Shell baut bundesweit 50 Schnell-Ladesäulen für E-Autos auf

Ist das Klimaziel 2030 in Gefahr? Wenn es nach den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes geht, lag der Bestand an Elektro-Pkw im vergangenen Jahr bei gerade einmal 83.000 Fahrzeugen. Hybriden waren es rund 341.000, der Gesamtbestand an Kraftfahrzeugen belief sich hingegen auf satte 57,3 Millionen Kraftfahrzeuge. So wird das nix, Freunde. Doch wie die FAZ berichtet, will der Energiekonzern Shell noch in diesem Jahr etwas dafür tun, dass die Anschaffung eines Elektro-Fahrzeugs noch interessanter für den einen oder anderen wird.

So will das Unternehmen bundesweit 50 Ladesäulen mit 100 Ladepunkten an den Tankstellen errichten. Wie Shell dabei mitteilte, soll hierbei eine entsprechend hohe Ladeleistung (150 Kilowatt und mehr) erbracht werden, damit nach wenigen Minuten des Ladens auch schon wieder eine Fahrleistung von 100 Kilometern erreicht werden könne.

Für seinen Ausbau arbeite der Energiekonzern eng mit dem Stromkonzern EnBW zusammen, der wiederum hundertprozentigen Ökostrom garantiere. Angeblich könnten so je nach Fahrzeug bis zu zwei E-Mobile parallel an den Stromanschluss geklemmt werden und binnen sechs bis acht Minuten für 100 Kilometer Reichweite geladen sein. Bei einem einzelnen angeschlossenen Fahrzeug reichen hierfür demnach schon drei bis vier Minuten.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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13 Kommentare

  1. Wow, ganze 50? Da muss Shell aber aufpassen sich nicht zu übernehmen.

    • War auch mein erstes Gedanke?
      Doch so viel. Und das auf ei mal.

      • Spricht doch nichts gegen eine Wasserfall Strategie
        Würden mit den ersten Erfahrungen sammeln bzw. schauen ob das Angebot überhaupt angenommen wird

        // wird’s dafür auch eine Mitgliedschaftskarte geben, die den Strompreis günstiger macht?

    • Ein bisschen am Image arbeiten und schon mal vorsorgen, wenn keiner mehr Verbrenner fahren darf/will/möchte.

    • Shell hat schon NewMotion gekauft.
      Großer Anbieter von Abrechnung und Backend für Ladesäulen.
      Wenn die 50 gut ausgelastet sind wird weiter ausgebaut. Ich finde die Entwicklung toll.

  2. knapp 60mio Fahrzeuge bei 83mio Einwohnern? Die Dinger sind zu preiswert im Unterhalt. Tägl rund 40mio Fahrten für unter 2km und Standzeiten von durchschnittlich 23std (Interview bei der Zeit). Kein Wunder, dass nirgendwo Parkplätze sind und dauerhaft die Stadt durch Stau blockiert ist.

  3. Ingo Podolak says:

    50 Standorte ist für den Anfang gar nicht mal schlecht.
    Nur mal zum vergleich.
    Von der Ladeleistung sind sie ähnlich wie Tesla Supercharger V2 (V3 ab 2019 ca 250KW)
    Supercharger Standorte gibt es in Deutschland aktuell etwa 70 wobei diese natürlich deutlich mehr Ladepunkte haben.
    Wenn man aber sieht das Shell etwa 2000 Tankstellen in Deutschland hat, sind 50 jedoch wieder sehr sehr schwach.

  4. Typisch deutsch, erst Mal meckern. Ich finde den Schritt vorbildlich. 50 für den Anfang, weitere werden folgen. Wie immer gilt: aller Anfang ist schwer

  5. In Deutschland gibt es 15.000 Tankstellen. Shell baut 50 Ladesäulen in diesem Jahr auf. Nehmen wir mal an, durchschnittlich zwei pro Tankstelle. Pro Jahr werden also 25 Tankstellen elektrifiziert. In bereits 600 Jahren würden bei dem Tempo dann alle Tankstellen mit zwei Ladesäulen, die vier Autos gleichzeitig laden können, versorgt sein. Die ersten Ladesäulen wären dann aber schon 600 Jahre alt und vermutlich schon seit 580 Jahren verschrottet. Mit anderen Worten: Es dauert 20 Jahre, bis 3,3% der Tankstellen elektrische Ladesäulen hätten und dann würde sich der Prozentsatz durch Verschrottung der alten Säulen nicht mehr erhöhen. 96,7% der Tankstellen hätten dauerhaft keine Ladesäulen.

    Ich bin beeindruckt.

