Satechi R1 und R2: Bluetooth-Fernbedienungen ausprobiert

Satechi ist ein bekannter Hersteller aus der Zubehör-Branche für Apple-Geräte. Vor einiger Zeit hat das Unternehmen zwei Bluetooth-Fernbedienungen für macOS und iOS vorgestellt. Die zwei Modelle hören auf den Namen R1 und R2 und unterscheiden sich logischerweise in ihrem Funktionsumfang. Da ich selbst oft mit Präsentationen zu tun habe und per se Dinge gern aus der Ferne steuere, habe ich auf beide Exemplare mal einen Blick geworden.

Kommen wir zuerst zur Verarbeitung und zum Aussehen. Satechi reiht sich mit dem Design wie gewohnt in die Apple-Riege ein. Beide Fernbedienungen sind aus Aluminium gefertigt und sehr gut verarbeitet. Sie sind mit 12,7 x 3,8 x 0,9 Zentimeter nicht zu klein und nicht zu groß. Je nach Größe eurer Hände wird man sicher etwas zu kritisieren haben, aber die Tasten sind meiner Meinung nach ohne Umgreifen gut erreichbar.

Auch das Gewicht ist in Ordnung, sie sind nicht zu leicht und nicht zu schwer. An der Unterseite besitzen die R1 und R2 einen Button zum Koppeln per Bluetooth 5, den USB-C-Anschluss zum Laden und einen An/Aus-Schalter.

An der Oberkante besitzt nur die R1 ein kleines Loch, das von dem verbauten Laserpointer verwendet wird. Ansonsten unterscheiden sie sich hauptsächlich durch das verbaute Steuer-Panel. Die R1 ist ein Presenter, der nicht in der Lage ist, Medien zu steuern, sondern lediglich für echte Präsentationen verwendet werden kann. Der Laserpointer ist dabei eine gute Hilfe, wenn ihr etwas zeigen möchtet, ist aber auch kein Alleinstellungsmerkmal, da das heutzutage ja so ziemlich jede Remote für Präsentationen mitbringt.

Die Knöpfe sind allesamt gut erfühlbar und besitzen einen angenehmen Druckpunkt. Ergonomisch hätte ich mir gewünscht, dass die Zurück-Taste genauso groß wäre, wie die Vor-Taste, aber das hat Satechi nicht gewollt. Die Taste mit dem Keyboard-Symbol bringt unter iOS die Tastatur ins Bild. Warum man dafür eine Taste auf einer Remote benötigt, ist mir ein Rätsel. Ich kann schlecht mit dem Laserpointer oder den Tasten schreiben. Hätte man sich sparen können. Der letzte Button ist zum Abdunkeln des Bildschirms, wenn ihr zum Beispiel möchtet, dass die Zuhörenden auf euch, statt zur Präsentation schauen sollen.

Im Einsatz verrichtet die R1 ihren Job sehr gut. Es lässt sich leider nur ein Gerät koppeln und wer außerhalb des Apple-Ökosystems lebt, wird auch seine Probleme bekommen. Mit Windows möchte das Gerät nicht kommunizieren und auch mit Android möchte keine Liebe aufkommen. Das ist schade, generell solltet ihr auf die Kompatibilitätsliste schauen. Auch in puncto Apps geht nicht alles (Powerpoint, Keynote, Google Slides funktionierten in meinem Test). Das trifft auch auf die R2 Remote zu.

Die ist etwas flexibler, was den Einsatz betrifft und kommt mit zwei Modi daher. Diese können an der rechten Seite mit einem Schiebeschalter gewechselt werden. Entweder ihr seid im Multimedia-Modus unterwegs oder im Präsentationsmodus. Die Tasten verändern ihre Funktion dementsprechend. Die Satechi R2 besitzt wie schon erwähnt keinen eingebauten Laserpointer, kann aber einen virtuellen Laserpointer steuern, der von der genutzten App (wie Powerpoint) unterstützt werden muss.

Bei Präsentationen könnt ihr mit den Tasten auf den Home-Bildschirm zurück, nach oben, unten, links oder rechts gehen oder die Maustasten simulieren. Der Multimedia-Modus bietet das Anpassen der Lautstärke, das Vor- oder Zurück-Springen in der Playlist, Play/Pause, Siri, zum Home-Bildschirm springen, das Stummschalten oder die On-Screen-Tastatur an. Funktionierte in meinem Test mit iPad oder Mac ziemlich gut.

Auch hier stört jedoch die Tatsache, dass nur ein Gerät gekoppelt werden kann. Obacht, auch bei den unterstützten Apps ist Vorsicht geboten. Da funktioniert leider nicht alles. Im Einsatz mit dem Apple TV hatte die Remote außerdem mit ein paar Lags zu kämpfen und Siri ließ sich nicht immer aufrufen. Aber die Set-Top-Box steht auch nicht in der Kompatibilitätsliste.

Und genau das wird für den einen oder anderen ein Ausschlusskriterium sein. Während beide ihre Arbeit gut machen, kann man sich den Präsentationsrechner leider nicht immer aussuchen. So gibt es hier und da in Firmen oder Unis eventuell Restriktionen, die euch nur einen Hörsaal-PC oder Ähnliches verwenden lassen und ihr das Gerät nicht anschließen könnt. Ist das dann – und das wird mit ziemlicher Sicherheit so sein – ein Windows-Rechner, dann werdet ihr nicht glücklich.

Macht euch das nichts aus und ihr sucht eine gute Alternative zum Steuern aus der Ferne, dann sind die Satechi-Fernbedienungen eine gute Wahl. Beide Modelle sind für knapp 50 Euro zu haben,

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4 Kommentare

  1. Nur mit Apple Geräten kompatibel?
    Eine hochwertige Alternative für den FireTV wäre mal nicht schlecht…

  2. Ein Gerät, das nur den eigenen Videodienst korrekt darstellt, benötigt keine separate Fernbedienung.

  3. Irgendwie fehlt in dem ganzen Bericht der Preis …

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