„Pride“: Serie über LGBTQ+ und US-Bürgerrechte ab 25. Juni 2021 bei Disney+

Disney+ nimmt ab dem 25. Juni 2021 mit „Pride“ eine sechsteilige Dokumentarserie über den Kampf um die LGBTQ+-Bürgerrechte in Nordamerika ins Programm. Dabei behandelt man die Entwicklung von den 1950er-Jahren bis hin zu den heutigen Gegebenheiten. Der Streaming-Anbieter schiebt diese Reihe unter seine Marke Star.

Die Serie spanne laut Disney einen Bogen von der FBI-Überwachung Homosexueller während der 1950er-Jahre bis hin zu den Culture Wars der 1990er Jahre und darüber hinaus. Themen, die da behandelt werden, sind z. B. auch die gleichgeschlechtliche Ehe und die Diskriminierung Homosexueller während der Aids-Epidemie. Jede der sechs Episoden widmet sich dabei einem Jahrzehnt. Behandeln wolle man auch, wie „weiße Cisgender-Mitglieder der LGBTQ+-Community einen Platz in der Gesellschaft fanden“, während Transsexuelle bis heute weiter um ihre Rechte kämpfen müssten.

Sind alles Themen die aktuell, speziell in den USA, viel diskutiert werden aber auch in Deutschland mehr und mehr offen diskutiert werden. Interessiert ihr euch für das Thema und werdet mal bei „Pride“ hereinschauen?

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23 Kommentare

  1. „Interessiert ihr euch für das Thema und werdet mal bei „Pride“ hereinschauen?“

    Interessant finde ich die damit verbundenen Themen schon. Und ich finde es gut, dass sich Disney hier engagiert. Allerdings wäre es für mich nun kein Grund, Disney+ zu abonnieren.

    Und (sexuelle) Identität ist ja auch bei uns eine kontrovers und vor allem emotional geführte Diskussion. Man denke nur an das Gendern. Problematisch finde ich die Diskussion allerdings immer dann, wenn sie spaltet, statt zu inkludieren. Das ist beim Rassismus wie bei LGBTQ+-Themen so. Man denke nur an die Schule, die neben Jungen- und Mädchen-WC nun auch Divers-Klos anbieten wollte. Statt Gender-neutrale Klos zu machen. Über solche Auswüchse haben sich die USA schon vor vielen Jahren diskutiert. Blöd nur, dass jede Gesellschaft eine ähnliche Entwicklung durchmachen muss, und wir nicht voneinander lernen.

    Naja, vielleicht trägt die Serie ja dazu bei.

  2. Black Mac says:

    Endlich! Kann es kaum erwarten, das hat noch gefehlt! -_-

  3. Bin weder USA Staatsbürger, schwul noch schwarz , wenn man aktuell wieder sieht wie gerade mit der afroamerikanisch Bevölkerung und deren Wahlrecht umgangen wird oder wie die von die von Polizei behandeln und und sicherlich wichtig für die US Bevölkerung das zu diskutieren für meinen Lebensmittelpunkt weniger

  4. gut, denn alle Studien zeigen „Sichtbarkeit erhöht die Akzeptanz.“

  5. umso wichtiger solange die weltweite Situation och so aussieht:

    https://www.lsvd.de/de/ct/1245-LGBT-Rechte-weltweit-Wo-droht-Todesstrafe-oder-Gefaengnis-fuer-Homosexualitaet

    Zudem ist die Anzahl homophob motivierter Straftaten im letzten Jahr auch mitten in unserem „aufgeklärten“ Europa wieder start angestiegen.

    • Da hat man wohl viele nicht aufgeklärte Menschen in Europa…

      • Selbst auf Kika laufen mittlerweile Interviews mit Drag Queens. Versteht mich nicht falsch, jeder soll sich als das fühlen und das lieben, wonach ihm ist, und er sie es soll auch alle Rechte haben etc. Aber das nimmt langsam Ausmaße an, die mir nicht gefallen. Das gleicht teilweise schon einer regelrechten Indoktrination, siehe auch gendergerechte Sprache.

        • Was haben Drag Queens mit Homosexualität zu tun? Ich sag es Dir: Genauso viel wie gendergerechte Sprache. Gar nichts.

        • Jonas Wagner says:

          Bist du also der Meinung, dass auf Kika, oder sonst wo, bestimmte Menschen nicht interviewt werden sollen? Entscheidest du wer für dein Empfinden okay ist, interviewt zu werden?

          Was für Ausmaße das doch annimmt, dass irgendein Mensch ein Interview bekommt. Wo kommen wir denn da hin!!!!111!!!

