisten zu kopieren, würde mich das auch anpissen. Hier wird Spotify meiner Meinung nach einfach nur von den Nutzern ausgenutzt. Oder verstehe ich was falsch?

      • Richtig. Und wollen wir hier Mal die Meckernden fragen, wer von denen Geld für Musik in die Hand nimmt. Denn ansonsten ergibt die Herumreiserei mit Playlisten doch wenig Sinn.

        Und Geschäftsmodell schützen zu wollen, ist jetzt nicht so ganz überraschend.

        • Wo ist das Problem – dann sollen sie es doch wenigstens _nur_ Abonnenten erlauben und free usern eben nicht? Kein Problem damit – free user sollten grundsätzlich nichts erwarten.

  6. Da habe ich wohl Glück gehabt, ich habe vor drei Wochen meine Playlisten von Spotify nach Deezer portiert, allerdings mit ’nem anderen Tool, das ging problemlos. Es war ein einziges Lied dabei, das Deezer nicht hatte, dafür habe ich bei Deezer aber schon einen anderen Song entdeckt den es bei Spotify nicht gab.

  7. Zum Glück schon vor Wochen nach Tidal umgezogen

  8. Solange Sony nur Spotify in der Playstation integriert ist mir alles egal – dann ist Spotify für mich alternativlos. Die Einbindung in das System der Playstation funktioniert einfach wunderbar.

    Und Spotify Connect funktioniert mit all meinen Fernsehern (SmartTVs mit Tizen oder WebOS), Smartspeakern (google home) und meinen Netzwerkradios auch ohne irgendwelche Probleme. Früher war Google Play Music (Youtube Music) meine Wahl, aber da ist die integration nur bei Castfähigen-Geräten möglich. Das mag für einige OK sein, aber für die TVs jetzt Chromecasts kaufen, das Netzwerkradio mit nem Chromecast Audio ausstatten ist für mich leider keine alternative. Mal ganz davon abgesehen, dass das alles der Playstation auch nicht hilft.

    Alle anderen Anbieter sind in Sachen Konnektivität dann nur noch viel schlechter oder maximal auch Cast-fähig und damit auf level von Google…

    Schade, dass Google anscheinend kein Interesse hat die Castfunktion auch auf nicht Android-Geräte zu bringen. Ein Deal mit LG und Samsung, dass auch Tizen und WebOS Cast-kompatibel sind wäre genial. Gern natürlich auch mit weiteren Herstellern.

  9. Dirk der allerechte says:

    Interessant ist auch das Spotify Podcast zensiert, zum Beispiel den vom SWR einfach mal nach googeln über Trans Gender Menschen, das ist für mich nicht mehr hinnehmbar sollen sie in ihrer eigenen Blase ……

  10. Ich habe meinen Umzug von Apple Music zu YTmusic vollzogen und werde dort bleiben.
    13€ im Monat für Musik, Musikvideos & werbefreien YouTube-Content. Für mich ein gutes Paket, vor allem da die persönlichen Musikvorschläge besser als bei Apple sind. Einzig die MixTapes von Spotify vermisse ich.

    Mein 2. gratis GoogleHome Mini, den ich von Google für YTmusic geschenkt bekomme, dürfte auch auch bald ankommen

  11. Streaming. Viel geiler als Kauf. Man lasse sich da nichts einreden.

    (Dass die Menschen es mal so toll finden würden, wenn sie mit den von ihnen „bezahlten“ Dingen nicht machen dürfen, was sie wollen…)

    • Dafür stelle ich mir zuhause aber auch keine Regale mehr mit Staubfängern in Form von CD’s, DVD’s/BD’s usw. voll – bin froh, das ich das ganze Zeug los bin.

      Da zahle ich doch lieber 10,-/Monat für den Streamingdienst und habe alle Musik immer und überall verfügbar. Für 10,- gäbe es nicht mal eine CD.

      Das gleich gilt übrigens für Zeitschrift, 10,-/Monat und Zugriff auf etliche Zeitschriften über Readly ist besser als jede Woche den Briefkasten mit der Papierversion vollgestopft zu haben.
      Alleine der Wegfall meine ganzen Zeitschriften-Abo spart mit ein Vielfaches davon im Jahr, von dem ganzen Papiermüll mal abgesehen.

      • Ich kaufe auch keine CDs mehr. Vinyls sind viel hübscher.
        Und ich kann sie noch viele Jahre nach dem Abschalten von Spotify und dem Ende der Ära der klassischen Computer hören.

        Aber gut, wer Musik hasst, der findet Streaming halt gut.

