Postbank setzt Grenze für Strafzinsen runter

Menschen, die sich ein bisschen Geld auf die hohe Kante legen möchten, haben es natürlich mitbekommen. Dadurch dass Banken Zinsen zahlen müssen, wenn sie das Geld der Kunden bei der Europäischen Zentralbank einlagern, wird auch das Sparen an sich weniger lukrativ. Ganz im Gegenteil, man zahlt sogar Strafzinsen, offiziell „Verwahrentgelt“. Da sind in den letzten Monaten einige Institute vorangegangen, oft hieß es dann, dass Sparer ab 100.000 Euro Guthaben 0,5 Prozent Strafzinsen zahlen. Die Postbank setzt das Sparlimit nun gar noch weiter unten an. Das zur Deutschen Bank gehörige Institut wird ab dem 21. Juni ein Verwahrentgelt verlangen, wenn beim Sparer ein Guthaben von 50.000 Euro auf dem Anlage- oder Girokonto vorhanden ist, so die FAZ. Dies solle erst einmal nur die Neukunden betreffen. Tagesgeldkonten sollen  auch betroffen sein, hier wird schon 25.000 Euro Guthaben zur Kasse gebeten. Bestandskunden seien erst einmal nicht betroffen.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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67 Kommentare

  1. Ist doch ganz einfach, Kono kündigen und eines eröffnen, wo es noch keine Strafzinsen gibt.

    • Genau, und dann ständig immer wieder wechseln…

      • Warum nicht? Der Aufwand ist überschaubar und man zeigt auch, dass man sich nicht alles gefallen läßt.

        • Das interessiert bei den Banken eh keinen. Am Ende wird man keine Wahl mehr haben. Es ist ja schon schwierig geworden, ein anständiges Girokonto ohne Kontoführungsgebühren zu finden.

        • Was ist ein überschaubarer Aufwand? Vom Finanzamt, Versicherungen, Arbeitgeber, Stadtreinigung, Wasser, Gas und dazu die Websites mit hinterlegten Zahlungsdaten…
          Also einen Tag darin zu investieren alle entsprechenden Stellen über ein neues Konto zu informieren und nachzudenken was man vergessen hat, bevor ein Mahnbescheid kommt, nennst du überschaubar.
          Na wenn einem das Spaß macht.

          • Wenn dir das zu aufwendig ist, dann lege halt nur eine neue Bankverbindung an und überweise nur dein Guthaben auf dieses neue Konto, oder lasse es und zahle weiter Strafzinsen

          • Das ist alles nicht so dramatisch, wie es oft geschildert wird. Daueraufträge werden automatisch an die neue Bank übermittelt, dem Arbeitgeber Bescheid zu geben, ist schnell gemacht, das Finanzamt hat man im Zweifel im Rahmen der jährlichen Steuererklärung abgehakt … Also ja, es ist Aufwand, aber in aller Regel ist das nichts, was einen ganzen Tag in Anspruch nimmt.

          • Die Banken sind gesetzlich verpflichtet ihre Kunden beim Wechsel der Bankverbindung zu unterstützen. Der Aufwand für den Kunden ist eine faule Ausrede.

      • Das muss man bei Tagesgeldkonten doch sowieso schon machen wenn man überhaupt noch Zinsen haben will, auch wenn diese mit deutlich unter 1% natürlich lächerlich gering sind und man faktisch Jahr für Jahr Geld verliert.

        Aber was will man machen, wenn man Geld risikofrei zwischenlagern und kurzfristig verfügbar haben möchte hat man keine wirkliche Wahl.

    • Wenn ich 100.000 € auf dem Postbankgiro liegen habe, habe ich ein ganz anderes Problem als ausgerechnet die Bank zu wechseln.
      Mal im Ernst, wer 100.000 € nicht arbeiten lässt, verdient Strafzinsen.

