Panasonic Lumix BGH1: Neue Box-Style-Kamera in Panasonics MFT-System

Panasonic bringt mit der Lumix BGH1 eine spiegellose Box-Style-Cinema-Kamera auf den Markt, die sich in das MFT-System des Unternehmens eingliedert. Die Kamera kann auch 4K-Videos mit 60p und 10-bit Farbtiefe aufzeichnen. In der Kamera führe Panasonic laut eigenen Aussagen seine Entwicklungskompetenz professioneller Cine-Kameras, Camcorder und der GH-Serie zusammen.

Die Lumix BGH1 ist eine Kamera für Live-Übertragungen und arbeitet mit einem 10,2-Megapixel-Sensor mit der Venus-Engine als Bildprozessor. Die Japaner setzen auf Dual-Native-ISO für weniger Bildrauschen. So wird der Sensor der BGH1, wie bei den professionellen Varicam-Modellen, über zwei getrennte Schaltkreise ausgelesen. Damit gibt es zwei ISO-Empfindlichkeiten, was für reduziertes Bildrauschen sorgen solle und auch höhere Empfindlichkeiten bis zu ISO 51200 erlaube.

Die Kamera kann Videos mit einer Gamma-Kurve aufnehmen, die mit dem ITU-R BT.2100-Standard kompatibel ist. Sie bietet zudem Hybrid Log Gamma (HLG) für HDR-Aufnahmen, speicherbar als HEVC/H.265-Codec. Mit dem vorinstallierten V-Log-L-Modus liefert die Kamera einen Dynamikumfang von 13 Blendenstufen und kann dieses Signal via HDMI in C4K/4K 4:2:2 10-bit an einen Recorder ausgeben. Der VFR-Modus (Variable Frame Rate) erlaubt Aufnahmen mit variablen Bildraten und somit Zeitlupen oder Zeitraffer. Bei C4K/4K-Auflösung können Aufnahmen mit 60 Bildern in der Sekunde gemacht werden. Bei Full-HD erlaubt die Kamera maximal 240 Bilder in der Sekunde.

Die BGH1 erkennt zudem Objekte – sowohl Menschen als auch Tiere wie Hunde, Katzen und Vögel. Um speziell bei Menschen eine Schärfeverfolgung in Echtzeit zu ermöglichen, gibt es nun neben der Augen-, Gesichts- und Körpererkennung die separate Erfassung des Kopfs. Das Gehäuse der Lumix BGH1 wird aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung gefertigt. Längenbegrenzungen bei der Videoaufzeichnung gibt es nicht. Aufnahmen könnt ihr auf SD-Karten in zwei Schächten speichern. So könnt ihr auf Wunsch auch parallel zur Aufnahme direkt Sicherungen anlegen.

Über die PC-Software Lumix Tether for Multicam lassen sich bis zu zwölf BGH1-Kameras steuern. Mit einem künftigen Firmware-Update werde laut Panasonic zudem das IP-Streaming (RTP/RTSP) über die Netzwerkkabel ermöglicht. Neben USB -Type-C ( 3.1) bietet die Kamera einen 3G-SDI- sowie einen HDMI-Typ-A-Ausgang, die beide parallel ein Videosignal ausgeben können. Darüber hinaus gibt es ein Genlock IN und eine Timecode IN/OUT für die Synchronisierung bei Multicam-Aufnahmen.

Als weitere Eckdaten nennt Panasonic z. B. eine Tally-Signal-LED, 3,5 mm Audio (in/out) Klinkenbuchse und Kompatibilität zum XLR Mikrofon-Adapter DMW-XLR1, Wi-Fi und Bluetooth 4.2 und ein kostenfreies SDK zur Kamerasteuerung via USB.

Die Lumix BGH1 wird ab November 2020 im Handel erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung für Deutschland beträgt 2.046,08 € (inkl. 16 % MwSt.) und für Österreich 2.099 € (inkl. 20 % MwSt.).

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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