Microsoft Lync geht, Skype for Business kommt

Bereits im letzten November hat Microsoft angekündigt, den Namen „Lync“ ad acta zu legen und das Produkt im nächsten Release mit Skype unter dem Namen „Skype for Business“ zusammen- und weiterzuführen. Gestern folgte dann die Bestätigung dieses Plans – im Rahmen der aktuellen April-Updatewelle der Office 2013-Installationen, die zeitnah startet, folgt der endgültige Abgesang auf Lync und Skype for Business betritt die Bühne.

Skype-for-Business-Get-Ready-1-1024x682

Das alte/neue Produkt wird somit die Enterprise-Funktionalitäten und alle Vorzüge von Lync (direkte Office-Integration, Instant Messaging, Sprach- und Videonachrichten und Telepräsenz) vereinen, während die Technik der bewährten und von über 300 Millionen Benutzern weltweit genutzten Skype-Lösung als Fundament für Skype for Business dienen wird.

Was dürfen wir nun erwarten, sobald die eigene Organisation über Lync Online / Office 365 einmal auf das neue System migriert ist?

  • Mit Lync geht auch das gewohnte Design in den wohlverdienten Ruhestand  – natürlich wird sich Skype for Business auch an das bisherige Skype anpassen, um so eine “One-Platform-Experience” zu bieten
  • Das komplette Skype-Netzwerk wird auch über Skype for Business erreichbar sein
  • Keine Features und Funktionalitäten von Microsoft Lync gehen verloren

Was darf generell erwartet werden? Einige Begriffe- und Bezeichnungen sollte man sich bei Interesse jetzt schon einmal zu Gemüte führen:

  • Lync 2013-Clients werden zu  Skype for Business-Clients
  • Die Lync Web App wird zu Skype for Business-Web App
  • Das Lync Admin-Center wird zum (Überraschung!) Skype for Business Admin Center und
  • Lync Online wird zu Skype for Business Online

Ihr seht, auch – oder eben auch gerade – weil zwei Plattformen, die eine eher privat, die andere businesslastig, miteinander kombiniert werden bzw., die eine in der anderen aufgeht, wird hier zum Rundumschlag ausgeholt und direkt Nägel mit Köpfen gemacht: Lync löst sich augenscheinlich recht schnell in Luft auf und der Endandwender muß sich ab sofort damit auseinandersetzen, dass Skype nun zweigleisig fährt und auf den ersten Blick erst einmal nur durch das invertierte Logo zu unterscheiden ist.

Der Rollout der Software für die Office 365-Abos findet aktuell statt und soll laut Microsoft Ende Mai abgeschlossen sein – aktuelle Lync-Installationen funktionieren natürlich weiterhin, werden dann aber nach und nach durch die Updates in Skype for Business „gedreht“.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Digital Native, der trotzdem gerne das Mittelalter erlebt hätte und chronischer Device-Switcher. Multimediafreak. England-Fan. Freier Autor & Tech Blogger. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hoffnungsvoller Idealist. Gladbacher Borusse und hauptberuflicher IT-Consultant.

7 Kommentare

  1. Der neue Client kam übrigens gestern auch per Windows Update für „normale“ Office 2013 Installationen.

  2. Ob man nun auch wirklich möchte dass die interne Kommunikationsplattform extern erreichbar ist, ist eine andere Frage..

  3. Das hat aber doch mit dem Client nichts zu tun. Das ist noch immer Konfiguratinossache am Server, bzw. der Infrastruktur.

  4. Was ich recht wichtig zu erwähnen finde ist, dass man Skype for Business weiterhin on premise betreiben kann und die Verbindung zum normalen Skype-Netzwerk hergestellt werden kann, nicht muss. Man kann es also genau so weiterbetreiben wie Lync bisher.

  5. Die Skype wird immer komplizierter

  6. So schnell wie bei uns in der Firma die Upgrade gemacht werden, können wir noch 2 Jahre Lync nutzen 🙂