Rolle rückwärts: Keine Kachel-Werbung in Firefox
Mozilla wird die 2014 eingeführten „Werbekacheln“ abschaffen. Diese hatte man damals eingeführt um das Mozilla Projekt am Leben zu erhalten. Die Werbung sah man vor allem nach einer Neuinstallation des Browsers, wenn noch kein Browserverlauf zu sehen war. In einem Blogpost teilte man nun mit, dass man gelernt habe, dass Nutzer relevante, spannende und einnehmende Inhalte wollen – und aus eben jenen Grunde habe man sich dazu entschlossen, die Werbung im Firefox über die Tiles in den kommenden Monaten zu beenden.
Abschließend bedankt man sich noch bei allen Partnern und versichert, dass man seine Verpflichtungen in den nächsten Monaten noch erfüllen will. Was wohl heißt: bis die bezahlten Auslieferungen durch sind, laufen die Werbekacheln wohl noch. Werbung im Firefox könnte ein riesiges Geschäft sein, teilt man weiterhin mit – aber zum jetzigen Zeitpunkt ist es nicht das richtige Geschäft für Mozilla, da man sich auf die Nutzer konzentrieren wolle.
Dennoch lässt man verlauten, dass man weiter daran arbeiten wolle, Werbung „für beide Seiten besser“ zu gestalten. Dies beinhalte die Transparenz, die Privatsphäre der Nutzer und die frei Auswahl der Werbung. Das Thema Werbung im Firefox ist also noch lange nicht abgefrühstückt, irgendwie muss Mozilla ja auch Geld ranbekommen – denn Googles Moneten mag man ja nicht mehr so.
es scheinen die „tage des zurückruderns“ zu sein 😀
ich habe das ehrlich gesagt nie genutzt, habe wenn überhaupt nur eine leere seite bei neuen tabs.
Mozilla will sich auf die Kernkompetenzen konzentrieren, dass heißt wieder bester und beliebtester Browser zu werden. Ich wünsche viel Erfolg :).
So nun warten wann der erste hirnlose Browser-Vergleich-Kommentar kommt
Sehr widersprüchliche Signale, die Mozilla.org da aussendet. Ob die doch noch wieder in die Spur kommen? Oder haben sie Angst, von Springer & Co wegen wettbewerbswidrigem Verhalten verklagt zu werden (wegen Einblenden eigener Werbung und Blockieren der „fremden“ im privaten Modus)? Wer weiss das schon.
Die Kacheln hab ich ein paar Sekunden nachdem sie das allererste Mal im FF zu sehen waren deaktiviert. Das ist das Schöne am Firefox ;-).
So langsam kannst du hier eine eigene Kategorie für „Rolle rückwärts“ einführen 😉
Im Ernst, ich sehe das ähnlich wie wollid – Mozilla wirkt zur Zeit wirklich recht verwirrt und planlos – zumindest in ihrer Kommunikation kommt bei mir der Eindruck auf, als ob da keine langfristige Idee mehr vorhanden ist, sondern eher „habe ich mir gestern mal ausgedacht und ich erzähle es jetzt lieber bevor jemand anderes bei Mozilla das Gegenteil raushaut“ als Strategie genutzt wird.
Microsoft hat zwar ne Dekade oder länger gebraucht, aber IE ist nicht mehr ganz so scheisse wie früher. Ich denke daran liegt’s. Ich kann mich an Zeiten erinnern als selbst „Normalos“ als ersten Schritt Firefox und später dann häufig Chrome runtergeladen haben. Die Normalos bringen nunmal die Masse. Das und mobile Browser auf Apple WebKit Basis (Safari, Chrome, der Blink-Fork) ist der Grund warum Mozilla’s Marktanteil nicht mehr so ist wie früher.
@zhet @wollid
Als hätte Mozilla überhaupt keine Strategie. Irgendjemand hat eine bescheuerte Idee und es wird einfach gemacht. Dann wieder zurück.
Diese Werbekacheln finde ich gut – aber nur weil abschaltbar – weil dadurch verdienen Sie Geld.
@kalle
Ich kenne keinen einzigen Menschen der mit IE surft, Selbst mein 80 jähriger Vater ist stolz darauf mit Firefox zu surfen.
Mein Gott, wenns weiter nichts ist als die Werbung wieder raus zu nehmen, sowas kann halt mal passieren. Auf lange Sicht geht an Firefox praktisch kein Weg vorbei.
@ Kalle Was ist es denn, was den IE nicht mehr so scheisse dastehen lässt?
Und schon arbeitet MS wieder mit Tricks. Es reicht in Win10 ja nicht, mithilfe des Browsers, zB. FF zu sagen dass man diesen als Standard haben will, man muss noch im System von Win die spez. Stelle aufsuchen – nach unten scrollen – und dort nochmals festlegen dass man nicht den Edge nutzen möchte.
Der Firefox ist nach wie vor „Opa sein‘ Browser“ und sieht wie ein aufgehübschter Netscape Navigator aus. Ich glaube, da greifen immer weniger Leute zu. Zumal Google mit Chrome den Opa-Browser etwas stärker aufgehübscht hat und Google-Dienste darüber recht leicht zu erreichen sind. Es läuft sicher nicht auf das Ende von Firefox hinaus, weil ich gelernt habe, daß manche Dinge scheinbar nicht kleinzukriegen sind. Dennoch wird man sich in 10 Jahren wohl kaum noch an einen Browser namens „Firefox“ erinnern.
@Karl Kurzschluss
Im Internet in 10 Jahres-Schritten zu denken, ist eh mutig. Ob in 10 Jahren noch jemand von Chrome redet, weiß auch niemand, selbst Android könnte verschwunden sein, weiß kein Mensch.
@Karl Kurzschluss: Das der Firefox abbaut liegt daran, weil die Jungs Ihre Kernkompetenz aus dem Auge verloren haben. Ich würde sagen das es ab Firefox 4 abwärts ging. Hauptgrund waren bei mir immer die Performanceprobleme. Der Performancesprung damals von FF auf Chrome war schon gewaltig. Ich nutzte den FF nur noch auf Arbeit, vor allem viel die Devtools. Aber selbst da gibt es immer ärger, das teilweise was nicht richtig funktioniert.