Naughty Dog soll an Remake von „The Last of Us“ arbeiten & „Days Gone 2“ abgelehnt

Aktuell soll es hinter den Kulissen bei Sonys PlayStation Studios brodeln: Demnach habe ein kleineres, internes Team große Ambitionen für ein PS5-Remake zu „The Last of Us“ gehabt. Sony allerdings habe das Projekt lieber an die Entwickler des Originals übergeben – Naughty Dog. Wiederum sei eine Fortsetzung zum Open-World-Zombie-Abenteuer „Days Gone“ abgelehnt worden.

Ich habe das Spiel damals auch hier im Blog vorgestellt und fand es wirklich gut. Aktuell ist es Teil von PlayStation Plus bzw. der PlayStation Collection an der PS5 – spielt es also gerne mal an, solltet ihr es verpasst haben. Die Entwickler don Bend Studios sollen Sony nun 2020 einen Pitch für einen Nachfolger unterbreitet haben. Sony habe allerdings dankend abgelehnt. Ursache war wohl, dass sich „Days Gone“ zwar gut verkauft habe, aber bei Kritikern und Gamern nicht den Hype auslösen konnte wie etwa ein „Horizon Zero Dawn“.

Die Hintergrundgeschichte zum Remake von „The Last of Us“ ist da etwas komplizierter. Hier wollten offenbar Mitglieder der Visual Arts Service Group, welche normalerweise andere Studios mit z. B. Animationen, Designs und anderen Optionen unterstützt, nun selbst ein kreatives Projekt stemmen. So begann man mit der Entwicklung eines Remakes zu „The Last of Us“, um Sony von den eigenen Kompetenzen zu überzeugen. 30 Entwickler aus der Visual Arts Service Group und anderen Studios taten sich dafür wohl intern zusammen. Sony ließ sich davon aber wohl am Ende nicht beeindrucken und übergab das Projekt lieber Naughty Dog. Demotiviert solle sich die Gruppe dann aufgelöst haben, die nie einen offiziellen Namen bekam.

Laut Insidern sei dieses Geschehen symptomatisch für die internen Strukturen bei den PlayStation Studios: So besitze Sony zwar viele Studios, konzentriere sich aber aktuell auf seine „Darlings“ wie die Santa Monica Studios („God of War“), Guerilla Games („Horizon Zero Dawn“) und natürlich Naughty Dog („The Last of Us“). Hier werden dann enorme Summen in Triple-A-Titel gepumpt, um den nächsten Blockbuster aus dem Boden zu stampfen. Und wenn man ehrlich ist, hat das in der PS4-Ära ja auch hervorragend funktioniert. Sony erarbeitete sich in dieser Zeit den Ruf, die möglicherweise besten First-Party-Games der ganzen Industrie zu bieten.

Microsoft versucht da aktuell für seinen Game Pass eher in die Breite zu gehen, während Sony eher auf wenige Blockbuster den Fokus legt. Beides hat sein Für und Wider. Sony solle intern bereits das Credo festgelegt haben, dass die Zeit der kleineren First-Party-Spiele vorbei sei. Das Ziel seien wenige aber hochkarätige Kracher. Um dabei Risiken zu vermeiden, da es um dreistellige Millionenbudgets geht, fokussiert sich Sony aktuell eben auf die Entwickler, die ihren Status bereits zementiert haben.

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20 Kommentare

  1. Naja macht Sinn zur tv Serie so ein Remake zu bringen. Bestimmt für 79 Euro exklusiv für die ps5 ^^

    • Habe TLoU 2 wegen der gewissen Problematik boykottiert, wie meine Kumpels auch. Bin ehrlich sogar ziemlich stolz darauf.

      • Wegen der Preiserhöhung, oder was meinst du? Kosten nicht die meisten PS5-Spiele inzwischen mehr?

        • Es geht um die Transgender geschichte und um den Golfschläger – und noch viel mehr.

          • Es gibt keine Transgender-Geschichte. Leider wurde mir das Erlebnis durch die omnipräsenten Spoiler verdorben. Ich sprang zunächst auf den „Hate Train“ auf und habe das Spiel einige Monate nicht gekauft. Doch dann bin ich über meinen Schatten gesprungen. Im ersten Durchlauf konnte ich mit Abby nichts anfangen. Zum Ende hin war meine Meinung nicht mehr so eindeutig. Beim zweiten Durchlauf konnte ich mich besser auf die Charaktere und die Geschichte einlassen. TLOU2 war kein Aufguss des ersten Teils – den sich wahrscheinlich viele gewünscht haben. Aber inzwischen muss ich sagen, dass es die richtige Entscheidung von Naughty Dog war. Ich wünschte nur, ich hätte es ohne Vorurteile erleben können. Die Leaks wurden völlig aus dem Zusammenhang gerissen und es wurden Dinge hinzugedichtet, die nicht stimmen. Viele fühlten sich wohl angegriffen davon, dass Abby nicht „weiblich genug“ aussieht – wofür es aber eine Erklärung gibt.

          • Achso. Ja, ich war damals auch ziemlich enttäuscht, wie viele Leute heutzutage noch was gegen LGBT haben. Ich war dann doch froh, dass TLoU2 sich super verkauft hat und richtig gute Bewertungen bekommen hat. Dieser „Shitstorm“ war mal wieder nur von einer kleinen Minderheit im Internet ausgegangen.

