Microsoft wird „Do Not Track“ künftig nicht mehr als Standard in seinen Browsern aktivieren

Mit der Einführung des Internet Explorer 10 vor zwei Jahren, kam auch die „Do Not Track„-Funktion in den Browser. Sie schützt die Privatsphäre des Nutzers, indem Webseiten mitgeteilt wird, dass das Surfverhalten des Nutzers nicht analysiert werden darf. Microsoft setzte die automatische Einstellung im Internet Explorer (ab Version 9) so, dass Do Not Track als Standard aktiv war. Das wird in künftigen Versionen wieder geändert, der Nutzer muss dann die „Do Not Track“-Funktion selbst aktivieren, wenn er dies denn möchte.

DoNotTrack

Als Grund für diese Umstellung nennt Microsoft die Vorgaben des W3C bezüglich „Do Not Track“. Die neueste Ausführung des Standards liest sich folgendermaßen (Auszug):

Key to that notion of expression is that the signal sent MUST reflect the user’s preference, not the choice of some vendor, institution, site, or network-imposed mechanism outside the user’s control; this applies equally to both the general preference and exceptions. The basic principle is that a tracking preference expression is only transmitted when it reflects a deliberate choice by the user. In the absence of user choice, there is no tracking preference expressed.

Microsoft teilt aber auch mit, dass man den Nutzern klar zeigen wird, wie sie die Funktion in den Browser-Einstellungen aktivieren können, wenn sie dies wünschen. In den Express-Einstellungen beim Aufsetzen eines neuen PCs oder bei einem Upgrade auf eine neuere Version des Internet Explorer, wird „Do Not Track“ nicht mehr aktiviert. Auch in künftigen Browsern (Spartan) wird diese Funktion vom Nutzer einfach auffind- und aktivierbar sein.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Thomas Baumann says:

    Ich habe den Sinn hinter dieser Funktion nie verstanden. Im Endeffekt ist es nur ein Header der mitgesendet wird, was (zugegeben nur wenig) Traffic und Übertragungszeit kostet. Aber müssen sich Webseiten dran halten? Nö. Das ist wie eine „Bitte-keine-Viren.txt“ auf Laufwerk C:\ zu haben und zu glauben man ist jetzt sicher…

  2. Ist ne sinnlose Option bei der Leute für dumm verkauft werden. Das hält zum Beispiel Facebook nicht davon ab, mich auf jeder Seite zu stalken, obwohl ich nicht mal einen Account habe. Man muss sich selbst helfen, mit Disconnect, Ghostery, etc.

  3. Werbeblocker aktiv und schon ist Ruhe. Leider ist ohne einen Werbefilter schon länger ein entspanntes surfen nicht mehr möglich.
    Ab und zu erleide ich immer noch einen kleinen Herzinfarkt weil mich irgendein selbststartendes Video, oder ein Werbebanner anschreit wenn ich auf meinem iPad mit Safari surfe (für welchen es ja leider kein Adblock gibt). Oder mich um den Text herum, den ich gerade am lesen bin, angebrachte blinkende Werbebanner in den Wahnsinn treiben.

    Das sind dann so die Momente wo mir immer wieder klar wird, dass auch nach Jahren die Werbeindustrie nicht viel dazu gelernt hat, und es weiterhin keine Option ist am PC generell auf einen Werbeblocker zu verzichten.

  4. @ elknipso:
    Mit folgender App wirst du die Werbung auch auf iOS-Geräten los. Funktioniert allerdings systembedingt nur im WLAN.

    http://www.weblockapp.com

  5. Auf meinem Android-Tablet benutze ich für so was den Firefox mit den Add-Ons AdBlock und Ghostery.

  6. Weblock funktioniert tatsächlich sehr gut.

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