Phishing vom Feinsten: Am liebsten nutzen Betrüger Google als Markennamen

Phishing bleibt eine verbreitete Masche von Cyber-Kriminellen, um an die persönlichen Daten von Opfern zu kommen – da kann es um Kreditkartendaten, Passwörter, Bankkonten und mehr gehen. In der Regel geben die Kriminellen vor für ein vertrauenswürdiges Unternehmen zu sprechen. Laut dem Brand Phishing Report der Sicherheitsexperten von Check Point Research sei Google dabei bei Kriminellen die beliebteste Marke.

Spannend: Im letzten Quartal stand Apple noch auf dem ersten Platz, rutschte aber auf Rang 7 ab. Nun versuchen die Cyber-Kriminellen ihre Tricks lieber unter dem Banner von Google, Amazon oder WhatsApp.

Die zehn Markennamen, die am häufigsten für Phishing genutzt wurden:

  • Google (13 Prozent)
  • Amazon (13 Prozent)
  • WhatsApp (9 Prozent)
  • Facebook (9 Prozent)
  • Microsoft (7 Prozent)
  • Outlook (3 Prozent)
  • Apple (2 Prozent)
  • Netflix (2 Prozent)
  • Huawei (2 Prozent)
  • PayPal (2 Prozent)

Überträgt man das nun auf Branchen, dann wählen sich Cyber-Kriminelle also offensichtlich am liebsten Deckmäntel aus den Bereichen der Technologie, Zahlungsverkehr und der Sozialen Netzwerke. Es gibt auch Verschiebungen bei den Angriffswegen. Angriffe via E-Mail stehen auf dem zweiten Platz, nahmen aber im ersten Quartal 2020 noch Platz 3 ein.

99 % aller Cyber-Attacken beginnen laut dem Verizon 2019 Data Breach Investigations Report mit Phishing. In 32 Prozent aller Datendiebstähle sowie in 78 Prozent aller Fälle von digitaler Spionage, wie auch der Installation heimlicher Hintertüren in Systemen, waren Phishing-Kampagnen involviert. Die Angriffe seien dabei laut Check Point Research im zweiten Quartal 2020 angestiegen, da viele Menschen derzeit attraktive Ziele abgeben – dank Home-Office wird ja auch viel am heimischen PC gewerkelt.

Angriffe über bekannte Markennamen sind dabei natürlich beliebt, schließlich will man vorgeben ein seriöser Absender zu sein und den Empfänger in Sicherheit wiegen. Auch bei mir trudeln beispielsweise täglich vermeintliche E-Mails von Amazon, PayPal oder Microsoft ein, die mich in meist gebrochenem Deutsch auffordern meine Kundendaten doch zu aktualisieren, da es angeblich ein Sicherheitsproblem gäbe – ihr kennt die Masche.

Check Point Research warnt da gar vor einer „Cyber-Pandemie“, denn auch für den Rest des Jahres rechnet man damit, dass Phishing Hochkonjunktur haben werde.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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4 Kommentare

  1. Bei mir ist es am meisten PayPal und dann Amazon & sehr selten WhatsApp!
    Google, Facebook, Microsoft, Outlook, Apple, Netflix & Huawei,
    kann ich mich nicht dran erinnern, das das schon Mal vorkam!

  2. Bei mir
    1. PayPal 99%
    2. Telekom
    3. Amazon
    4. Wechselnde Banken

    Dazu aktuell ständig „Dating Angebote“ die immer mit dem selben Text anfangen, nur der Name ist immer anders.

  3. DHL fehlt da eindeutig auf der Liste

  4. Wolfgang D. says:

    Normal landet bei Google Sharepoint Spam, neuerdings auch smava. Die anderen Adressen werden mit Netflix, Paypal, Amazon und Bank/Kreditkarten Phishing „beglückt“.

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