Preisverfall bei NAND-Flash-Speicher: SSDs vermutlich bald günstiger

Derzeit wird so gut wie alles teurer. Da reibt man sich schon eher die Augen, wenn mal etwas günstiger werden soll – in diesem Falle voraussichtlich SSDs im Verlauf des vierten Quartals 2022. Zu dieser Prognose kommen jedenfalls die Analysten von TrendForce, die sich den Markt mal genauer angesehen haben.

Demnach gebe es aktuell ein Überangebot an NAND-Flash. Die Hersteller versuchen erst einmal ihre Bestände zu reduzieren und wollen weniger bei Zulieferern abnehmen. Das führe entsprechend dazu, dass die Anbieter von NAND-Flash ihre Preise senken müssten. Dies habe sich bereits im 3. Quartal 2022 abgezeichnet, denn die Wafer-Preise sanken um 30 bis 35 %. Für das vierte Quartal 2022 rechne man mit Preissenkungen beim NAND-Flash um 15 bis 20 %. Die meisten NAND-Hersteller dürften zunächst im vierten Quartal beim Verkauf Verluste hinnehmen müssen, um die Überproduktion einzudämmen und die vollen Lager zu leeren.

Bei Geschäfts- und Endkunden sei der Bedarf unter anderem aufgrund der Wirtschaftskrise gesunken. Lediglich im gehobenen Segment der PCIe-4.0-SSDs gebe es Wachstum und eine gute Nachfrage. Speziell bei Enterprise-SSDs sei aber mit sinkenden Preisen zu rechnen.

Auch bei eMMC-Speicher sehe es nicht gerade rosig aus, da die Absatzzahlen von Chromebooks und TVs etwa abflachen. Hier rechnet TrendForce daher im 4. Quartal 2022 mit um 13 bis 18 % sinkenden Preisen. Und auch die Preise für UFS-Speicherplatz, wie er in mobilen Endgeräten zum Einsatz kommt, sollen laut TrendForce um ca. 13 bis 18 % sinken. Der Markt für NAND-Speicherplatz werde auf absehbare Zeit schwierig für die Hersteller bleiben.

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7 Kommentare

  1. dirk der allerechte says:

    Das macht nichts, wird sich nicht ausschlagen auf dem hiesigen Markt, ich rechne jetzt mal die Energiekosten für die Transporte einfach drauf.

  2. Klaus Mehdorn Travolta says:

    Das hört sich mal interessant an! Danke für die Info, ich wäre aktuell nicht auf die Idee gekommen, aufgrund der leider historischen Euro-Schwäche, nach sinkenden SSD-Preisen zu schauen.

  3. Habe bei Amazon gestern eine Samsung T7 SSD für 99 Euro statt 230 Euro ergattert. Dazu kann man echt nichts sagen.

  4. Und der Eurokurs sagt so: Nein.

    Sinkende Flashspeicher-Preise werden seit Monaten vorhergesagt. Wirklich gesunken sind sie kaum, wenn dann wirklich nur der Billig-Flashspeicher von Intenso und Co.

  5. M2 SSD´s fallen zur zeit auch im preis, bei den premium speichern kann man momentan teilweise bis zu 50% sparen.

  6. Davon wird beim Endkunden kaum was ankommen, höchstens die älteren Modelle werden günstiger

  7. You love to see it

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