Schöne Bescherung: The Beatles kommen an Heiligabend zum Streamingdienst Deiner Wahl

artikel_beatlesLetzte Woche kam das Gerücht auf, The Beatles würden an Weihnachten erstmals per Stream abrufbar sein. Wenn man sich die jüngste Vergangenheit ein bisschen anschaut, ist dies ein größeres Ding als man meint, denn es dauerte immerhin auch bis 2010, um The Beatles überhaupt abseits von Tonträgern kaufen zu können. Apple holte die Beatles damals zu iTunes, die Welt spielte für einen kurzen Moment verrückt. so entstanden wohl auch die Spekulationen, dass Apple Music der erste Streamingdienst sein wird, der The Beatles im Katalog hat. Das stimmt aus zweierlei Gründen nicht.

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Erstens gibt es mit YouTube bereits einen Streamingdienst (wenn auch etwas anders, da Video), der massenhaft Beatles-Songs hat. Und zweitens werden The Beatles an Heiligabend zu allen großen Streamingdiensten kommen. Re/Code berichtet, dass neben Spotify, Apple Music, Google Music und Deezer auch Amazon Prime Music, der Dienst mit dem eingeschränktesten Musikkatalog, The Beatles im Programm haben wird. Auch wird Spotify The Beatles in der kostenlosen Variante des Dienstes anbieten.

Dass nicht nur ein Streamingdienst die Musiklegenden erhält, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Streaming endlich „ernst“ genommen wird. Man kommt als Label / Künstler nicht mehr daran vorbei. Da helfen auch keine Boykott-Aktionen millionenschwerer Künstler, die der Meinung sind, dass sie nicht genug mit dem Streaming verdienen und deshalb ihre Musik nur zum Kauf anbieten. Aber das werden Taylor Swift, Adele und andere schon auch noch merken. Oh, und für die jüngeren Leser: mehr über The Beatles erfahrt Ihr bei Wikipedia. 😉

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

18 Kommentare

  1. Jaaaaaaa!!!

  2. völlig überbewertet und überhypet

  3. Ich bin da etwas anderer Meinung als du in deinem letzten Absatz. Ich denke nicht das man die Beatles und ihren Songkatalog mit „trendigen“ Künstler wie Adele T. Swift usw. vergleichen kann. Ein Anzeichen das Streaming ernster genommen wird, erkenne ich darin nicht. Letztlich wollen die Künstler und Labels möglichst viel Umsatz mit ihren Songs machen – was ja auch nicht verwerflich ist. Jeder Beatles Fan wird die Alben zuhause haben und ich kann mir kaum vorstellen das sich noch wahnsinnig viele von den Alben verkaufen, also hat das Label entschieden den Songkatalog für die Streaming Dienste zu öffnen um nochmal eine neue Zielgruppe zu erreichen und dadurch weitere Umsätze zu generieren, da (sicher auch durch die News dazu jetzt) viele Jüngere darauf aufmerksam werden und sicherlich den ein oder anderen Titel anhören werden.
    Bei Künstlern mit einem aktuell beträchtlichem Hype wie Adele wurden die Alben dagegen bewusst (vorerst) von den Diensten zurück gehalten, da es anscheinend eine beträchtliche Menge an Leuten gibt, die sich, falls das Album nicht „streambar“ ist, die CD eben doch kaufen. Eine ganz nachvollziehbare taktische Entscheidung des Labels.

  4. Bitte, bitte, BITTE die Mono-Reissues! War schon gestern knapp davor, mir die Mono-Box zu koofen, war mir dann aber doch zu teuer.

  5. Die Alben von Taylor Swift und Adele sind ziemlich durch die Decke gegangen. Insofern gehe ich davon aus, dass es andere Künstler zumindest kurz- bzw. mittelfristig eher ermutigt, sich ähnlich zu verhalten.

  6. Ich würde drauf wetten, dass Adele und Tylor Swift (um mal zwei zu nennen) genauso viel Kohle machen würden, wenn sie ihre Alben zusätzlich für´s Streamen freigeben würden. Es gibt immer noch sehr viele Leute, die Musik gerne noch auf CD haben wollen. Es wird sicher einige geben, die diese Alben aus Boykott nicht gekauft, sondern sich anders besorgt haben. Im Streaming hätten sie diese Leute erreicht.

