Qualcomm plant angeblich einen Desktop-Chip als Konkurrenz für Apple Silicon

Aktuellen Gerüchten zufolge plant Qualcomm für 2024 eine neue CPU, die es mit Apples M-Serien bzw. eben dem Apple Silicon aufnehmen soll. Es soll sich um einen Prozessor auf ARM-Basis mit 12 Kernen handeln. Das SoC werde angeblich eine 8+4-Konfiguration einsetzen. Acht Kerne sollen für Leistung sorgen und vier als Effizienz-Cores herhalten.

Der kommende Qualcomm-Chip würde also nicht, wie vorherige Gehversuche Qualcomms im Desktop-Segment, das Design eines Smartphone-Chips anpassen, sondern einen wirklich von Grund auf neu gestalteten Prozessor darstellen. Der Codename des neuen Modells soll „Hamoa“ lauten. Neben einer integrierten GPU soll auch Unterstützung für weitere, diskrete Grafiklösungen bestehen.

Die In-House-Kerne des Chips sollten auf dem Phoenix-Design von Nuvia basieren, einem Unternehmen ehemaliger Apple-Ingenieure, das Qualcomm vor einiger Zeit übernommen hatte. Generell klingt das alles durchaus nach Potenzial und könnte dann möglicherweise Windows in Kombination mit ARM-Chips einen neuen Push versetzen.

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18 Kommentare

  1. Na die sind aber zeitig dran. Apple Silicon gibt es ja erst seit zwei Jahren.

    • Qualcomm hatte noch vor Apple Chips für Laptops gemacht: Snapdragon 850 gab’s schon 2018 in Windows-Laptops.

      Nun will Qualcomm einen „echten“ Desktop-Prozessor bauen, mit Unterstützung für diskrete GPUs und so.
      Apple hat das noch nicht. Apple hat aufgepumpte iPhone-Chips.

      • Die „aufgepumpten iPhone Chips“ sind dafür trotzdem schneller als Intel Chips. Mal davon ab ist die Kompatibilität zwischen Mac, iPad und iPhone das eigentlich wichtige für Apple.

        Aber mal gespannt, was Qualcomm da dann raus bringt und in wie weit die Chips dann mit den dann aktuellen Apple Chips mithalten können.

        • > Die „aufgepumpten iPhone Chips“ sind dafür trotzdem schneller als Intel Chips.

          Jo. Vor allem wenn man in Watt umrechnet.

          Aber hat Intel mit den 12000er CPUs nicht aufgeholt?
          Ich dachte, sie sind nun on par.

          Allerdings kann man bei Intel einen dicken Kühler draufsetzen und die Taktfrequenz und damit auch den Stromverbrauch erhöhen, sodass Intel dadurch schneller wird, verbraucht dann aber auch 150 Watt mehr.

    • Richard Rosner says:

      Sie haben aber auch erst vor kurzem einen Designer für Server-ARMs gekauft (mir fällt der Name gerade nicht ein). Von den Lizenzstreitigkeiten mit ARM abgesehen gehe ich Mal davon aus, dass die Chips entweder auf den Server-Chips basieren oder schon auf dem neuen Design, was man in Zukunft auch wieder für Smartphone SoCs nutzen will.

      Und wenn ich mir ansehe, wie Windows on ARM kriecht, wundert es mich nicht, dass Chipdesigner nicht so sehr darauf brennen, Millarden drauf zu setzen, nur damit Microsoft das ganze so heftig gegen die Wand fährt wir WinRT. Ich habe so das Gefühl, Windows on ARM würde selbst auf den M1/M2 nicht so wirklich gut laufen (selbst wenn Apple ihnen die Treiber schreiben würde).

      Aber am Ende des Tages, Konkurrenz ist meistens gut für die Kunden, und Qualcomm ist nicht der einzige Designer für ARM Chips, da gibt’s genug andere, die schon in Konkurrenz hätten treten können.

  2. Ich hoffe das bis 2025 (Win10-Support-Ende) die ARM-Windows-Systeme so weit sind das man diese produktiv verwenden kann.
    Würde ungern dann auf eine energiehungrige, sterbende Plattform setzen

  3. Ich nutze seit geraumer zeit mein Galaxy Book S mit einem Snapdragon 8cx und muss sagen das ich keine Probleme habe. Seit Windows 11 22H2 kann man auch alle x64 Programme installieren. Leistungseinbüßen habe ich auch keine.

  4. Windows sein Mal dahingestellt. Linux hat für mich mehr Potential. Leider wird das immer vergessen.
    Aber für den 08/15 User reicht linux heutzutage mehr als aus.

    • Der 058/15 User benötigt gar keinen PC mehr, da ein Tablet z.B. völlig reicht
      Alle anderen benötigen meist spezielle Software die oft nur auf Windows Plattformen lauffähig ist

      • Richard Rosner says:

        Also ich arbeite schon deutlich lieber mit einem echten Desktop OS als mit soetwas halbgaren. Schon alleine wegen Unterstützung von Peripherie, Vorhandensein von Anschlüssen und generellen Bedienkonzepten, bei denen die produktive Arbeit eher ein Nachgedanke ist. Und Windows würde ich bei zukünftigen Geräten ohnehin nie außerhalb einer VM laufen lassen. Schon alleine damit ich damit so wenig wie möglich zu tun haben muss und MS alles gibt, um Dualboot so schwierig wie möglich zu machen.