        • Dirk der allerechte says:

          Tux aufwachen HiFi Streaming ist angesagt kannst du dann mit oder ohne Platten knarzen hören

          • Und warum sollte ich leihen statt besitzen?

            Was mache ich dann, wenn der Dienstleister pleite ist? Pech gehabt, bei Null anfangen? Nein danke.

            Und wie lange hast du keine Platten mehr gehört, dass du ernsthaft annimmst, sie würden immer „knarzen“?

        • Wird halt dann schwierig, wenn man dann in der S-Bahn Musik hören möchte 😉

          • Darum haben Platten meist einen beiliegenden Downloadcode – ansonsten kann ich die auch digitalisieren. Und die so „digitalisierten“ Kopien gehören mir auch 2050 noch. Und deine so?

            • Stell Dir vor, es soll Leute geben, die das nicht im geringsten Interessiert. Mir gehören auch alle CDs, die ich in den letzten 30 Jahren gekauft habe, und das waren zeitweise nicht mal wenige pro Jahr. Wenn es nachts leise „puff“ machen würde, und die Dinger würden zu Staub zerfallen – ich würde es nicht mal bemerken. Vor fünf Jahren habe ich anlässlich eines Umzugs alle CDs ein-, aber Mangels Bedarf nie wieder ausgepackt. Die stehen sozusagen im Keller in der Ecke.

              Von daher ist es mir völlig egal, ja sogar begrüßenswert, dass ich für die nicht mal 100€, die mich (in meinem Fall) Apple Music im Jahr kostet, nichts bekomme, mit dem ich mir Haus oder Datenträger zumüllen muss. Im Gegenteil, ich kann aus einer verdammt großen, ständig aktualisierten Sammlung aussuchen, was ich heute hören möchte.

              • Und wenn Apple Music mal den Dienst einstellt, wirst du irgendwo anders bei Null anfangen müssen? Das klingt lästig.

                Irgendwie niedlich, wie alle immer davon ausgehen, dass die in den letzten fuffzehn Jahren groß gewordenen Dienste 2021 noch existieren werden.

                • Mit was von Null anfangen? Musik zu hören? Ich verstehe das Argument nicht.

                  • Mit der „verdammt großen, ständig aktualisierten Sammlung“.

                    Wie machst du das eigentlich bei Musikern, die nicht bei Apple Music vertreten sind? Die hörst du dann einfach nicht? Bist du dir sicher, dass du nichts verpasst?

                    • In aller Regel kann man da sehr sicher sein, zumindest, wenn man keinen zu ausgefallenen Musikgeschmack hat.

                    • Mit „Sammlung“ meinte ich das gesamte Angebot des Dienstes, in Deiner Sichtweise wäre das der komplette Plattenladen.

                      Ich kann mich nicht erinnern, wann ich bei Apple Music das letzte mal nicht das gefunden hätte, was ich gesucht habe. Fall es mal vorkommen sollte, kann ich immer noch bei Youtube oder Spotify reinhören und mir dann überlegen, ob mir das so dermaßen gut gefällt, dass es mir den Aufwand wert wäre, es als MP3 oder auf CD zu kaufen. Das ist aber noch nicht vorgekommen.

                    • Menschen mit einem „nicht ausgefallenen Musikgeschmack“ können auch einfach Internetradio hören. Kostet meist nix.

                • Mindestens irgendwie ebenso niedlich zu glauben, dass die irgendwann eine ihrer größten Melkkühe schlachten könnten. Warum sollten sie ?

        • Das Problem ist, dass die Vinyl Platte so schlecht auf meinem PC abspielbar ist und ich eigtl sogut wie immer Musik höre. Ich bin sehr viel unterwegs und das nur per Rad oder Bahn. Hier ist ein Streaming Dienst wesentlich einfacher und sinnvoller. Ich könnte mir natürlich Umständlicherweise meine Vinylplatten, welche wohlgemerkt bei mir daheim stehen, digitalisieren und irgendwie auf alle meine Geräte kopieren, ist aber vollkommener Blödsinn. Vinyls sind eine feine Sache, aber ausschließlich um Musik zu Hause zu hören. Eine Weiterentwicklung des Mediums findet ebenfalls nicht statt, die Entwicklung ist hier stehen geblieben als die Vinyls von CDs verdrängt wurden.

          • Nicht jede Änderung ist ein Fortschritt. Und dass Vinylplatten zurzeit besser verkauft werden als CDs, hast du mitbekommen? „Verdrängt“, eh klar.