      • Erzähl mal, wie man die gut arbeiten lassen soll. Scheint ja easy zu sein.

        • Die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Z.B. kann man sich auf gemeinnützigen Seiten wie finzantip.de informieren.
          Die Kurzfassung lautet: In weltweit streuende ETFs investieren, z.b. auf den MSCI-World Index.
          Dann ist das Risiko ziemlich weit gestreut. Eignet sich also auch für Finanzanfänger und vorsichtige Anleger.

          • Wenn es so einfach ist, warum macht es bloß nicht jeder?

            • Meiner Ansicht nach ist es eine Frage der (Geld-)Kultur.
              In Deutschland ist das Thema Geld sehr negativ belegt.
              Hinzu kommt eine sehr konservative Haltung zum Thema Geldanlagen. So, als sein es etwas Anrüchiges. Als Folge haben wir nur eine geringe Anzahl an Aktienbesitzern.
              Wirklich sehr schade. Ich kann daher die o.g. Seite wirklich nur empfehlen. Vor allem weil sie keine Eigeninteressen verfolgt.

              • Der Initiator der Seite, Josef Tenhagen, war früher Chefredakteur bei der Zeitschrift Finanztest (von der Stiftung Warentest). Man kann ihn gelegentlich auch im Fernsehen sehen, u.a. im Morgenfernsehen oder anderen Verbrauchersendungen. Er vertritt einen sehr pragmatischen Umgang mit Geld, möchte aber auch dazu ermuntern, mehr Aktien in die Finanzplanung einzubauen.

              • @Jens P. +1
                Absolut korrekt beschrieben!

              • Aktien sind keine Option für alle.
                Das Problem ist, man weiß nie, wie der Aktien Markt steht, deswegen kann sich das nur als Langfristige Option lohnen.
                Wenn man größere Anschaffungen plant oder Rücklagen als Unternehmer/Selbständiger bildet, kommen schon schnell über 25000€ zusammen.
                Dieses Geld kann ich nicht mal einfach so aus meinem Aktien Depot ziehen, wenn ich es mal brauche. Es dauert teilweise Monate, bis sich die Aktien nach einem Kursrutsch erholen. Auf lange sicht kein Problem, aber auf kurze ist das sehr problematisch.

                Bei Anlageoptionen wie Tagesgeld weiß ich zumindest, dass ich mein Geld sofort abrufen kann, wenn es darauf ankommt.

                Übrigens ist deine Aussage „Mal im Ernst, wer 100.000 € nicht arbeiten lässt, verdient Strafzinsen.“ in dem Kontext ignorant und arrogant gegenüber anderen.

                • Die Argumentation für Selbstständige/Unternehmer kann ich natürlich nachvollziehen.
                  Bei Privatinvestoren habe ich allerdings eher wenig Verständnis, wenn man sechsstellige Beträge rumliegen lässt.
                  Natürlich gibt es auch da Ausnahmen, etwa wenn größere Anschaffungen anstehen, wie z.B. ein Haus, ein Wohnmobil oder auch beim Übergang in den Ruhestand.
                  Dann gibt es aber immer noch die Möglichkeit, das Geld auf mehrere Institute aufzuteilen.

              • Der Tipp ist grundlegend richtig, aber nützt Dir halt alles nichts wenn Du Geld risikofrei kurzfristig verfügbar halten möchtest.

            • Die Frage stelle ich mir auch 😉 Aber in der Tat würde ich auch nicht alles in einen ETF stecken, nicht alle Eier in einen Korb.

              • Der MSCI-World umfasst Aktien von ca. 1.500 Firmen in über 20 Industrieländern.
                Mit einem Anteil ab 50 € aufwärts sind Sie an allen beteiligt.
                Wieviele Körbe mehr dürfen es denn sein?

