QNAP verteilt ab sofort neues Betriebssystem QTS 4.3.5

Beschäftigt man sich privat mit Network Attached Storage und will mehr machen als das reine Speichern von Daten, dann kommen sehr schnell zwei Anbieter in den Fokus: Synology und QNAP. Letzterer hat nun eine neue Version seines NAS-Betriebssystems namens QTS veröffentlicht. QTS 4.3.5 verbessert dabei unter anderem die Zusammenarbeit mit SSDs und bringt noch einige neue Funktionen mit.

Laut QNAP sollen Nutzer von QTS 4.3.5 die Vorteile ihrer heimischen SSDs „noch besser ausschöpfen“ können und außerdem von einer leistungsorientierten und optimierten Benutzererfahrung profitieren. Dank einer ergiebigen Betatestphase konnten zahlreiche Verbesserungen und neue Funktionen in die finale Version einfließen.

Anwender mit macOS High Sierra 10.13.4 oder höher können ab sofort Time Machine zur Sicherung von Mac-Daten auf QNAP NAS über SAMBA-Freigaben verwenden, so QNAP. Außerdem soll die CPU-Last beim Betrieb von Qsync Central fortan deutlich niedriger ausfallen. Folgende Neuerungen und Änderungen kommuniziert QNAP in seiner Pressemeldung:

QTS 4.3.5
  • QNAP NAS mit AnnapurnaLabs Prozessoren unterstützen jetzt Virtual & Netzwerk Switch.
  • Das SSD-Profiling-Tool bietet mehr Ansichtsmodi für Testergebnisse.
    Mac-Anwender mit macOS High Sierra 10.13.4 (oder höher) können Time Machine zur Sicherung von Mac-Daten auf QNAP NAS über SAMBA-Freigaben verwenden.
  • QNAP fügt Microsoft Networking Advanced Options for ABE (Access-based Enumeration) und ABSE (Access-based Share Enumeration) hinzu.
  • Nach der Installation von Qsirch können Mac-Anwender mit Spotlight nach Dateien auf ihrem eingebundenen QNAP NAS suchen.
  • File Station unterstützt SMBv2 und SMBv3 mit dem Remote Mount Dienst und Image2PDF wurde optimiert.
  • Die neue Firmware reduziert die Die CPU-Auslastung beim Betrieb von Qsync Central.
  • Nutzer können Die HD Station direkt über das QTS App Center installieren und verwalten.
  • Benutzer bestimmter NAS-Modelle können der Container Station (QuAI) diskrete Grafikkartenressourcen zuweisen.
  • Ausgewählte NAS-Modelle unterstützen mehrere diskrete Grafikkarten.
  • Zusätzliches softwarebestimmtes SSD-Overprovisioning: Um die zufälligen Schreibgeschwindigkeiten und die Lebensdauer zu optimieren, können Nutzer zusätzlichen SSD-Overprovisioning-Platz von bis zu 60 Prozent zuweisen. Konfigurieren Nutzer das SSD-RAID-Overprovisioning, verringern sie die unerwünschte SSD-Schreibverstärkung und steigern die SSD-Lebensdauer. Sie erhalten dadurch eine konstante zufällige Schreibleistung von über 100 Prozent im Vergleich zu SSDs mit dem standardmäßigen Overprovisioning-Prozentsatz. Anwender können auf diese Weise schreiblastige Anwendungen wie Datenbanken und intensive Online-Bearbeitung beschleunigen. Ein SSD-Profiling-Tool hilft bei der Bewertung der besten Overprovisioning-Quote basierend auf der Ziel-IOPS-Leistung der Benutzer.
  • Wiederherstellen von Remote gespeicherten Snapshots: Die Snapshot-Wiederherstellung von einem Remote-Snapshot-Replikat können Nutzer mit QTS 4.3.5. direkt über das Netzwerk auf das lokale NAS zurückschreiben. Dies funktioniert, ohne dass sie alle Ordner und Dateien am Backup-Zielort manuell wiederherstellen und auf das lokale NAS kopieren müssen. Das spart Zeit und Aufwand.
    Flexible Volume-Konfiguration und Konvertierung: Anwender können bei Volumes nun zwischen Thin- und Thick-Provisioning-Konvertierung wählen. Sie sind so flexibler bei der Speicherplatzzuweisung. Um den sich ändernden Anforderungen der Speicherzuweisung Rechnung zu tragen, können Anwender die Volume-Größen auch verkleinern.
  • Steigerung der VJBOD-Leistung mit iSER: iSCSI Extensions for RDMA (iSER) Unterstützung von Mellanox kompatiblen Netzwerkkarten beschleunigt QNAPs Virtual-JBOD/VJBOD-Technologie. Somit steigt die Übertragungsgeschwindigkeit für eine noch effizientere Speichererweiterung.
  • Softwarebestimmtes Netzwerk und Virtueller Switch App: QNAP hat die App um neue Funktionen erweitert: Netzwerktopologie, Gerätediagramm zur Identifizierung physischer Ports, anpassbare Mehrfach-DDNS, NCSI-Service, statische Route, softwarebestimmter Switch Modus, IPv6-Komplettfunktion und reservierte DHCPv4-IP-Adressen. Die optimierte Anwendung vereinfacht die Nutzung, zudem machen UI-Verbesserungen für Thunderbolt und WLAN-Einstellungen diese komfortabler.
  • Erweiterte Unterstützung für SmartNICs: QTS unterstützt ab sofort leistungsstarke Funktionen, die in fortschrittliche Netzwerk-Interface-Controller (NICs) integriert sind, wie den Mellanox ConnectX-4 für iSCSI Extensions for RDMA (iSER).
  • QBelt Virtual Private Network (VPN) Protokoll: Das QNAP-eigene QBelt-VPN-Protokoll, das QNAP in die QVPN Services App integriert hat, erhöht die Netzwerksicherheit durch Verschlüsselung des Datenverkehrs und verringert die Chancen, erkannt zu werden. Auch auf geoblockierte Webinhalte und/oder Intranet-Ressourcen können Anwender mit QBelt zugreifen, um Einschränkungen zu umgehen.
  • Benachrichtigungszentrum – keine Systembenachrichtigung mehr verpassen: Das neue Benachrichtigungszentrum vereint Systemprotokolle und Benachrichtigungen für alle NAS-Apps in einer einzigen Anwendung. Flexible Regeleinstellungen ermöglichen eine reibungslose und einfache NAS-Verwaltung. Weitere Benachrichtigungsmethoden sind E-Mail, SMS, Sofortnachrichten und Push-Benachrichtigungen.
  • Security Counselor – Ein Sicherheitsportal für QNAP NAS: Der Security Counselor sucht nach Schwachstellen, gibt Empfehlungen zur Verbesserung der NAS-Sicherheit und zum Schutz der Daten vor Angriffen. Er integriert Anti-Virus- und Anti-Malware-Scan-Software, um den vollständigen Schutz des QNAP NAS zu gewährleisten.

