PC-Markt im ersten Quartal 2017 das erste Mal seit 5 Jahren gewachsen

PC-Verkäufe wurden in den letzten Jahren weniger, auch für das erste Quartal 2017 wurde ein erneuter Rückgang prophezeit. Nach aktuellen Zahlen von IDC gibt es aber erstmals seit dem 1. Quartal 2012 wieder Zuwächse. Zwar mit nur 0,6 Prozent Wachstum auf den Gesamtmarkt bezogen, dennoch natürlich mehr als erwartet. Die Steigerung gab es aber nicht weltweit, in den USA gibt es erneut einen leichten Rückgang, generell sind die entwickelten Märkte aber wieder im Aufschwung.

Dabei ist festzuhalten, dass es Notebooks sind, die für Verkäufe sorgen, Desktop-PCs sind weiterhin wenig gefragt. Im EMEA-Gebiet war es bereits das zweite Quartal, in dem sich der Markt stabilisiert hat. In Japan gibt es ebenfalls einen Aufschwung, was man vom Rest des asiatischen Raumes nicht behaupten kann.

Bei den Herstellern ist ebenfalls Bewegung drin. HP konnte sich den ersten Platz in Sachen Marktanteile zurückholen, seit dem 1. Quartal 2013 war das Unternehmen da nicht mehr zu sehen. Aber ein Wachstum von 13,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal reicht aus, um diese Position zu erlangen.

Auf Platz 2 liegt Lenovo mit einem geringeren Wachstum. Gerade einmal 1,7 Prozent mehr als im Vorjahresquartal, zu Platz 3 ist aber immer noch ein gewisser Abstand. Dieser wird nämlich von Dell gehalten, 6,2 Prozent mehr Shipments als im Vorjahresquartal gibt es hier. Apple ist weiterhin auf Platz 4, 4,1 Prozent mehr Auslieferungen gab es als im gleichen Zeitraum im Vorjahr.

Acer ist wieder auf dem fünften Platz, war die letzten Quartale nur noch unter „Other“ zu finden. 2,9 Prozent mehr Auslieferungen als im Vorjahr kann der Hersteller vorweisen. Da die Top 5 alle vergleichsweise starke Zuwächse haben, muss es natürlich auch Verlierer geben, sonst käme man nicht nur auf 0,6 Prozent Wachstum. Die gibt es bei „Others“, also den restlichen Herstellern. 11,4 Prozent weniger Geräte als im Vorjahresquartal wurden ausgeliefert.

Insgesamt ist die Entwicklung also durchaus positiv für die Hersteller. Allerdings befinden sich die PC-Verkäufe immer noch 30 Prozent unter dem Niveau ihrer Spitzenzeiten 2011. Das liegt vor allem daran, dass seinerzeit ein PC der erste Computer eines Nutzers war, heute wird eher zu Smartphone oder Tablet als Erstgerät gegriffen.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

14 Kommentare

  1. Klar doch. An einem PC Desktop geht noch nichts vorbei. Da Tablets eh rückläufig sind u. Smartphones viele Desktop Lücken nicht schließen können werden PCs bald wieder im kommen sein. Bei mir stehen auch wieder 2 Neu-Käufe aus. 1-er davon mind. dieses Jahr noch. Apropos: Die Preise für eine guten PC bewegen sich unterhalb eines Samsung Galaxy S8 bzw. iPhone 7-8. Also ein Klacks.

  2. Ein Leben ohne PC ist möglich. Aber nicht sonderlich komfortabel.
    Smartphones bringen es nicht. Tablets auch nicht.
    Was wirklich zählt: PC. Monitor (je größer, desto besser). Keyboard (je größer, desto besser). Full-Size Mouse. Alles andere ist Kinderkram.

  3. @HS, Rainer Battefeld
    Ihr habt schon richtig gelesen oder? Es wurde vom PC-Markt geschrieben, nicht von irgendwelchen Desktop PC`s, die laufen nämlich weiterhin schlecht bis minimal. Die Notebook Verkäufe sind gestiegen, die ja bekanntlich auch zum PC-Markt zählen.

  4. @ShyAngel PCs (Desktop) werden immer verkauft. Ist doch völlig egal, wie die Verkaufszahlen aussehen. Ohne PCs (Desktop) läuft kein Business. Es wird sie immer geben. So wie Rührmixer oder elektrische Zahnbürsten.

  5. @Rainer Battefeld
    Und ging es darum in den Beitrag? Nein

  6. @Frankie
    Zahlen wie diese sind immer Schätzwerte von Analysten. Es gibt keinen PC-Hersteller (ausser Apple) der Verkaufszahlen angibt.