            Ja, für die Berieselung zwischendurch ist Streaming das Radio für 2020. Aber es kann niemals ein Ersatz sein – außer, man hat keine Lieblingsalben, Lieblingskünstler und Lieblingsstücke. Denn Vinyl kannst du 2050 noch hören, aber bei Spotify seh ich schwarz.

            (Den Fakt des beiliegenden Downloadcodes habe ich weiter oben schon genannt.)

            • Und dass es eine massive Verschiebung von der CD hin zum Streaming gegeben hat, hast Du Deinerseits mitbekommen? Verdrängt ist da schon richtig. Die CD hat die Schallplatte verdrängt und das Streaming hat die CD verdrängt.

              Gegenüber dem Streaming-Markt sind die die paar Vinylscheiben, die pro Jahr verkauft werden, ziemliche Peanuts. Und warte mal ab, bis die Hipster die nächste Sau entdecken, die sie durch’s Dorf treiben können, dann ist der Vinyl-Boom auch ganz schnell vorbei.

              • Warum glauben Spotifyhipster eigentlich, Vinylhipster seien im Unrecht?

                Schallplatten sind ein Wachstumsmarkt (vielleicht der einzige – der Streamingmarkt ist gesättigt). Ansonsten invalidiert das ja meine Kernaussage nicht: is ja fein, wenn man streamen kann, aber das ist dann Leihgabe und nicht Kauf. Büchereien haben Buchhandlungen ja auch nicht „verdrängt“.

                • Ja, es gibt noch Buchhandlungen, aber auch, weil Bibliotheken oft nicht das bieten, was man in einer Buchhandlung findet. Beim Streaming ist das anders, die Masse der Nutzer wird da alles finden, was gewünscht ist.

                  • Ich persönlich bin mit einem inzwischen doch recht diversen Musikgeschmack ausgestattet und schätze auch obskure Künstler sehr. Damit bin ich nicht die Zielgruppe.

                    Aber will denn die Masse der Nutzer ihre Lieblingsalben in zehn, zwanzig Jahren nicht mehr hören können?

                    • Hättest du das vor einigen Jahrzehnten die Beatles-Fans gefragt, würden sie heute sagen – kann ich doch!?

                    • Und wenn sie so klug waren, diese Alben auf Vinyl zu kaufen, sogar ohne noch ein zweites Mal dafür bezahlt haben zu müssen. 😉

                • Der Vergleich hinkt… Wenn in der Onleihe das Buch verliehen ist, kann ich es nicht ausleihen… Ich kann meine virtuellen Bücher nicht ablegen und jederzeit aus der Leseliste nehmen…

                • Gibt es in dem Zusammenhang Recht und Unrecht? Die Zahlen sagen Streaming ist die neue CD, also Massenmarkt. Vinyl ist trotz „Boom“ nur eine Nische. Dieser Vinyl-Boom ist nach meinem persönlichen Eindruck vor allem befeuert vom pseudo-elitären Gehabe einer gewissen Klientel (Hipster), denen es in erster Linie um ihr pseudo-elitäres Gehabe geht und nicht um die Klangeigenschaften eines Tonträgers. Das wäre dann eine Blase, die auch sehr schnell platzen kann. Wir werden sehen…

                  Natürlich ist Streaming Leihgabe und nicht Kauf. Für mich ist dass ein Vor- und kein Nachteil. Dein Vergleich mit der Bücherei hinkt an mehreren Stellen, die in Summe eine Bücherei recht unattraktiv machen, aber auf einen Streamingdienst nicht zutreffen: Jedes Exemplar eines Buchs kann eine Bücherei zur gleichen Zeit nur einmal verleihen. Eine Bücherei kann aus Platzgründen nur eine relativ bis sehr beschränkte Auswahl an Werken vorhalten. Eine Bücherei hat nur ein beschränktes Einzugsgebiet.

            • Schallplatten sind nett, haben grosse Cover, Beilagen wie Poster usw. Alles nett.

              Die anderen „Argumente“ sind Bullshit. Warum sollte das Medium für den Hörgenuss auch eine Rolle spielen? Das ist einfach nicht so.

              • Hör mal spaßeshalber eine Schallplatte im direkten Vergleich mit einer digitalen Version. Wenn du keinen Unterschied hörst, erstaunt mich das. Und das entscheidende Kriterium ist halt: Besitz. Ich will meine Lieblingsalben 2050 noch hören können. (Einige davon gibt es gar nicht als Stream, aber das ist noch ein ganz anderes Problem.)

                • Natürlich hört man einen Unterschied. Schallplatten sind in fast allen Belangen schlechter. Aber darum geht’s nicht. Platten sind sexy und man kann mit seiner Sammlung angeben.