                • Ich weiß, würde aber trotzdem nicht alles Geld in einen ETF stecken. Einen Teil z.B. auch in einen gemischten Fonds, gerne auch ein ETF. Kommt aber immer auf die individuellen Gegebenheiten, wie Alter, Risikobereitschaft, schon vorhandenes Vermögen usw. an.

                  • Da stimme ich natürlich zu!
                    Jeder so bunt, wie er/sie mag und vor allem womit er/sie sich wohlfühlt.
                    Es hilft ja nichts, wenn man Nachts nicht schlafen kann.
                    Es gibt ja auch nachhaltige ETFs, ETFs die sich dem fairen Handel verschrieben haben, umweltfreundliche ETFs usw.

              • Mit dem MSCI World packt man die Eier ja auch in mehr als 1600 Körbe. Mit dem MSCI ACWI in mehr als 3000 Körbe und mit dem FTSE All-World sogar in mehr als 4000 Körbe.

                Dass man natürlich nicht „alles“ nimmt, sondern 3-6 Nettomonatseinkommen auf dem Tagesgeldkonto liegen lässt, falls mal Waschmaschine, Auto und Notebook gleichzeitig den Geist aufgeben oder die Zähne gemacht werden müssen, ist ja ein anderes Thema.

            • In Deutschland macht es nicht jeder (German Angst). Der Rest der Welt macht es schon längst.

          • Blacky Forest says:

            In meinem Bekanntenkreis war es häufig so, dass man auf ein Haus gespart hat. Und in vielen Fällen war es dann so, dass man lange Zeit nichts gefunden hat, plötzlich musste aber alles ganz schnell gehen. Ich verstehe da schon, dass man Angst hat, das Geld nicht schnell verfügbar zu haben. Und hinzu kommt, dass es eine unglaubliche Schwämme an Finanzverkäufern gab. Es ist schwierig einen richtigen Finaznberater zu finden. Selbst Genossenschaftsbanken haben einen enormen Druck, da ist nicht mehr der Kunde/Genosse im Fokus.

            • Sebastian says:

              Genau das ist das Problem. Aktien und die erwähnten ETFs sind keine kurzfristige Geldanlage. Diese sollten für mindestens 5-10 Jahre angelegt werden.

            • Der beste Tipp den man da befolgen kann ist sich selbst zu informieren. Sobald man sich au die örtliche Sparkasse verlässt, und denkt Bankberater würden wirklich objektiv im Kundeninteresse beraten hat man verloren.

              Ich war mit 18/19 Jahren mal so naiv, und dachte Bankberater würden wirklich beraten und wurde von der örtlichen Sparkasse hinters Licht geführt. Die Bankberaterin (Verkäuferin passt generell besser) hat klar entgegen meiner Vorgaben und Wünsche gehandelt, das war leider noch in der Zeit vor den verpflichtenden schriftlichen Beratungsprotokollen….

              Aber es hatte auch sein Gutes, ich habe daraus gelernt und den Fehler kein zweites Mal begangen.

          • @Jens P: Mit der Anlage stimme ich dir zu, aber Finanztip ist mitnichten gemeinnützig (auch wenn die Seite so aussehen soll). Die Firma wurde wohl in 2019 sogar umbenannt von Finanztip Verbraucherinformation gemeinnützige GmbH in Finanztip Verbraucherinformation GmbH. Das sollte schon aussagekräftig genug sein. Auch das Sternchen bei zahlreichen Links weist auf Affiliate-Links hin, über die natürlich Geld verdient wird.

            Eine objektivere Seite ist hier Finanztest an sich und als Anlagetipp das sog. Pantoffel-Portfolio: https://www.test.de/suche/?q=Pantoffel-Portfolio
            Hier werden Aktienfonds, Banken & Co. empfohlen – und das absolut unabhängig von Provisionen (die die Stiftung Warentest ohnehin nicht annimmt).