Hinweis des Entwicklers: QTS 4.3.5 ist die finale Version, die von den Serien SS/TS-x79 und TS/TVS-x70 unterstützt wird. Funktionen und Merkmale können sich ändern und sind möglicherweise nicht für alle QNAP NAS verfügbar.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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3 Kommentare

  1. TierParkToni says:

    … mal sehen, was QNAP dieses Mal wieder alles verschlimmbessert hat : hatte seit 3,5 Jahren eine TS453mini und seit 5 Jahren ein HS210 im Einsatz- und mit jedem Update kam eine Verbesserung mit 2 gravierenden Änderungen/ Fehlern, zuletzt Ende 2017 die massiven Bugs mit USB-HDDs und damit verbunden die plötzlichen Neustarts nebst RAID-Wiederherstellung.
    Eines hat QNAP aber immerhin aus der Politik gelernt : Am besten gar nicht mehr (im Support) reagieren, dann kannst auch nix falsch machen.
    Ich für meinen Teil hab die Konsequenz gezogen und mir wieder einen diskreten LINUX-File-Server aufgebaut, der nun seit 6 Wochen auch genau das macht, was ich will und was ich brauche : smartHome, Cloud via DDNS und SSL, Transcoding via NVIDIA GPU in H265 – und mit reichlich TB Storage für so gut wie alles, was vorher auf den QNAP’s gelagert wurde..
    Resümee : QNAP at its best is anytime worser than offline ..

    • Als Nutzer von Sowohl QNAP als auch Synology NAS kann ich das nicht bestätigen.
      QNAP ist etwas experimentierfreudiger was neue Firmware angehrt wohingegen Synology sehr Konservativ ist. Beide funktionieren aber zuverlässig wenn man ein paar Grundlagen beachtet.
      – Update nur nach einer gewissen Reifungszeit einspielen (bleeding edge hat hat Fehler)
      – Updateprozess ordentlich machen (Backup, Reboot, aufräumen von Apps)
      – nicht zuviele Apps auf einmal ausführen

      Ich bin inzwischen wegen der benutzerfreundlichkeit weg von der Bastellösung…
      Allerdings kann ich die schlechten erfahrungen mit den Support bestätigen – über eine Woche zum Antworten ist zuviel selbst für Heimnutzer…

  2. P20 pro nutzer says:

    Ich hab die Version schon eine Weile in Nutzung als beta, finde es ist etwas weniger auslasten, also im Endeffekt stromsparender.

    Support kann man halten wie man möchte, Reaktion innerhalb 24h ist normal bei den themen die ich hatte. Die Lösung dauerte Dan schon etwas. Nur ein Thema haben sie bisher fleißig ignoriert. Alles in allem ist der Support und die Wartezeit normal.

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