Spotify kooperiert mit Beatport, um kuratierte Playlisten auszubauen

Es kommt aktuell ein wenig Leben in die Bude bei Spotify. Scheinbar versucht der schwedische Musikstreaming-Anbieter aktuell mit allen Mitteln sein Funktionalitäts-Portfolio für die Nutzer auszuweiten. Da kann man sich auch schon mal mit der Konkurrenz verbünden.

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Spotify gibt heute bekannt, dass man mit dem Online-Musikdienst Beatport gemeinsame Sache machen will. Ein Manko besitzt Spotify bislang gegenüber seinem aktuell nachgesagten, größten Konkurrenten Apple Music: Von Menschen kuratierte Playlisten. Klar, auch Spotify setzt nicht ausschließlich auf Algorithmen, die den Nutzern Radiosender und Song- oder Playlist-Empfehlungen maschinell erstellen. Spotify besitzt sehr wohl Teams, die händisch Playlisten für alle möglichen Gegebenheiten zusammenstellen.

Doch wer längerer Nutzer ist weiß, dass diese Playlisten nicht besonders umfangreich in der Menge sind und auch irgendwie wiederkehrend. Apple Music kann dagegen auf viele Mitarbeiter zurückgreifen, die entweder selbst aktive Musiker sind oder zumindest im engeren Kreise der Musikindustrie agieren. Ich persönlich bin der Ansicht, dass Apple Music auf diesem Gebiet aktuell die Nase ein ganzes Stück vorne hat. Die „Für dich“-Sektion bietet mir bisher jedenfalls bessere Playlisten als Spotify.

Doch das will Spotify nun mit der Kooperation mit Beatport ändern, denn der Dienst, der sich auf die elektronische Musik spezialisiert hat, verfügt über sehr viele handkuratierte Playlisten und spezielle DJ-Sets von bekannten Künstlern der Dance- und Electro-Szene. Ein namhaftes Beispiel wäre das 24 Stunden-Set von Diplo und Skrillex aus dem Februar, welches Beatport in Kooperation mit Twitch ausgerichtet hat.

Diese Kooperation könnte demnach den Hauch von Menschlichkeit in Spotify einbringen, den der Dienst nötig hat. Klar ist Beatport als Musikstreaming-Dienst mit Schwerpunkt auf Electro-Musik nicht unbedingt jedermanns Sache, doch es ist ein Anfang und könnte der erste Schritt einer Reihe an Kooperationen mit anderen Diensten und Musikern aus verschiedenen Musikgenres sein.

Beatport profitiert auf der anderen Seite dabei sicherlich von der extrem großen Reichweite, die Spotify vorzuweisen hat. Für Spotify-Nutzer bedeutet dies auf jeden Fall ein verbesserter Dienst mit speziell kuratierten Playlists, die man sicherlich nicht undankbar ablehnt.

(Quelle: BusinessWire via The Verge)

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11 Kommentare

  1. Jetzt fängt Spotify langsam an, für mich interessant zu werden.
    Wobei ich gar nicht wusste, dass beatport ein Streaming-Angebot hat. Bin eigentlich immer nur über irgendwelche Kauflinks aus Soundcloud oder von Blogs etc. dorthin gekommen.

  2. Das kann ich so überhaupt nicht teilen. Ich bin von den Playlists bei Apple Music richtig enttäuscht! Zumindest in meinem Bereich (elektronische Musik) haben die Playlists lächerliche 10-16 Lieder. Bei Spotify finde ich vieeeel mehr Musik in Playlists zu jedem erdenklichen Stichwort.
    Auch unter For you habe auch kaum relevante Inhalte gefunden, obwohl ich immer wieder Titel geliked habe.

  3. So lange die Android App, zumindest aufm Moto G2, so unglaublich langsam und schlecht läuft, interessieren mich keine Neuerungen…so toll sie auch sind, aber richtig nutzen geht ja mit der App im moment nicht 🙁

  4. Apple Music ist für den Anfang ganz in Ordnung und laut Apple werden dieses Jahr noch einige Verbesserungen kommen sowie auch die Google Android App. Nur hat Apple seine App selbst unter iOS halt ziemlich komplex zu bedienen und die App hat generell wenig Musik Style, da kann Spotify mehr, aber die Spotify App ist auch programmiertechnisch auch nicht rund, jedenfalls unter OS X, Android und Windows. Unter iOS ist sie in Ordnung, mag vielleicht auch daran liegen, dass Apple die Apps von Hand nochmal prüft.

  5. Apple Musik haut mich auch nicht wirklich vom Hocker.
    Unter „für dich“ sind die Angebozeneb Playlist bei auch nicht länger als 10-16 Lieder.
    Ich haber Apple Musik in der Bedienung noch nicht verstanden.

  6. Die Desktop Clients für Apple Music bzw. iTunes unter Windows und OS X sind schwach von der Bedienung. Unter iOS geht das gerade noch so, aber sonst hast du recht; sehr verwirrend. Man kann nur auf iOS 9 hoffen …

  7. Sysadmin Margarethe says:

    Supersache; bisher war ich bei Spotify etwas skeptisch, da Beatport wesentlich cooleren Content geliefert hat (seit Jahren meine Stamm-Musik-Butze). Wenn jetzt nahezu gleicher Inhalt über Spotify verfügbar ist, passt das zusammen und macht es leichter sich für den Alltag vom klassischen MP3-Kauf zu lösen für mehr geräteübergreifenden Komfort.

  8. Sysadmin Margarethe says:

    Ein weiterer Vorteil bei Beatport war schon immer, dass man viel besser entdecken kann. Beispielsweise gibt es mehr und graziler definierte Genres; man kann ebenso z.B. den Remix-Künstler anklicken oder das Label und bekommt entsprechende Ergebnisse angezeigt. Das vermisse ich aktuell bei Spotify.

  9. Da muss ich Markus zustimmen. Unabhängig davon, ob die Playlisten gut zusammengestellt sind, sind sie bei Apple Music viel (!) zu kurz. Die vorgeschlagenen Playlisten beinhalten immer nur rund 11-15 Lieder.

  10. @Max und Markus: Ok, stimme ich Euch absolut zu. Die sind in der Tat reichlich kurz. Aber von der Zusammenstellung für meinen Musikgeschmack absolut top.

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