Mit der elektronischen Gesundheitskarte sollen sich E-Rezepte einlösen lassen

E-Rezepte sollen ab 2023 auch mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) in der Apotheke eingelöst werden können. Darüber berichtet heute die gematik GmbH. Dies sei – neben der App – ein weiterer wichtiger Baustein für einen digitalisierten, komplett papierlosen Prozess und wird auch in anderen Ländern wie z. B. Dänemark, Portugal und Österreich praktiziert. Momentan laufe die Abstimmung der von der gematik konzipierten Spezifikation mit den Beteiligten; die Veröffentlichung ist für den Spätsommer vorgesehen. So soll das Ganze dann mal aussehen:

  • Papierausdruck: Statt des „rosa Zettels“ erhält der Patient einen Papierausdruck mit Rezeptcode.
  • elektronische Gesundheitskarte: In der Apotheke vor Ort kann das Rezept über die eGK des Patienten abgerufen werden.
  • E-Rezept-App: Der Patient erhält das Rezept direkt auf sein Smartphone, kann dieses an die Wunschapotheke senden und das benötige Medikament vorbestellen; mit der Familienfunktion wird demnächst ein neues App-Feature angeboten, mit dem Rezepte für Angehörige in einer App verwaltet werden können.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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25 Kommentare

  1. Der gläserne Michel…bald hat der Staat die völlige Kontrolle…das geht alles echt in eine miese Richtung.

  2. DragonHunter says:

    Jetzt also doch?
    Naja, dass die Variante nicht die erste war, die in Betracht gezogen wurde, ist vermutlich Spahn zu verdanken.

  3. Wieso braucht man denn noch den Papierausdruck? Wenn das E-Rezept mit der eGK abgerufen werden kann ist es ja eh hinterlegt… kann man sich das Papier doch sparen.

    • Man traut der Technik nicht und deshalb gibt’s den Papierausdruck als Backup. Macht schon irgendwie Sinn bei digitalen Errungenschaften in DE. Die haben ja quasi einen Hang dazu nicht zu funktionieren.

    • Wurstfinger says:

      So wie ich das verstehe sind das drei alternative Methoden, das Rezept zu bekommen. Der Papierausdruck ist sozusagen der Fallback. Was mich ärgert, ist, dass hier schon wieder eine eigenständige App erstellt wird, anstatt die vorhandenen Infrastrukturen – Wallets, Krankenkassen-App – zu nutzen (das steht nicht in diesem Artikel, das hatte ich auf Heise.de gelesen).

    • Herr Kaiser says:

      Weil z.B. private Krankenversicherungen nicht unbedingt ein eGK haben bzw. Das ganze Thema da noch recht ungeklärt ist.

    • Schon mal an Leute ohne Smartphone gedacht? Die drei oben beschriebenen Wege sind doch „entweder-oder“ und nicht „alles zusammen“ (zumindest ergibt das nur so Sinn), beschreibt auch die Gematik so. Wenn du also die App nutzt, gibt es keinen Ausdruck mehr.

    • Die Funktionen lassen sich erst mit den neueren eGKs nutzen. Die Karte mit dem Wireless-Symbol – die oben im Bild verfügt zum Beispiel vom Bild ausgehend nicht über die passende Schnittstelle.
      Und wenn du dich fragst warum noch nicht alle Versicherten eine passende Karte haben:
      a) viele habe noch Karten die ein paar Jahre gültig sind, wären sonst alle für den Müll und
      b) Chipmangel! Die Produzenten der Karten stehen aktuell mit leeren Lagern da und können kaum noch Karten produzieren. Heißt aktuell, dass bei Kartenverlust wieder mit Behandlungsscheinen zum Arzt gegangen wird. Also back to the ’90s!
      Und klar – Backuplösungen muss es auch geben, wenn die Technik dahinter mal streikt, der Bagger ein Kabel durchtrennt hat usw.

  4. Christian says:

    Na da bin ich ja mal gespannt. Vielleicht wäre es hilfreich, erst einmal für Chips zu sorgen, mit denen die jetzt ablaufenden Gesundheitskarten durch neue ersetzt werden können. Meine Versicherung hat mir lapidar mitgeteilt, es gebe keine neue GK, „da unser Karten-Produzent derzeit keinen Zugriff auf Mikrochips hat.“ Ich darf mir stattdessen einen „Behandlungsschein“ herunterladen. Willkommen im, äh, digitalen Zeitalter.

  5. Klappt nicht, die Apotheken haben gar keine eGK Kartenlesegeräte und wenn dann nur eins im Backoffice. So ein Ding kostet 500 EUR und müsste dann ja an jedem Counter in der Apotheke stehen. Der Einlesevorgang dauert bis zu einer Minute und der Patient muss noch seine Pin dazu eingeben. Völlig weltfremd und unpraktikabel.

    • Sollte aber kein Problem sein bei den „Apothekerpreisen“. Aber ich weiß was du meinst. Die setzen immer noch auf „ab10€“ EC Terminals ein, obwohl es fast keine EC Karten mehr gibt.

    • GooglePayFan says:

      DocMorris und Co werden sich schon eine praktikable Lösung einfallen lassen, die das E-Rezept wird das Sterben der Dinosaurier-Apotheken nur beschleunigen…

      • Hallo Google-Pay-Fan, „DocMorris und Co werden sich schon eine praktikable Lösung einfallen lassen, die das E-Rezept wird das Sterben der Dinosaurier-Apotheken nur beschleunigen…“ der alte witz „Opas theke ist die apo-Theke“ – und nicht alle Opas und Omas bestellen im Internet ihre Tabletten … aber genau diese älteren Leute sind die Hauptkunden der wie du sie nennst „Dinosaurier“ – insofern werden sie glücklicherweise weiterleben . Die Generation Smartphone wird erst noch ein paar Jahrzehnte leben bis sie dann auch in einen gesunsheitsstatus kommt der sie öfter zum Pillen-einnehmen zwingt . mal sehen wie die das dann machen. Vielleicht bestellt dann Kollege Pflegeroboter für sie …

        • GooglePayFan says:

          Ich weiß ja nicht. Von der Generation derjenigen, die noch den Krieg erlebt haben, sterben leider jetzt auch die letzten.
          Und in der Generation der Boomer nutzen erstaunlich viele Leute ein Smartphone. Wobei sich natürlich noch zeigen muss, ob nur für peinliche Whatsapp-Status oder auch für eRezepte…

  6. Erwin Abelmann says:

    Deutschland in the Nutshell
    Alle keinen Plan aber Tweaten

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