Snap Partner Summit: Neue AR-Tools und selbstfliegende Kamera „Pixy“ vorgestellt

Snap Inc., den meisten Nutzern wohl vor allem für Snapchat bekannt, hat seinen jährlichen Snap partner Summit abgehalten und dabei über Neuerungen und kommende Funktionen berichtet. Hauptthema war dabei vor allem die AR, Augmented Reality oder auch „erweiterte Realität“. Auch in Snapchat gibt es diese AR und zwar in Form von Linsen, also Inhalten, die Nutzer in ihre Aufnahmen implementieren können. Zu den Neuerungen gehört unter anderem Lens Cloud. Lens Cloud ist eine frei verfügbare Sammlung von Backend-Diensten, die Entwicklern neue AR-Möglichkeiten bieten sollen. Hinzu kommen Speicher- und Standortdienste sowie Multi-User Services:

  • Speicherdienste: Sie ermöglichen den Aufbau komplexer und interaktiver Lenses, indem sie Assets in der Snap-Cloud speichern und bei Bedarf abrufen. Außerdem ist die Speicherung anhaltend, sodass Snapchatter ihre Sitzungen dort fortsetzen können, wo sie das letzte Mal aufgehört haben.
  • Standortdienste ermöglicht es Entwickler, ihre Lenses an benutzerdefinierten Orten weltweit zu verankern oder sie verwenden die Stadtvorlagen von Snap. Die erste Metropole, die ab sofort in Lens Studio verfügbar ist, ist London. Weitere werden im kommenden Jahr verfügbar sein.
  • Multi-User-Services: Gemeinsame Nutzung von AR durch mehrere Benutzer ist innerhalb derselben Lens möglich.

Ebenso soll das Lens Studio von Snapchat schon bald Ray Tracing unterstützen, für realistische Reflexionen und mehr. Auch die AR-Shopping-Lenses sollen Neuerungen erfahren, so das Unternehmen. Hierfür sind mehrere neue Technologien vorgestellt worden. Dank einem neuen 3D Asset Manager können Unternehmen schneller AR-Einkaufserlebnisse erstellen. Mithilfe der AR Image Processing Technologie wurde eine neue Shopping-Lens eingeführt, mit der man Outfits anprobieren kann, ohne sich umzuziehen. Zudem kommt ein neuer Bereich namens Dress Up zu Snapchat, wo alles aus dem Bereich AR-Mode und Co. zusammenkommen soll. Auch für Creator gibt es ein paar Neuigkeiten, allem voran aber wohl der Dual-Mode-Bearbeitungsmodus, in dem Creator die nach vorne und nach hinten gerichtete Kamera gleichzeitig verwenden können, um eine 360°-Perspektive aufzunehmen.

Leider nicht für den hiesigen Markt angedacht, dafür dennoch ziemlich spannendes Gadget: Pixy, die selbstfliegende Kamera. Das Gerät soll erst einmal nur in den USA und in Frankreich erscheinen und beschreibt eine kleine Snap-Kamera, die ohne Controller losgeschickt werden kann, dann ein paar Meter über dem Boden schwebend Fotos und Videos aufnimmt und anschließend wieder in der Handfläche des Nutzers landen können soll. Die erstellten Aufnahmen werden direkt in Snapchat Memories heruntergeladen.

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