  7. „Dabei ist festzuhalten, dass es Notebooks sind, die für Verkäufe sorgen, Desktop-PCs sind weiterhin wenig gefragt“

    Worauf stützt der Verfasser diese Aussage, gibt es noch andere Statistiken?
    Ich lese im Kopf der verlinkten Statistik nämlich nur folgendes:
    „Worldwide Traditional PC Shipments“

    Und ein „Traditional PC“ kann imho nahezu alles sein, was x86 an Bord hat, Bauform ist zweitrangig.

  8. @ShyAngel: Im IDC Press Release ist vom „traditional PC market“ die Rede und schließt (desktop, notebook, workstation) mit ein. Desktop PCs schwächeln wohl derzeit noch im Vergleich zu Notebooks. Das stimmt. Ich schrieb ja, das Desktop PCs bald wieder im kommen sein werden.
    Ist zumindest meine Hoffnung, Vermutung, Spekulation, Wunsch wie auch immer man das bezeichnen möchte 😉

  9. Ich sehe eher Potenzial in Funktionen wie Samsung Dex oder Microsoft Continuum. Würde sich das breiter durchsetzen wären die PC verkäufe wohl noch niedriger.

    Ich finde solche Konzepte wie Microsoft Surface Book auch ziemlich gut. Muss man arbeiten nutzt man den Komfort eines Laptops und braucht man ein Tablett zieht man einfach den Bildschirm ab.

    Leider spielt der Desktop wohl keine große Rolle mehr, außer in Unternehmen. Mir hat es früher auch viel Spaß gemacht an so einem Rechner rum zu schrauben und daran rum zu basteln. In der heutigen Zeit fehlt mir allerdings die Zeit und die Lust dafür. So geht es vielleicht vielen. Vor allem braucht es ausreichend Platz für so eine Kiste. Wer will sich heute noch in einem PC Raum verkriechen wenn im Wohnzimmer die Familie ist? Da nutze ich lieber mein Tablett. Die junge Generation wird Desktop Rechner (Workstations) nur noch in Unternehmen finden. Ich kenne kaum noch jemand der noch einen Desktop PC zuhause hat. Die Kosten spielen hierbei wohl auch eine große Rolle. Will man kein Aldi PC und baut sich was gutes Zusammen ist man immer noch ganz schnell bei 1000€ ohne Bildschirm und Zubehör.

  10. Philhamburgo says:

    @Rainer,
    ohne Desktop PC kein Business – da muss ich wiedersprechen. Wir haben 2000 User, wovon jetzt schon 75% Notebook User sind. Diese bekommen Business Geräte mit Dockingstation sowie Monitoren und Peripherie. Somit sind sie flexibel für Homeoffice und Außendienst. Klar schwankt dies nach Branche und das Setup ist teurer als ein Desktop PC, der Trend geht aber ganz klar weg vom Desktop – abgesehen vielleicht von Thin Clients.
    Zu Hause ist dies ähnlich, das, was mit Smartphone Tablet nicht geht, kann der Laptop übernehmen. Abgesehen vom Gaming und Budget, sehe ich keinen Grund sich einen Tower unter den Tisch zu stellen.

    @Topic:
    Denke das Wachstum hängt mit Prozessorsupport unter Win10 zusammen. Firmen sind gezwungen bei Win10 Migrationen auf Kabylake zu gehen und misten gerade sehr viel alte Hardware aus.

  11. Also ich habe einen Gaming PC i5 mit Graka und WaKü hat er 1000€ ein Gaming laptop wenn ich mal keine Lust habe den PC einzupacken für eine Lan ist aber schon 2 Jahre alt mit i7 und gtx960m hat 880€ gekostet ein Windows Tablet 8″ für mails im Bett 😉 und ein Pad mit i5 11″ zum testen von Software usw. gebraucht bei ebay 200€. Ich gebe im Jahr ca. 1 Monatsgehalt für Hardware aus ich verdiene allerdings auch nicht so viel also ca. 1300€ im Jahr gebe ich aus obwohl es jetzt wohl weniger werden wird da ich mein Handy jetzt von der Firma gestellt bekomme fällt das ja alle 2 Jahre weg

  12. Henry Jones jr. says:

    @Simon, hier ein kleiner Vorrat für dich:
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    ????????????????????????????

    Melde dich gern, wenn die Satzzeichen aufgebraucht sind. Dann schicke ich welche nach 😉

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