MacBook Pro: ARM-Chip soll künftig mehr Aufgaben übernehmen

Das MacBook Pro 2016 hat bereits einen ARM-Chip verbaut, er übernimmt die Aufgaben der Touch Bar, die dadurch quasi unabhängig vom System läuft. Laut einem Bericht von Bloomberg soll ein ARM-Chip künftig mehr Aufgaben übernehmen; solche, für die nicht die Rechenpower des Hauptprozessors, der weiterhin von Intel stammt, benötigt wird. Ziel des Ganzen soll ein besseres Energiemanagement sein, Apple musste für die Laufzeit des MacBook Pro 2016 bereits Kritik einstecken, die allerdings nicht für jeden nachvollziehbar ist. Seit letztem Jahr soll Apple nun an einem Chip designen, intern als T310 bezeichnet (der aktuelle Touch Bar Chip ist T1).

Der energiesparende Chip soll die „Power Nap“-Funktion übernehmen, in diesem Modus werden im Standby weiterhin Mails abgerufen, Kalender synchronisiert und Software-Updates installiert. Wenn diese Aufgaben der ARM-Chip übernimmt, wird eben mehr Strom gespart als wenn der Hauptprozessor diese Aufgabe übernimmt, auch wenn er bereits effizient arbeitet.

Bereits zum diesjährigen MacBook Pro-Refresh soll der neue Chip zum Einsatz kommen, es wird aber davon ausgegangen, dass Apple ihn nicht explizit erwähnen wird (wie beim Touch Bar Prozessor), sondern einfach auf die verbesserte Effizienz verweist. In Smartphones findet man beispielsweise hauptsächlich ARM-Chips, eben wegen der Energieeffizienz. Intel versuchte es zwar immer wieder, aber durchsetzen konnte man sich gegen ARM in diesem Bereich nicht.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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10 Kommentare

  1. Lieber Sascha, versuche es einfach mal mit Rechtschreib-Korrektur vor dem Absenden bzw. lies es einfach noch mal. Da fehlen ganze Worte. Danke

  2. Mir wäre jetzt nur ein Wort im zweiten Absatz aufgefallen, dass fehlt. Nicht mehrere.

  3. Sascha Ostermaier says:

    Lieber KF, es wäre hilfreich, wenn du beim Entdecken eines Fehlers diesen auch benennst. 2. Absatz fehlte ein „er“, sind das die ganzen Worte, die du meintest? Falls ja, danke, ist ausgebessert.

  4. Das wirft die Frage auf, wie sie die Architektur x86 bzw. x64 mit ARM vereinigen wollen.

    Das ist nicht mal eben so gemacht. Bei der OLED-Leiste ist das Ganze noch recht simpel: Letztlich stellt die OLED-Komponente nur ein separates autonomes System gegenüber macOS dar. Über ein definiertes Protokoll können beide Systeme miteinander kommunizieren. Beide laufen für sich eigenständig in ihrer eigenen Architektur.

    Aber wenn gewisse macOS-Bestandteile sowohl auf Intel- als auch auf ARM-Prozessoren laufen sollen, dann wird es sehr kniffelig. Aber wenn sich ein Hersteller an so etwas heranwagen kann, dann Apple. Das Konzept, Hardware und Software aus einer Hand, wird da von großem Vorteil sein.

    Ich bin sehr gespannt, was wir in den kommenden Jahren zu sehen bekommen.

  5. Ich kann’s jetzt schon riechen, was da kommt… Die Macs werden demnächst auch auf eigenentwickelte Apple SOCs setzten, wie die iOS Geräte jetzt auch… 😉

  6. Nichts Neues:

    Das gab es schon 1985 beim Commodore Amiga

    🙂

  7. Sebastian Niemann says:

    Ich sehe schon wie die nächsten Mac Pro (Book) / iMac Geräte auf ARM Basis laufen und iOS drauf läuft und alles so eh viel besser ist.)

  8. Es muss ja nicht gleich iOS drauf laufen, ich denke Apple wird Wege finden, ihre Software (Mail, Kalender, Updates) auf ARM-Chips unter Mac OS zu verwenden. Im Sinne des Stromsparens könnte dies deutliche Fortschritte bringen. Meinetwegen könnten einige Apps auch komplett unter ARM laufen, Apples SOCs haben eigentlich genug Performance und für das Alltägliche wie Safari, Mail und ähnliche würde diese auch reichen, auf so nem iPad Pro läuft dies ja auch. Sie könnten dies sogar PR-wirksam mitpromoten, so a la „die Kraft der zwei Welten“, A10X usw…

  9. Darwin, der Kern von macOS, existiert bereits auf zwei Architekturen, x86 und ARM. Darwin ist generell sehr portabel angelegt. Der Ursprung, NeXTStep/OPENSTEP, lief ursprünglich mal auf Motorola und die API wurde später auf so ziemlich jede Architektur portiert.
    Viele der neuen Frameworks in macOS hatten ihren Ursprung in iOS. Manche wurden sogar für beide ausgelegt (Metal). Swift ist auf Cross-Platform ausgelegt sind. etc. Es wäre auch nicht schwer existierende Bestandteile von iOS in eine Installation von macOS auszulagern und nativ auf dem ARM auszuführen.

    Woran ich definitiv nicht glaube sind Macs die nur auf ARMs laufen. Die Sau wird öfter mal durchs Dorf getrieben weil die Kerne von Apple’s SoCs teilweise grösser sind als manche CPUs von Intel oder weil die Single Core Performance teilweise heranreicht. Aber wer sowas vorschlägt hat keine Ahnung von Architekturen. Es besteht ein Unterschied zwischen einer Intel CPU die auf 4, 8, 16 oder mehr Kernen selbständig Multitasking betreibt und stundenlang aus allen Rohren feuert und einer iOS CPU die Multitasking im Timesharing betreibt.

  10. Wie Kalle richtig gesagt hat, der Systemunterbau ist extrem flexibel was die Architektur betrifft.
    Mach tickt quasi auf jeder Plattform die es gibt, das macht einen Wechsel von XNU von Intel auf ARM relativ einfach.

    Ich denke, wir werden in ein paar Jahren SoC’s von Apple sehen die x64 und ARM Kerne haben, die je nach Anwendung die Arbeit machen.
    Die Verbindungen zu Intel & teilweise die Patente haben sie ja, also würds mich nicht wundern.
    Und Apple hat ja langsam bei Plattform-Wechseln reichlich Erfahrung, OSX wurde ja schon zwei mal portiert:
    PowerPC auf Intel
    Intel auf ARM

    Die meisten Komponenten in der Systembasis sind unter OSX und iOS die gleichen, XNU und Darwin sind quasi fast identisch bei beiden Systemen.

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