Microsoft: mit 200 Dollar Notebooks gegen Googles Chromebooks

Microsoft möchte mit ultragünstig Laptops gegen die immer stärker werdenden Chromebooks vorgehen. Zu diesem Zweck wird es diese Weihnachts-Saison von HP einen 199 Dollar-Laptop mit Windows Betriebssystem geben. Zu diesem Gerät gibt es zwar keine Details, dafür aber zu Modellen von Toshiba und Acer. Zwei unterschiedliche Geräte, beide kommen für 249 Dollar. Das Toshiba Gerät wird mit einem 11,6 Zoll Display kommen und 32 GB Flashspeicher an Bord haben. Zudem wiegt es nur knapp über 1 Kilogramm.

Win_Chrome

Acer wird hingegen ein 15,6 Zoll Display verbauen, einen 2,16 GHz Intel Celeron Prozessor einsetzen und beim Speicher auf eine herkömmliche 500 GB HDD setzen. Außerdem wird es laut Microsoft COO Kevin Turner auch 7- und 8-Zoll-Versionen der HP „Stream“ PCs für 99 Dollar geben. Diese werden wohl eher im Tablet-Bereich angesiedelt sein.

Vorteile der Billig-Laptops mit Windows kennt Microsoft auch:
– Nutzung nativer und Web-Apps
– volles Office Programm
– Desktop Apps
– kann offline und bei schlechter Internetanbindung genutzt werden
– funktioniert mit jeder Peripherie (durch Treiberverfügbarkeit)
– direktes Drucken

Zum einen ist diese Ankündigung ein Eingeständnis, dass Chromebooks anscheinend gar nicht so schlecht laufen. Zum anderen zeigt sie aber auch, dass Microsoft stark daran interessiert ist, auch den Niedrigpreis-Markt nicht einfach herzugeben. Dienste werden in Zukunft einen höheren Stellenwert haben, als das reine Betreibssystem. Allerdings lässt sich das Betriebssystem sehr gut nutzen, um einen Kunden frühzeitig zu binden.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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18 Kommentare

  1. Wenn Windows RT, dann Flop – würd ich mal so behaupten…
    Bedeutet, nur wenn es aktiv mit nem vollen Windows beworben wird, wird es glaube ich auch gut ankommen, weil nur darin der große Vorteil ggü. Chromebooks liegen würde.
    Zumindest das Acer-Teil würde ich mir für die Unterwegstipperei kaufen, vollen Windows 8.1 vorausgesetzt natürlich.

  2. Dann sollten mal die Aktien fallen, weil Geld verdienen ist dann nicht mehr . YAY

  3. Evo2Orange says:

    Sogar Windows RT ist Chrome OS funktional haushoch überlegen…Android und iOS sind es ebenfalls. Dennoch kaufen Leute „Chromebooks“ – zu Preisen für die sie „was ordentliches“ (sprich: alles andere) bekommen könnten. Muss man das verstehen?!

  4. simons700 says:

    @Evo2Orange
    Ich verstehe es auch nicht!
    Und MS scheint es auch nicht zu verstehen wie die Kunden nur sämtliche Funktionalität über Bord werfen können, sich von Google abhängig machen und dafür noch nicht einmal einen Preisvorteil erwarten.

  5. Ist für das Toshiba-Gerät eine Kennung schon vorhanden? Würde gerne vorab ein paar mehr Infos zu dem Gerät haben..

  6. Ich liebe mein Chromebook für unterwegs: Warum? Weil es ein spitzen Preis/Leistungsverhältnis hat und Chrome OS auf der schwachen Hardware so flüssig und stabil läuft wie Mac OSX auf den Macbooks. Mit den Notebooks hatte ich hingegen immer nur ärger. Egal ob Acer, Dell, HP oder Asus.

    Muss ja nicht gleich bedeuten, dass ich keinen Desktop verwende auf dem Microsofts Klotz OS läuft. Internet hat man sowieso fast immer dank der Smartphones on the go dabei und offline kann man auf den Chromebooks auch das nötigste verrichten. War mein bester Kauf dieses Jahr und warum ich mir jetzt ein Smartphone in groß, sprich Tablet, kaufen soll erschließt sich mir so gar nicht. Sie können weniger, bieten ansonsten das selbe in größer und haben nur schlechte Tastatur Lösungen.

    Und diese neuen Notebooks mit Low End Hardware und Windows auf Stützrädern braucht auch niemand. Ich ziehe jedes Chromebook aktuell einem 400€ Notebook mit Windows vor. Weil deren Performance einfach unterirdisch schlecht ist.

  7. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein 400€ Notebook (thinkpad oder vergleichbares) mit kleiner ssd und Windows 8.1 das chromebook aber sowas von in die Wüste schickt uns zwar in jedem Punkt.