  7. Also bei Google music finde ich die bereits jetzt.

  8. Martin, da findest du aber nur ganz komische Scheiben. Das sind nicht die Alben der Diskografie.

  9. Tja haben die Rechteinhaber verkackt, Einbruch der einnahmen usw. Lol

  10. Sind die Beatles nur am 24.12. streambar oder ab dem 24.12. dann dauerhaft?

  11. Freut mich – vor ein paar Monaten AC/DC was ja auch ewig dauerte, und jetzt die Beatles.

  12. @Reen
    Ich würde nicht so schnell sein mit diesem Urteil. Sicher haben viele Alt-Fans die Alben zuhause. Aber darum geht’s nicht. Es gibt auch neue Masters, die Stereo Re-Releases, Boxsets mit Raritäten, usw. Das bestverkaufte Album der 2000er (2000-2010) ist „Beatles Anthology“.
    „Trendige“ Künstler wie Adele oder Swift machen heute einen Grossteil ihrer Einnahmen mit Live-Auftritten und Sponsoring/Werbung. Die Beatles sind seit den 60ern nicht mehr aufgetreten, die Mitglieder machen aber immer noch Millionen Royalties mit Veröffentlichungen und Airplay.

    Ich denke es gibt zwei Gründe warum die Beatles jetzt erst bei den Streaming-Anbietern landen.
    Der Backkatalog hat einen enormen Wert, ist aber Teil von Sony/ATV von dem die Hälfte immer noch dem Michael Jackson Estate gehört. Die ziehen sich Verhandlungen zwischen mehreren Parteien und Streaming-Anbietern schonmal in die Länge.
    Veröffentlichen bei unetrschiedlichen Anbietern werden bis zu einem strategischen Zeitpunkt zurückgehalten. Dieses Jahr ist das erste in dem die Einnahmen durch Streaming höher sind als die durch digitale Verkäufe. Warum zu Streaming-Anbietern gehen solange man mehr Geld mit physikalischen Veröffenlichungen und Downloads verdient?

  13. Ich habe die Beatles noch auf Schallplatte! 🙂

  14. Ich erinnere noch, als Apple 2010 den Tag angekündigt hat als die Beatles auf iTunes erscheinen sollten. Die Werbung lautete sehr geheimnisvoll: „Dieser Tag wird dein Leben verändern!“ (was dann passieren sollte, wurde noch nicht gesagt)
    Als der Tag dann kam und die Überraschung aus dem Sack kam, war ich so überwältigt und mein Leben hatte sich wirklich komplett verändert. 🙂

    Aber im Ernst: ich finde es gut, da mir die Musik doch bei Spotify etwas gefehlt hat.

  15. @martin Das sind vor allem Interviews oder die ersten Songs, das war schon seit einiger Zeit so. Sind vermutlich über Umwege ins Angebot gerutscht. Das komplette Angebot wird erst morgen reingestellt.

    @Zwölvis Also die Verkäufe gingen damals durch die Decke. Alleine in der ersten Woche zwei Millionen Songs und 450.000 Alben. Für viele Jüngere vielleicht nicht verständlich, aber die Beatles sind dennoch auch heute noch ein großer Einnahmenbringer. Dass Apple die Band besonders bewarb, sogar die Startseite von Apple dafür eine Zeit lang großflächig freiräumte, hat aber auch damit zu tun, dass Steve Jobs ein sehr großer Fan der Beatles war. Durch die Freigabe der Beatles-Alben für die Streaming-Dienste geht im Besonderen eine Signalwirkung für ältere Künstler (Hallo Prince, Die Ärzte, Die Toten Hosen, …) und auch für viele Interessierte potenzielle, ältere Streamingnutzer aus. Umso besser, dass es dieses Mal keine Exklusivverträge nur mit einem Anbieter gibt.

  16. Die Beatles kann ich schon seit Jahren über Google Play Music streamen. Wer die Beatles gerne hört, hat ihre Musik sowieso schon. 😉

  17. @Daniel, da hast du in allen Punkten sicherlich recht und ich finde die Musik der Beatles auch großartig. Die Würdigung von Apple auf der Startseite war auch eine coole Nummer. Mir ging es eben um den Werbespruch von Apple, denn dieser hat in meinen Augen das (ansich coole) Ereignis total lächerlich gemacht. Wenn ich damit werbe, das etwas mein Leben verändert, dann erwarte ich schon etwas anderes, als das ich etwas bei iTunes kaufen kann, was ich eh schon lange in meiner (iTunes) Bibliothek habe. Aber so sind sie halt, die Leute bei Apple…

  18. Das von den Beatles gegründete Plattenlabel Apple Records war bis 1991 alleiniger Inhaber der Marke Apple und das Logo war der grüne Apfel mal von aussen, mal durchgeschnitten. Ohne Einwilligung der Beatles hätte Steve Jobs seine Firma nicht Apple nennen dürfen. 1991 war Vertragsbedingung, dass Apple unter Apple firmieren durfte, im Gegenzug aber zusichern musste, sich niemals im Musikgeschäft zu engagieren. Deshalb mussten die Gerichte 2007 erneut bemüht werden, weil Apple mit itunes und ipod gegen die Auflagen verstossen hatte. Hier ging es doch um Rivalitäten. Und von daher war es schon was besonderes, dass die Beatles digital bei itunes erschienen.