                  Wie man darauf kommen kann, dass es in 2050 ausser Platten keine Möglichkeit gibt, seine Lieblingsalben zu hören, verstehe ich auch nicht.

                  • „Schlechter“? Auweia. Ich merke schon, dieses Gespräch führt zu nichts.

                    2050 wird es Spotify nicht mehr geben. Das heißt, die ganze „bezahlte“ Sammlung der „eigenen“ Musik ist dann weg. Und wer garantiert, dass dann ein anderer Anbieter all die Alben im Sortiment führt, die man bisher drinhatte?

                    • > dieses Gespräch führt zu nichts.

                      Da hast du vollkommen recht.

                      Schallplatten haben gegenüber Digital:

                      * einen geringeren Rauschabstand
                      * einen schlechteren Gleichlauf (durch Antrieb, Mittelloch, evtl. nicht ganz plane Platten)
                      * Klangveränderung durch mechanische Abnutzung (gängige Praxis war, oft gehörte Scheiben auf gute Tapes zu überspielen)
                      * weitere hörbare mechanische Einflüsse (Kratzer, Staub, Vibration des Tonabnehmers)

                      Oft wird schlecht recyceltes Vinyl verwendet, bei dem alles inkl. der gedruckten Labels im Shredder landet. Dann noch so Blödsinn wie farbiges oder multi-color Vinyl (unterschiedliche Materialeigenschaften).

                      Dazu kommt noch, dass seit mindestens 15 Jahren alles für Digital gemixt/gemastert wird und das gleiche Material dann in 99% der Fälle einfach auf Vinyl landet. Vorher hat der Tonmeister noch die Regler so eingestellt, dass sie dem Medium Schallplatte gerecht werden.

                      Einziger „Vorteil“ ist der Frequenzgang, Vinyl kommt auf über 30 kHz, CDs kommen nicht über 20 kHz. Das wird von Vinyl-Typen immer als Argument gebracht, aber Menschen nehmen eh nur zwischen 20-20k Hz wahr.

                      Spotify wird es irgendwann nicht mehr geben. Das ist wahrscheinlich. Schliesslich ist das nur ein austauschbarer Lieferdienst. Es wird aber immer Wege geben, sich das gehörte digital zu beschaffen. Entweder direkt von der Band/Website, sowas wie Bandcamp, etc.

                    • Danke Kalle. Man muss eine Menge Quatsch lesen bis zu deiner qualitativ hochwertigen Aussage zu kommen.

    • Nach der Logik dürftest Du auch nicht mehr ins Schwimmbad gehen, sondern müsstest dir ein 50 m Wettkampfbecken und drei Spaßrutschen in den Garten bauen. Oder auch keine Filme im Kino ansehen.
      Ungeil wird’s erst, wenn eine gekaufte Hardware nicht mehr funktioniert, weil sie an eine Dienstleistung gekoppelt ist.

      • „Dann müsste man auch…“ war noch nie ein Argument.

        • Ich bin da auch eher Oldschool, aber ich bezahle weder für Streaming noch kaufe ich CDs oder Vinylplatten.
          Ich mache es quasi wie in meiner Jugend, damals habe ich vom Radio auf Kassette aufgenommen.
          Nur dass das Radio jetzt Youtube heißt und es genug Tools gibt um den Ton der Musikvideos als MP3 zu extrahieren.
          Aus Neugier hatte ich die 3 Monate gratis bei Spotify probiert, war anfangs auch angetan.
          Aber die vorgeschlagenen Mixe nervten mich dann schon noch einiger Zeit.
          Es wurden zu oft die selben Songs wiederholt, da kann ich auch Einslive hören.
          Also bin ich dann irgendwann dazu übergegangen die Lieblingssongs Playlist zu hören.
          Aber dafür brauche ich kein Spotify, die Songs habe ich alle schon als MP3.

        • Ach so, Du wolltest nur trollen, schreib das doch gleich.

  12. Oha … ärgerlich, aber rückblickend vielleicht auch nicht so überraschend. Der Zugriff von Drittanbietern wird ja seitens Spotify schon seit Anfang Juli d.J. immer mehr eingeschränkt. Mein Favorit ist Tidal, leider gibt es da nicht so eine weitläufige Integration in andere Geräte (hierzulande leider nicht mal mit dem Echo nutzbar) und auch Dienste wie IFTTT können nicht darauf zugreifen, um etwa Playlists automatisch zu aktualisieren.

    Gibt es jetzt noch einen funktionierenden Dienst, um noch seine Playlists „rüberzuretten“? Und was könnte eine Strategie für die Zukunft sein?

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