  6. Ich schaue gerne Dokumentarserien, warum also nicht?

    Ist doch erstaunlich, welcher Wandel sich vollzogen hat und – zumindest ich – ich habe inzwischen tagtäglich bei der Arbeit und auch im Bekanntenkreis mit offenen Schwulen und Lesben zu tun. Wäre für meine Großeltern noch ziemlich komisch gewesen.

    Hauptsache gut gemacht und – wieder einmal, wie bei anderen Themen auch – Schade, das es wieder aus den USA kommen muss.

  7. Ich weiß ja nicht, wie ihr das so macht, aber ich schaffe es, mein Leben zu führen, ohne ständig meine sexuelle Ausrichtung vor mir herzutragen. Meine Arbeit erledige ich rein inhaltlich ausgerichtet und stehe mir dabei weder mit meiner Schuhgröße, meiner Haarfarbe oder eben meiner sexuellen Ausrichtung selbst im Weg. Auch beim Einkaufen fände ich es recht unpassend, anderen Kunden oder dem Marktpersonal meine Sexualität auf die Nase zu binden. Ebenso beim Ausüben meiner Hobbys, z.B. dem Radfahren: Ich wüsste nicht, wie ich da über meine Sexualität stolpern sollte.

    Also mache entweder ich etwas richtiger oder andere etwas falscher. Vielleicht sollte ich einen Film für LGBTXYZ#*-geplagte machen, wie man sein Leben ohne viel Radau selbst auf die Reihe bekommt. 🙂

    • Ich gebe Dir recht, ab darum geht es ja gar nicht, sondern um die ganz alltäglichen Dinge. Das Händchenhalten auch der Strasse, der flüchtige Kuss zwischendurch. etc.

      Das hat mit Sexualität vor sich hertragen recht wenig zu tun. Und solange so etwas Beleidigungen oder gar Gewalttaten hervorruft,- was es leider öfter tut als viele wahrhaben wollen – ist das Problem bei Gesellschaft, die da etwas nicht auf Reihe bekommt.

    • Viele Andere haben genau das gleiche Sendungsbewusstsein jedem private Details mitzuteilen. Damals hat kaum einer sein Familienfotoalbum öffentlich rumliegen lassen, seinen Lebenslauf an die Haustür genagelt oder auf dem Marktplatz laut Selbstgespräche geführt. Heute ist das mit Google, Facebook und Twitter ganz normal geworden.

    • PS: Wenn solche Themen in Woketainmentformaten behandelt und nicht überall künstlich reingezwungen werden ist doch alles gut.

  8. Das ist eine eigenartige weise sich über Probleme anderer Menschen zu äußern. Wenn man selbst in einem Kontext lebt und liebt, sodass man keine Diskriminierung erfährt, dann bedeutet es doch nicht, dass es diese Diskriminierung nicht gibt.

    „Meine Arbeit erledige ich rein inhaltlich“, ach so und bei Gesprächen in der Kantine wird bestimmt niemand über seine Familie sprechen oder sogar auf der Weihnachtsfeier seine Partnerin mitnehmen. Wenn dann einer/eine dabei ist, der sich daran stört und deswegen dich schlecht behandelt, dann bist du auch schuld, weil du ja nicht hinkommen hättest müssen.

    Die Opfer als Verursacher ihres Leidens zu machen ist natürlich einfacher als zu akzeptieren, dass Teile der Allgemeinheit noch etwas zu lernen hat.

  9. „Interessiert ihr euch für das Thema und werdet mal bei „Pride“ hereinschauen?“

    Ersteres zwangsläufig, es wird ja Einem mittlerweile permanent um die Ohren geschlagen,
    zweitens sicher nicht, meinen persönlichen Bedarf an Informationen bei dem Thema ist
    schon lange gedeckt. Falls die Serie gut gemacht ist, dürfte sie sicher den einen oder anderen
    einen Überblick über die historischen Entwicklung bringen.

  10. Welche Frage mich dabei noch umtreibt: LQTBXYZ-Aktivismus hierzulande ist eher so auf Anfänger-Level. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es keine echten Gefahren und auch keine größeren Herausforderungen. Die Öffentlichkeit biedert sich der Bewegung förmlich an, da aktivistet es sich recht bequem und komfortabel.