  8. @Hohoh
    ThinkPad für 400€? Selbst auf dem Gebrauchtmarkt muss man dafür verdammt weit zurückgehen. Zudem sind 400€ deutlich mehr als die bei Chromebooks üblicherweise aufgerufenen Preise um 200$.
    Vom Preis abgesehen ist Chromebook vs Windowsnotebook vorallem Geschmackssache. Wer MS Office (Office ’13 auf ’nem Celeron hat ohnehin mehr mit der Sanduhr zu tun wie mit Workflow) weder besitzt noch braucht den wird die Unfähigkeit eines Chromebooks ebendieses zu betreiben nicht stören. Wer sein Notebook primär in Hörsälen betreibt (Studenten sind eine der primären Kundengruppen im Bereich unter 300$) wird sich um die Performance mit langsamer/instabiler Internetverbindung keine Gedanken machen. Wer keinen Drucker oder andere Spezialperipherie besitzt den interessiert die Treibersituation herzlich wenig. Was Desktopanwendungen angeht – es soll Leute geben, die ausschließlich den Browser nutzen.
    Du siehst: Chromebooks bedienen eine andere Zielgruppe und sind als solche nur bedingt mit ähnlich teuren Windowsgeräten vergleichbar.

    Fakt ist allerdings, dass ein Windowsnotebook mit zu ähnlich teuren Chromebooks vergleichbarer Performance nicht kostendeckend machbar ist. Wer auf ARM oder MIPS setzt und Windows RT nimmt mag zwar performancemäßig gleichziehen, verliert dann aber das ‚du kannst auch native Windowsanwendungen betreiben‘-Argument weitgehend.

  9. Chromebook…. Bester kauf ever! Wollte sxhon ein tablet, aber auf ne echte Tastatur verzichten? Niemals! Schnell mal im internet sein? Immer! Da war das die lösung! Außerdem ist es in einem Punkt genial: es läuft einfach! Kein Virenscanner, keine firewall, keine beschissenen Treiber! Da wird windows in 10 jahren nicht vergleichbar sein…. Weil Microsoft nicht radikal genug ist.

  10. Peter Sidler says:

    Der echte Vorteil eines Chromebooks gegenüber Windows ist ja nicht der Preis, sondern die Problemlosigkeit. Das hat Microsoft mit seinem komplizierten Windows noch nicht begriffen. Wenn ich sehe, welche Probleme Windows den ungeübten Usern immer wieder bereitet, dann sehe ich für ChromeOS eine sehr gute Zukunft. Diesen Vorteil lässt sich nicht mit einem gratis Windows gut machen.

    Aber Chromebooks machen vieles, was ein Lowcost Windows Notebook nicht kann: Instant-On, 6-10 Stunden Akkubetrieb, Keine Updateprobleme, kein teures Einrichten durch einen Fachmann nach dem Kauf, keine eigene Datensicherung erforderlich usw…

  11. @shx: Sehe das mit der Zielgruppe auch ähnlich. Wie „gunni“ schreibt, stellt es die Brücke zwischen Tablets und Desktoprechnern dar. Zudem wird der Großteil der Chromebooknutzer entweder nur einen Internetzugang gebrachen (sprich ausschließlich den Browser nutzen) oder das Teil als Zweitgerät sehen, dass man unterwegs oder für den schnellen Gebrauch zwischendurch auf dem Sofa und auf dem Balkon/ Gartenterrasse nutzt, wenn man nur kurz was nachschauen will ohne lange Booten zu müssen.

    Zudem ist so ein Teil optimal für Erstnutzer und Neueinsteiger wie Schulkinder oder Rentner. Außerdem bietet die Cloud bald und teilweise jetzt schon Möglickeiten, komplexere Aufgaben wie Videobearbeitung ins Internet auszulagern, was in den nächsten Jahren trotz Abhörskandale & Co. wohl kaum weniger wird

  12. @shx: also mein thinkpad e330 als Drittlaptop für unterwegs hat mich Anfang des Jahres 429 Euro gekostet – die aktualisierte Version mit einem noch Recht aktuellen i5
    ,allerdings keiner ssd.

  13. Skandal!
    Wer braucht denn schon ein Rennrad! Das Rennrad ist eine Totgeburt – bei einem Marktanteil von unter 5%!
    Trekkingräder sind viel besser und können viel mehr. Sie haben im Gegensatz zu Rennrädern ein Schutzblech, haben 32 Gänge, einen Gepäckträger und ich kann mit ihnen auch auf Waldwegen fahren! Kann die Leute nicht verstehen, die sich ein Rennrad kaufen!!!

  14. @Michael: Ja, die Edge-Reihe von Lenovo. Es hat schon einen Grund warum sie Thinkpad Edge und nicht nur Thinkpad heißen, es ist eben eine Low-End-Version mit schlechterer Verarbeitung, Haptik und Support (Doku). Damit DAUs meinen sie hätten ein Thinkpad, obwohl es nur ein Medion ist. 😉

  15. Diese 6 Punkte hätte man auch einfacher zusamenfassen können, nämlich „Nutzungserlebnis von anno 1990“

  16. CtrlAltDel2013 says:

    @¥kens: Und was ist dann ein Ideapad?

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