            @caschy, ja, so schwierig ist das Pantoffel-Portfolio nicht, wenn man sich damit einmal etwas beschäftigt hat. Dann spart man einfach einen Betrag X im Monat in mehrere Aktienfonds und lässt die Börse für einen arbeiten. Überwachen muss man das Depot – je nach Fonds – vielleicht 1-2 x im Jahr. Das sollte einem sein Geld schon Wert sein. Schwierig ist es jedenfalls nicht wirklich.

            • Vielen Dank für die Information.
              Das Pantoffel-Portfolio werde ich mir mal anschauen.
              Bin ja immer für einen hilfreichen Tip zu haben.

          • Da stimmen aber ein paar grundlegende Kenntnisse nicht.

            Erstens arbeitet das Geld nicht, sondern die Unternehmen, an denen man Anteile hält.

            Wenn man Aktien gekauft hat, sind die 100k komplett weg und das solange man sie nicht für einen höheren als den Ausgabepreis wieder loswird (Gebühren, Steuern etc).

            Faktisch wirft man 100k weg, um ein paar mickrige Kröten im Jahr aus Unternehmen zu pressen-würde man sich einen 450€ Job suchen und die 100k behalten, stünde man nach allen Abzügen am
            Jahresende besser da.

            Mit 100k hat man an der Börse nichts verloren, die Zeiten waren mal. Heutzutage kann man mal drüber nachdenken, wenn man ne Million oder mehr rumliegen hat und einem langweilig ist.

            Generell ist die Börse momentan mit den folgenden Coronaverwerfungen für Privatanleger nicht zu empfehlen. Zumal die Steuerabgaben dort massiv steigen werden, die Staaten sind ja nicht blöd, die holen sich das alles wieder. Geld, das einfach auf dem Konto liegt, kann nicht so einfach erneut und mehrmals besteuert werden.

            • Wat’n wirrer Blödsinn.

            • Das ist jetzt wirklich Unfug was Du hier schreibst.

            • Wie ich oben schon beschrieben habe, in Deutschland hat sich eine sehr negative Kultur zum Thema Geld und investieren entwickelt. Eigentlich sind wir auf diesem Themenfeld ein Entwicklungsland.
              Und um es gleich klarzustellen, ich rede hier nicht von Geldgeilheit und Turbokapitalismus, sondern davon, Chancen und Risiken abzuwägen. Nur so kann man Chancen auch wahrnehmen.

          • Thomas Müller says:

            Köstlich und einfach nur naiv. Bin gerade mit einer größeren Summe ausgestiegen und werde zu gegebener Zeit wieder einsteigen.

          • Jaja, ETFs. Sind immer noch riskanter, als „Geld auf der hohen Kante“. Dort werden ganz schöne Gebühren jährlich fällig. Pro Ja gerne mal 0,2%. Dazu teilweise Gebühren beim Erwerben und Veräußern, auch wenn es bei einigen Instituten kostenlos ist (nur wie wird das wieder querfinanziert?).
            Diese Gebühren (die 0,2-0,4% je nach ETF) fallen dazu noch jährlich an. D.h. das muss man erst mal erwirtschaften. Und das Märchen von ewig steigenden Aktienkursen lesen ich schon seit ich mit Fonds angucke.
            Dazu kommt, dass synthetische ETFs mit merkwürdigen Tauschgeschäften den Index abbilden. Jene, die wirklich die Aktien kaufen, sind deutlich teurer in der Verwaltungsgebühr.

        • All-in in Krypto… to the moooooon 😉

      • Und was mache ich dann wenn ich spontan Geld brauche? Mein Geld liegt ja nicht rum aus Jux, sondern als Notgroschen falls ich mal spontan was brauche.

      • Thomas Müller says:

        Sowas kann nur jemand behaupten der kein Geld hat. Ich bin gerade aus dem Aktienmarkt ausgestiegen und habe in der Tat das Geld auf dem Girokonto liegen.

        Nenne mir mal eine Alternative. Ich warte jetzt erst mal die Korrektur ab.