    Andere Rechnung. Wie viele Autos können an einer herkömmlichen Tankstelle gleichzeitig tanken? Ich schätze 8 Autos. Mit Bezahlen und Brötchenkauf dauert das 5 Minuten pro Fahrzeug. Also können pro Stunde fast 100 Fahrzeuge tanken. An den vier Ladebuchsen dürften pro Stunde höchstens zwei Elektroautos voll geladen werden im Schnitt. Bei 3,3% elektrifizierter Tankstellen bundesweit können also 100 Elektroautos pro Stunde = 2.400 Elektroautos pro Tag geladen werden durch Shell, dann müssten sich die Kunden aber auch nachts alle zwei Stunden beim Laden abgewechseln. LOL

    Soweit zu den Zahlen. Meiner Meinung nach ist das ein PR-Gag von Shell und wirklich keine Meldung wert.

    Wenn jede Tankstelle auch nur eine einzige Ladesäule in den nächsten drei Jahren bekommen würde, wäre das ne Meldung wert. Aber dann müsste man 100 mal so viele Ladesäulen errichten. Ganz offensichtlich glaubt man bei Shell nicht an Elektromobilität und das Ganze hier ist nichts als Greenwashing.

  6. Das ist doch nur ein Zuckerli…Pardon Aspartamli für die besorgten Gretabürger.

    Bei den eklatant langen Ladezeiten ist eine Ladesäule an der Tankstelle so sinnvoll wie ein Teelicht im Leuchturm.

    83k Fahrzeuge (und da sind ja auch so sinnfreie Spaßmobile wie der Twizy eingerechnet) sagt eines ganz deutlich-die Deutschen lehnen E-Mobilität komplett ab.

    In fünf Jahren spricht davon kein Mensch mehr, dann starten Wasserstoffhybride durch und alles wird gut.

  7. Ich gehe mal davon aus dass die auserwählten Tankstellen ziemlich groß sind und einen kleinen Supermarkt, ein Fastfood Anbieter oder ein Bistro beherbergen. Der Ladevorgang dauert ja locker 30min und da wäre eine normale Tabkstelle der falsche Ort für eine solche Ladesäule.

    Schön was du für Schlüsse ziehst aus der bisher geringen E-Auto Anzahl. Die interessanten E-Autos haben bisher locker 100.000€ gekostet, da kommen natürlich keine Stückzahlen zusammen.
    Der Erfolg des Tesla Model 3 und auch die Vorbestellungen des direkten Konkurrenten von VW, der letzte Woche am ersten Tag gleich 10.000x vorbestellt wurde, zeigt etwas anderes.

    Das mit den Wasserstoff-Brennstoffzellen Autos kannst du wohl vergessen. Alle großen Autohersteller sehen darin ein Nischenprodukt, also vielleicht werden es mal 10-20% Marktanteil. Wasserstoff ist einfach zu unwirtschaftlich, braucht also zu viel Energie, beim echten E-Auto kann man diese Energie ohne Verlust direkt verwenden. Zudem soll die Batterietechnologie große Sprünge machen.

  8. Dieser ganze E-Quatsch.. Wir in Dummland wollen die Welt retten aber wo soll der ganze Strom für die E-autos herkommen? wir schaffen es ja nichtmal den Strom vom norden in den Süden zubringen..

    Was machen wir denn ohne KKW ode AKW jau die energiekonzerne kaufen den Strom in der Eu ein..

    Ja was machen wir denn, wenn ein AKW in Belgien Frankreich Tschien oder Polen hoch geht.? Die Luft kennt keine Grenzen.Aber vielleicht stellen sich ja dann die ganzen Weltverbesserer hin also die Gretas und die Grünen usw. und Pusten die Radioaktive Wolke weg.. Hauptsache wir haben keien AKw´s

    Hauptsache gesund ich lach mich kunter bunt.. Die Leute vergessen nur zugerne, dass die Erde eben rund ist und Luftkeine Grenzen kennt… siehe vor 33 Jahren..

    • Wir haben jetzt schon im Schnitt 50% unseres Stroms aus erneuerbaren Quellen.
      Mehrfach dieses Jahr schon 100% und mehr. ( Da wird dann ins Ausland verkauft )
      Würde man nichts machen hätte man Stand jetzt Strom für 15 Millionen E-Autos über.

      Oder man holt den Strom aus dem Norden. Wo er aus Wasserkraft kommt. Oder einfach Regional produziert. Wie bei mir wo der Großteil aus Wasserkraft stammt.

      Achso mal von abgesehen ist es um weiten besser ein Kohlekraftwerk laufen zu haben als Benzin zu verbrennen. Aber das verstehen nicht so viele…

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