            • André Westphal says:

              Ich fand The Last of Us 2 vom Gameplay her super, Story und Charaktere waren aber absoluter Nonsens: Eine Figur verhält sich dümmer als die andere und die Charaktere drehen sich teilweise in Sekundenschnelle in ihren inneren Motivationen um 180°. Ich fand schon die Story bei Teil 1 deutlich überbewertet, hier trat für mich dann aber deutlicher zutage, dass Druckmann einfach ein schlechter Schreiber ist.

              Insofern fand ich die Kritik an Story und Figuren von diesem Blickwinkel aus vollkommen berechtigt – die kam auch nicht nur von einer Minderheit, sondern durchaus von einem sehr großen Teil der Fanbase und wurde auch in vielen Reviews angesprochen. Hat aber mit den Woke-Elementen des Spiels aus meiner Sicht nichts zu tun, da fand ich das Spiel schon ok.

              • Da merkt man mal wie subjektiv das ist, ich finde die Story von TLoU1 und den anderen Naughty Dog Spielen richtig klasse 😀 Zumindest im Vergleich zu anderen AAA-Spielen. Klar, im Vergleich zu guten Büchern oder TV-Serien ist es tatsächlich eher „schlecht“.

                • André Westphal says:

                  Ich vermute auch, dass die Story so gefeiert wurde, weil da vor allem mit anderen Mainstream-Games verglichen wurde. Für ein Spiel war die Geschichte bei „The Last of Us“ „okay“, aber im Vergleich mit anderen Medien meiner Ansicht nach unterdurchschnittlich.

                  Im Spielesegment würde ich was Story und Charaktere betrifft eher Titel wie „Persona 5“, die „Yakuza“-Reihe, „Ni No Kuni“ oder auch „The Witcher 3“ als positive Beispiele nennen.

  2. Nicht noch ein Remake… oh man.
    Nun kommen alle Spiele noch mal als Remaster/Remake für die PS5/XSX.

    Ein Kreislauf des Todes hier…

    • Wo ist denn das Problem?
      Ich habe keins der Spiele gespielt und spiele derzeit das Remake von Ratchet & Clank auf der PS5.
      Ich habe viel von The Last of Us gehört, aber nie gespielt, und wenn schon, dann würde ich lieber gleich ein für die PS5 gemachtes Remake spielen, als die im 2013 für die PS3 gemachte Version.

      • Kein Thema, last if US wirst du noch Sky Remake auf der PS7 spielen können, für alle die es bis dahin immer noch nicht gespielt haben.

        Für den Rest kommt es dann noch mal als Remake für die PS8…

        Und darin siehst du kein Problem! Das gleiche Spiel immer wieder neu auflegen?
        Last of Us kommt jetzt zum dritten Mal (PS3, PS4 und nun PS5).
        Das ist doch nichts tolles…

        • Nö, im Gegenteil, ich finde es gut, denn es gibt neue Hardware und neue Gamer, die das Spiel noch nicht kennen.

          Dich zwingt ja keiner das Remake zu spielen, wenn du schon mal das Original gespielt hast, es gibt jeden Monat 1-2 neue AAA Spiele.

          Mano, es gibt Leute, die jedes Jahr dasselbe Spiel kaufen, in dem sich nur Farben und Namen ändern.

        • Ich finde es ok, dass es ein Remake gibt für eben jene Spieler die es noch nicht gespielt haben. Aber ich finde es schade, dass dafür die Fähigkeiten von Naugthy Dog gebunden werden, welche sonst an einem neuen tollen Werk arbeiten könnten. Gerade für ein Remake könnt auf ein Studio gesetzt werden, welches sonst eher kleinere Werke in Angriff nimmt.

    • Habe ich mir jetzt auch gedacht. Die PS4 Version funktioniert auf der PS5. Kann man für 20-30€ kaufen, gebraucht sicher günstiger. Sollen die einen Patch rausbringen der 60FPS beschert und das langt auch.

  3. The Last of Us mit Raytracing

  4. Sie sollten die Ressourcen lieber in ein neues IP legen

  5. Ohhhh, natürlich sehr „kreativ“ so ein Remake. Die armen armen Mitarbeiter, die sich kreativ ausleben wollten .

    • André Westphal says:

      Na ja, irgendwie muss ein neues Team sich erstmal beweisen: Sony wird kaum einem potenziellen neuen Studio Hunderte Mio. US-Dollar nachwerfen für eine frische Marke. Da ist es schon sinnvoll erstmal ein Remake zu machen – wäre das gut gelaufen, hätten sie ihre Kompetenz bewiesen und danach von einer guten Basis aus eine eigene Marke pitchen können.

      Sollte aber eben nicht so sein.

  6. Wer braucht denn ein Remake von Last of Us auf der PS5? Die Remastered Version für die PS4 läuft problemlos auf der PS5. Und sieht dort auch hervorragend aus. Ich will kein Remaster – ich will einen dritten Teil – gerne PS5-exklusiv. Die Story um Ellie ist für mich noch nicht zu Ende erzählt…

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