Nach Übernahme durch Fitbit: Pebble Smartwatches werden auch 2017 noch funktionieren

artikel_pebble2hrDie Übernahme von Pebble durch Fitbit sorgte für zahlreiche Nutzer der bisherigen Pebble-Smartwaches für Fragezeichen über den Köpfen. Wie wird es mit bestehenden Modellen weitergehen, werden die Dienste sofort eingestellt, ist eine Pebble bald unbrauchbar? Auf diese Fragen gibt es nun Antwort von Pebble selbst und diese klingt gleich gar nicht mehr so schlimm. Natürlich wird es keine neuen Modelle geben, auch nicht die, die bereits über Kickstarter finanziert wurde, aber die Software wird weiter funktionieren. Alle wichtigen Bestandteile werden auch 2017 noch funktionieren, Entwickler können sogar neue Apps einreichen.

Pebble SDK, CloudPebble, Timeline APIs, Firmware, mobile Apps, das Entwickler-Portal und der Pebble App Store werden am Leben gehalten, mindestens über 2017. In den kommenden Monaten liegt die Arbeit von Pebble darin, ein Update für die mobilen Apps bereitzustellen, das die Apps unabhängig von bestimmten Cloud-Strukturen funktionieren lässt, sodass Pebble-Nutzer ihre Gadgets auch dann noch in den Grundfunktionen nutzen können, wenn die Dienste einmal endgültig abgeschaltet werden.

Auch Pebble Health wird weiter funktionieren, allerdings ist es bei anderen „smarten“ Funktionen, wie Beispielsweise der Diktierfunktion, noch nicht klar, wie lange man diese noch anbieten kann, da sie auch Drittanbieter-Anbindung basieren.

Insgesamt klingt der aktuelle Blogpost von Pebble gar nicht so schlimm, wie man nach der Übernahme vielleicht gedacht hätte. Vielleicht hat Fitbit auch einfach die Lautstärke der aktiven Pebble-Community unterschätzt. Auf jeden Fall können Pebble-Nutzer ihre Smartwatches noch eine ganze Weile nutzen, vielleicht gibt es bis zur endgültigen Einstellung auch adäquate Ersatzprodukte, Fitbit wäre ja durchaus in einer Position, so etwas zu bewerkstelligen, jetzt da sie Pebble unter sich haben.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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11 Kommentare

  1. OT: Hatte die Time2 „gebackt“ (<- bitte english aussprechen! Mit Versand nach D ca 173Euro). Dann kam die Email, dass Pebble bis Maerz das Geld zurueck ueberweisen wuerde. Ein Tag spaeter hatte ich den kompletten Betrag (ca 181Euro) auf dem Konto und hab sogar 8Euro gut gemacht 😉 Ich hatte damals per Visa Karte bezahlt.
    Alles in Allem: Schade, hatte mich echt auf meine erste Smartwatch gefreut, aber schlussendlich war es das "Investmentrisikio" wert, da ich keine Probleme hatte.

  2. So traurig es ist, es ist ein gutes Beispiel warum man bei Diensten, nicht gegen die Smartwatch an sich gerichtet, vorsichtig sein sollte: Man ist vom Anbieter sehr abhängig, in diesem Fall von den Cloudstrukturen. Es scheint zwar bei Pebble noch glimpflich zu verlaufen, aber vielleicht sollten die „Aluhuttärger“ mal etwas leiser sein, wenn man wieder gegen Clouddienste in fremder Hand meckert.

  3. @Fraggle Ich verstehe deinen Schlusssatz nicht wirklich? Haben die „Aluhutträger“ nach deiner Argumentation dann nicht Recht? Die Investition bei Pebble hat im Nachhinein gefühlt ein höheres Risiko gehabt, dass die Firma irgendwann nicht mehr existiert und dann meine teure Hardware nicht funktioniert, als dass ich meine Hardware nicht geschickt bekomme.