        • Und wenn du Pech hast, wartest du in 3 Jahren noch. Niemand weiß wann es korrigiert. Es riecht zwar danach, aber viele dachten nach dem ersten Corona Crash auch – da geht noch was, war aber nichts mehr.

          • Eine Korrektur wird es nicht geben. Die Preisentwicklung an der Börse ist im Grunde (Hyper)Inflation: Es werden durch die FED und EZB so viele Milliarden „gedruckt“, dass die irgendwo hin müssen. Also werden Aktien gekauft.

      • Als ehemaliger Bankkaufmann „Haben Sie jemals Geld arbeiten sehen?“

        Ich nicht.

      • Dann nenne mir mal eine einzige risikofreie Alternative, wenn das Geld z.B. für einen beabsichtigten Hauskauf kurzfristig verfügbar sein soll.

      • Tut mir leid, dass ich deine Naivität störe und du es jetzt von mir erfahren musst, aber Geld arbeitet nicht. Kein Bisschen. Alles, was an Börsen, Bankgeschäften, Investments, Anlagegeschäften, Renten, Devisen, etc. passiert, ist, das Geld den Besitzer wechselt. Jegliches Geld, was zu dir wechselt, fehlt einem anderen. Und anders herum. So, wie der Energieerhaltungssatz, Energie geht nicht verloren, entsteht aber auch nicht aus dem Nichts, wenn dir das etwas sagt. Da Geld, Aktien und all dem weiteren Kram keinerlei Wertschöpfung innewohnt, ist es nichts anderes als jemand anderes über’s Ohr zu hauen, wenn du damit Gewinn machst. Kannst du so machen. Können viele so machen. Aber eben nicht alle, irgendeiner muss schließlich die Party bezahlen.

  2. Solange die EZB ihre Zinspolitik nicht ändert, werden wir weiter solche Nachrichten sehen.
    Und wenn die Wohnungsbau-Blase platzt, weil es sich niemand mehr leisten kann zu bauen, wird es noch schlimmer, da dann viel Geld nicht mehr weiterverliehen werden kann…

    • Die Wohnungspreise werden nur dann sinken, wenn die EZB die Zinsen erhöht, was ja die ersten Leute ja bereits wegen der aktuell hohen Inflation fordern.

      • Das ist doch ein Nullsummenspiel. Dann sinken halt die Häuserpreise, aber dafür kriegst Du die Kredite nicht mehr so günstig wie aktuell. Dann hast Du als Käufer auch nichts gewonnen.

        Wenn ich mir anschaue, dass wir aktuell nach Häusern in Preisregionen schauen die sich mein Chef früher gerade so leisten konnte, dann ist das nur möglich weil eben die Zinsen relativ niedrig sind. In absoluten Eurobeträgen ist es natürlich immer noch verrückt wieviel Geld die Bank von mir bekommt nur dafür, dass sie mir Geld leiht.

  3. Wer bei 2,5% Inflation soviel Geld auf einem Konto liegen hat, das er 0,5% Strafzinsen zahlen muss, sollte sich nicht beschweren, sondern seine Anlageform überdenken!

  4. Die EZB müsste die Zinsen langsam und behutsam anheben um die Luft aus der Immobilien- und Aktienblase zu lassen. Die Ansage von der EZB ist doch „Spekuliert euch um Kopf und Kragen“. Das prekäre ist, dass inzwischen für Immobilien als „Geldanlage“ gebaut wird und die wollen dann exorbitant hohe Mieten, weil das teure Zementgold sonst zur Falle wird.

    Am anderen Endes es Wahnsinns sind die Turbokapitalisten bei Bitcoins: Wer mehr Geld hat für Grafikkarten und billigen Kohlestrom wird schneller noch Reicher mit dem virtuellen Spielgeld. Dann versuchen sie sich mit geklauter Rechenleistung zu bereichern, weil man keinen Strom und keine Hardware bezahlen muss. Nebenzu wird die Umwelt belastet. Sie befreien uns vom Zentralbankgeld? Ja. Ähm. Ich hätte es nicht angenommen, aber es gibt noch schlimmeres als Leerverkäufe. Bitcoins. Null Regulierung, null Verantwortung und nicht mal den Hauch einer realen Leistung dahinter.