    • Richard Rosner says:

      der überwiegende Teil der Programme läuft da auf jeden Fall schon längst nativ, Raspberry Pi sei Dank. Aber da fehlt auf jeden Fall sowas wie Rosetta 2 bzw. Microsofts Emulation. Mir ist dahingehend zumindest nichts bekannt.

      Aber ich glaube da muss die Zusammenarbeit bzw die generelle Integration von ARM in den Kernel deutlich besser werden. Für x86 kann man soweit ich weiß vieles für Intel und AMD nutzen. Bei ARM kochen bisher alle ihr eigenes Süppchen. Und ich meine so wahnsinnig weit ist die generische Unterstützung für ARM Systeme noch nicht gediegen.

    • Bling Bling says:

      Ich lache leise in mich hinein und erinnere mich an die Diskussionen in der c’t in den 90ern.
      Linux? Kommt mir nicht ins Haus.

      • Ich benutze Linux seit einigen Jahren sowohl privat (90%) als auch beruflich (99%). Da ich beruflich in Linux unterwegs bin, benutze ich es auch privat, damit ich überall das gleiche Betriebssystem habe.

        Wenn ich freie Wahl hätte und nur für Privatzwecke würde ich nie im Leben Linux wählen.
        Denn es gibt ständig Probleme damit. Immer wieder Kleinigkeiten, die nerven aber. Mal dies ist kaputt, mal das funktioniert nicht, mal braucht man Google und Config-Datein editieren, damit der neue Monitor unter Linux endlich erkannt wird. Gestern hat alles funktioniert, heute startet es nicht mehr. Update installiert? Irgendwas ist dabei bestimmt kaputt gegangen oder ist nun ganz anders.
        Am besten ist Windows (10). Lieber etwas zahlen und danach seine Ruhe haben.
        Wenn es schöner sein muss und teurer sein darf, man aber auf einiges verzichten kann bzw. es gar nicht braucht, dann eben ein MacBook mit macOS.

        Ich rede nur vom privaten Rechner.

    • Hallo Rene, „Windows sein Mal dahingestellt. Linux hat für mich mehr Potential. Leider wird das immer vergessen.
      Aber für den 08/15 User reicht linux heutzutage mehr als aus.“ Linux ist nichts für 08/15-User. Ich schließe mich da mal mit ein: für mich ist ein Computer oder Smartphone kein hobby, sondern ein Arbeitsmittel oder ein entertainment-Gerät und genauso setze ich es ein: einschalten, produzieren oder konsumieren ohne mich um den Background, sprich OS, Sicherheit und all die dinge mehr kümmern zu wollen als z. B. bei einem Fernsehgerät. Das kann macOS und iOS bieten , u. U. auch Android oder Chrome-OS – und da stecken ja auch Unixe oder Linuxe hinter. Aber ein echtes Linux für den Consumer , der ich bin – und das ist ja ein 08/15-Kunde – nee danke! Zu anspruchsvoll , ist keine Köchin , sondern eine diva , sprich will zuviel aufmerksamkeit und immer noch nix „auf dem Teller“. Hier im blog ist nicht der representative Querschnitt der Leute die IT zu hause oder im Job einsetzen sondern hier sind technik-affine Menschen unterwegs . Und selbst mir, der ich durchaus eine Technik-Affinität besitze, ist dennoch Linux zuviel , zu schwer , zu kompliziert , zu „baukasten“. Ich will nicht an meinem sondern mit meinem PC oder Phone arbeiten. Von daher – Linux ist nicht die Lösung für alle sondern für die wenigen Freaks. Guck dir hier im blog die meldungen zur Verteilung der Betriebssysteme in der IT an und Du wirst mir recht geben. Das ist nicht umsonst so, wie es ist.

      • Richard Rosner says:

        Wenn man sich das fest genug einredet, sicher. Aber mit der Realität hat das nichts zu tun. Klar, wenn man etwas so Anfänger-feindliches wie Arch nutzt, mag das so sein, sonst ist Windows bedeutend mehr Arbeit, so viel scheiße wie MS baut.

  5. Also Win 11 on Arm läuft auf einem Mac M1 für Office-Anwendungen sehr passabel. Und mögen M1/M2 auch ein „aufgepumpter iPhone -Chip“ sein – er ist ein verdammt guter Chip 🙂

    Ich sehe es auch so – Konkurrenz belebt und nützt am Ende dem Kunden.

    • Richard Rosner says:

      Ja, für Office-Anwendungen. Aber Office sollte auch praktisch keine Leistung brauchen. Betonung liegt natürlich auf sollte, wer weiß, was MS mit ihrem Office Mal wieder für ressourcenfressenden Schwachsinn verzapfen. Und ein Laptop sollte schon auch mehr als nur Office können, je nach Zielgruppe.

  6. Allein die aufspaltung in Effizienz- und leistunskerne und ne on-board-GPU machen noch keinen Apple-Silicon-Chip: Das unified Memory ist m. w. der „zaubertrick“ und die damit verbundenen „kurzen Wege“ die Daten zurücklegen müssen. Wenn der ARM-Chip das nicht nachbaut , wird er es nicht schaffen mit den Mac-Prozessoren gleichzuziehen.

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