Snapchat öffnet Geofilters für Community: Guerilla-Advertising der Zukunft?
Bereits im Juli für Entwickler zugänglich gemacht, veröffentlichte Snapchat gestern ihr Geofilter-Tool für eine breitere Community. Geofilter sind spezielle Overlays für Bilder, die der Nutzer nur freischalten kann, wenn er in einer speziellen Umgebung ist (beispielsweise Los Angeles, New York oder London). Diese können dann ebenfalls nur von Usern gesehen werden, die in dieser Umgebung sind. Das ganze soll nach außen hin wie eine Art modernes Geocaching oder die gute alte Schnitzeljagd wirken, nur mit Bildern. Aber Snapchat könnte gutes Geld hiermit verdienen.
Funktionieren sollen Snapchat Geofilter wie folgt: Man schießt ein Bild wie gewohnt und versieht es mit gewünschten Filtern. Auf diese Filter kommt ein weiterer Geofilter – der sich wie eine Schablone über das Bild legt – für die entsprechende Location, in der man sich gerade befindet.
Das Feature könnte laut Techcrunch eine potenzielle Geldgrube sein, da Snapchat bereits auf der entsprechenden gestern gelaunchten Geofilter Webseite Business-Kunden gezielt anspricht. Diese können sich registrieren und eigene Layouts zu Snapchat Geofilter hochladen – eine entsprechende Schritt-für-Schritt Anleitung ist ebenfalls auffindbar.
Warum Geldgrube? Naja, man stelle sich diese Geofilter-Option (wobei aktuell noch nicht klar ist, ob es tatsächlich eine Option oder ein Zwang wird) einmal beispielsweise in Seattle vor: Ihr seid im Urlaub und wollt ein Selfie von Euch an einen Freund/ eine Freundin versenden und habt plötzlich einen Starbucks-Kaffee in der Hand oder sonstwo auf dem Bild. Für Euch vielleicht nervig, aber für den Kunden ist zumindest der Awareness-Faktor da und dafür zahlt man gutes Geld.
Aktuell gibt es keine weiteren Informationen, wann Snapchat Geofilter in welcher Form aus dem Status „Community Project“ heraus kommt und die komplette Öffentlichkeit erreicht, aber wir werden dann erneut berichten.
Den vorletzten Absatz habe ich irgendwie nicht verstanden… Wo kommt der Starbucks Kaffee her? Und wieso sollte der mich nerven, wenn ich ihn in meiner Hand habe? Wer ist da jetzt mit „Kunde“ gemeint, wenn ich doch einfach nur ein Bild an Freunde schicken wollte?