  4. Warum sollte die Pebble auch am 01.01.17 den Dienst einstellen? Wo war davon in der ersten Nachricht etwas zu lesen?
    Zu der ersten Nachricht hat sich für Nutzer und Backer überhaupt nichts verbessert!
    Pebble hat aufgehört zu existieren. Es wird keinerlei Fortschritt mehr geben. Man trägt jetzt Edelschrott. Mit jedem Update von Android und iOS droht die vorhandene Funktionalität zu verlieren ohne Hoffnung auf ein Update seitens Pebble.
    Pebble kann aber immerhin noch als Beispiel dafür herhalten warum man es sich besser drei wie zweimal überlegen sollte in ein junges Startup zu investieren.
    Aber auch Fitbit ist bei mit unten durch. Eine junge Firma zu übernehmen und dann alle Nutzer von Produkten dieses Startup, die den Aufschwung überhaupt erst möglich gemacht haben im Regen stehen zu lassen, geht gar nicht.

  5. Wer Angst hat, dass die Uhr bald tot ist, sollte sich mal Gadgetbridge anschauen (noch nicht 100% fertig aber das kann ja noch werden):
    https://github.com/Freeyourgadget/Gadgetbridge

  6. Wolfgang Denda says:

    Jaja, die tollen Clouddienste. Das fängt schon damit an, dass man ohne Pebble Konto nicht mal die Uhr einrichten kann. Gut, dass hier noch nachgebessert werden soll.

    Wenn Bestehendes weiter genutzt werden kann, bin ich schon zufrieden. Schliesslich haben wohl alle Besitzer ihre Geräte „fertig“, und bis auf ein anderes Watchface ändert sich nichts mehr. Nur für spätere Neuinstallationen, da muss die Funktionalität wieder herstellbar sein.

  7. „Natürlich wird es keine neuen Modelle geben, auch nicht die, die bereits über Kickstarter finanziert wurde“

    Ich verstehe das so dass, wenn man bei Amazon eine Pebble 2 vorbestellt/bestellt hat, NICHT erhält.

    Amazon sagte bis vor kurzem dass die Pebble 2 am 20.12.2016 erscheint bzw. ab da lieferbar ist.

    Ein Blogger hat das auf Twitter gepostet:

    https://twitter.com/canoxnet/status/808409517788725249?s=03

    Amazon hat dass aber wieder raus genommen.

    Warum kann man die Pebble 2 dann IMMER NOCH vorbestellen?

  8. Es mag ja davon abhängen, was man damit macht, aber ich hab nie den Gedanken gehabt, jetzt „Edelschrott“ zu tragen. Wenn es Pebble nicht mehr gibt, wird die Uhr trotzdem noch immer ganz genau so funktionieren wie bisher – warum auch nicht? Es ist doch nicht so, dass da irgendwo ein Schalter umgelegt wird, der die Geräte von jetzt auf gleich außer Betrieb setzt. Sicher, irgendwann wird das natürlich Auswirkungen haben, etwa wenn sich durch ein Smartphone-Update etwas ändert, aber die Gedanken mache ich mir zumindest erst dann, wenn es soweit ist.

  9. „Natürlich wird es keine neuen Modelle geben, auch nicht die, die bereits über Kickstarter finanziert wurde“

    Ich verstehe das so dass, wenn man bei Amazon eine Pebble 2 vorbestellt/bestellt hat, NICHT erhält.

    Amazon sagte bis vor kurzem dass die Pebble 2 am 20.12.2016 erscheint bzw. ab da lieferbar ist.

    Ein Blogger hat das auf Twitter gepostet:

    https://twitter.com/canoxnet/status/808409517788725249?s=03

    Amazon hat dass aber wieder raus genommen.

    Warum kann man die Pebble 2 dann IMMER NOCH vorbestellen?

  10. Meine pebble 2 in weiß (Nicht: Time 2) wurde heute von Amazon an mich versendet. Das heißt, irgendwas ist da wohl schon lieferbar.

  11. Wolfgang Denda says:

    Bin am überlegen, mir noch eine P2SE zu holen, lieferbar ab 21. Dezember. Weil, wenn weg, dann weg. Bei Ebay gehen die schon für Liebhaberpreise in den Verkauf.

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