    Man hört aber so gut wie nichts darüber, dass Aktivisten dort tätig würden, wo es – sofern man die Sache ernst meint – vorsichtig ausgedrückt „stärkere Vorbehalte“ gibt. Warum keine LQTBXYZ-Demo in Neukölln? Vor dem Freitagsgebet einer Moschee, damit man sich drin mal konstruktiv mit dem Thema auseinandersetzen kann? Als fester Bestandteil von Integrationskursen? Warum konzentriert sich die Bewegung auf seichte Betätigungsfelder und meidet Bereiche mit tatsächlich strukturell verwurzelter Ablehnung ihrer Sache?

  11. Ich denke schon gibt es da noch ein paar Herausfoderungen:

    Zahlen für 2020 bundesweit
    Laut Bundesinnenministerium wurden für 2020 insgesamt 204 Straftaten dem zum 1. Januar 2020 neu eingerichteten Themenfeld „Geschlecht/Sexuelle Identität“ zugeordnet. Damit sind transphob motivierte Taten gemeint. Bei den dort registrierten 40 Gewaltdelikten handelte es sich in 35 Fällen um Körperverletzungen. Im Unterthemenfeld „Sexuelle Orientierung“ wurden insgesamt 578 Straftaten, davon 114 Gewaltdelikte, mit 109 Körperverletzungen registriert. Diese Taten gelten als homophob motiviert.

    Insgesamt wurden folglich 782 Straftaten von Hasskriminalität gegen LSBTI registriert, darunter 154 Gewalttaten (144 Körperverletzungen). Das ist ein Anstieg von 36% gegenüber 2019. Drei schwulenfeindlich motivierte Morde sind nicht in die Statistik eingegangen.

    Quelle: Bundesinnenministerium: Straf- und Gewalttaten im Bereich Hasskriminalität 2019 und 2020 (04.05.2021)

    https://www.lsvd.de/de/ct/2445-Homophobe-Gewalt-Angriffe-auf-Lesben-Schwule-bisexuelle-trans-und-intergeschlechtliche-Menschen-LSBTI

    • Jonas Wagner says:

      Solange die Holgers, Daniels und Maceos hier in den Kommentaren das nicht mit den eigenen Augen an fünf verschiedenen Tagen gesehen haben, existiert diese Gewalt für sie nicht…

      „Bis auf wenige Ausnahmen gibt es keine echten Gefahren und auch keine größeren Herausforderungen.“ …

      • ja, das entspricht auch meinen Erfahrungen, Leider. Also müssen wir wohl doch etwas vor uns hertragen, wenn es auch nicht unbedingt ein Fähnchen sein muss.

        Obwohl, irgendwas mit Fähnchen… 😉

        • https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/themen/sicherheit/pks-2020.pdf?__blob=publicationFile&v=2

          Ihr tut so als ob er es herunterspielen will. Beantwortet doch die Frage. Verglichen mit Diebstahl insgesamt (139.602 Fälle), Beförderungserschleichung (20.867) oder Ausländerrechtliche Verstöße (18.534) sind es die bei anderen Themen so gerne bemühten „bedauerlichen Einzelfälle.“

          • Danke für die Zahlen. Diese unterstreichen objektiv, das die LQBTusw.-Szene hierzulande (noch) kein wirkliches Problem hat. Insbesondere gibt es hier in Deutschland keine Einschränkungen, was Bürgerrechte anbelangt.

            Warum das „noch“? Es gibt durchaus Personengruppen, von welchen im Allgemeinen weniger Gefahren für LQT… ausgeht und Gruppen, in welchen nicht nur die Ablehnung gesellschaftlich fest verankert ist, sondern die auch insgesamt Aufklärung und Toleranz gegenüber nicht sonderlich aufgeschlossen sind. Insbesondere der islamische Kulturkreis ist für seine strikt ablehnende und aktiv gegen alles, was nicht konservativ hetero ist, vorgehende Haltung bekannt.

            Nun ist es gleichzeitig aber so, dass es bei denen, die sich für Migration auch aus islamisch geprägter Herkunft stark machen und denen, die sich für die LQTB…-Bewegung einsetzen, eine große Schnittmenge gibt, also die gleichen Leute beides unterstützen. Wenn man unbedingt will, kann man ja für beides sein, nur ist das eine mit dem anderen recht inkompatibel und führt in der Kombination ziemlich zuverlässig genau zu der Gewalt, die weiter oben bereits beklagt wird, wenn sie in homöopathischer Dosis auftritt.

            Von außen sieht mir das aus wie Masochismus. Oder ist es Langeweile?

  12. Du eierst herum. Gehe doch bitte mal auf meine Frage ein: Warum keine LQTBwasauchimmer-Aktionen dort, wo es echte Vorbehalte eurer Sache gegenüber gibt. Danke.

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