    Da ist das Casino eine anständige Sache dagegen…

  5. Schön wie sich hier die selbsternannten Finanzexperten zu Wort melden. Okay, 100.000 € auf einem Girokonto bei der Postbank gehören schon irgendwie bestraft. Aber der Hinweis die Anlageform zu überdenken greift bei dieser Summe zu kurz. Die meisten Sparer die einen solchen, relativ kleinen Betrag auf die hohe Kante legen können (wollen) ein Risiko das über das Inflationsrisiko hinausgeht nicht tragen. Investments in Aktien, ETF oder Ähnliches sind und bleiben risikobehaftet. Das Verhalten der Sparer wird von den Banken für den eigenen Reibach ausgenutzt. Niemand zwingt die Banken ihre Einlagen bei der EZB zu parken und dafür zu bezahlen.

    • Das ist nicht korrekt. Die Banken müssen die Mindestreserve bei der EZB parken.

      Und ja. Auch ETFs sind risikobehaftet, wer Anfang 2020 aus einem EFT raus musste hat einen massiven Verlust erlitten. Soviel zur Sicherheit der Lemmingtaktik „Ich mach was alle machen, dann rettet mich schon wer.“. Wer Mündelsicher anlegen muss darf sowas sowieso nicht tun.

      • Kommt darauf an, wann und in welchen ETF Du eingestiegen bist.
        Die Aussage, wer Anfang 2020 sein Geld brauchte uns aussteigen musste, hat Verlust gemacht, ist pauschal so nicht zutreffend.

        • Aktien, ETF oder Investitionen in Immobilien sind was für Leute die langfristig Geld anlegen können. Wer auf kurzfristige, relativ risikolose Geldanlage angewiesen ist, dem bleibt nur Giro- oder Tagesgeldkonten.

      • Wie hoch ist denn die Mindestreserve die Banken bei der EZB parken müssen? Meines Wissen entspricht sie dem Kreditvolumen das die Banken gewährt haben. Mit den Verwahrentgelten belasten die Banken aber doch mehr als die Mindestreserven, weil kaum noch jemand bereit ist die überzogenen Kreditzinsen der Banken die Verwahrentgelte und sonstige Servicegebühren kassieren, zu bezahlen.

  6. Das Problem ist die deutsche Vollkaskomentalität. Da ist kein Platz für Aktien und so’n Tünkram. Dann lieber 30 Jahre in eine LebensVERSICHERUNG einzahlen und eine Rendite von 1% mitnehmen. Da weiß man jedenfalls was man hat und die Verkäufer freuen sich auch noch.

    • Niemand der noch klar bei Verstand ist schließt zu den aktuellen Konditionen noch eine Lebensversicherung ab. Aber es gibt durchaus noch Altverträge, auch im Bereich der Altersvorsorge die sehr attraktiv sind.

    • ja das ist wohl so. Wer es weiterhin sicher haben will und das Geld immer verfügbar muss dann die Gebühren der Banken wohl in Kauf nehmen. Der Wunsch nach „Sicherheit“ kostet dann eben etwas.

  7. Gilt auch für Bestandskunden.
    War gerade in der Post.
    Kurzfassung: Entweder du stimmst zu incl. monatlicher Anpassung der Strafzinsen oder wir kündigen dir das Konto.

  8. Mike Fedders says:

    Postbank, Commerzbank, Deutsche Bank, SParkassen – von allen noch NIE was Positives gehört von denen in den letzten 30 Jahren. Und es gibt immer noch Leute, die dort Konten eröffnen…

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