Linksys Velop: Modulares WLAN-System vorgestellt

Neues von Linksys. Die haben ein neues WLAN-System vorgestellt, welches auf den Namen Velop hört. Das wäre vielleicht als alleinstehender Router heutzutage etwas lahm, deswegen ist das Velop-System eine Mesh-Lösung. Mit diesen Mesh-Systemen wollen die Hersteller den Flaschenhalseffekt umgehen, der bei vielen WLAN-Lösungen mit mehreren Komponenten vorkommt. Jedes Velop „Node“ ist ein Tri-Band AC2200-Gerät, welches als Router, Range Extender, Access Point und Bridge dient und den Anwendern eine einfache Technologie bieten soll, mit der sie mehr und neue Geräte in ihr Heimnetz integrieren können.



Jedes Node wird beim Setup durch die mitgelieferte Linksys-App (verfügbar für iOS und Android) konfiguriert.Bei diesem Setup wird Bluetooth für die Kommunikation zwischen dem mobilen Gerät und jedem Node genutzt. Nach abgeschlossenem Setup wirkt die Linksys-App als WLAN-Management-Tool mit  Features, wie z. B. Gastzugang, Kindersicherung, Geräte-Priorisierung und mehr. Jedes Node ist so ausgelegt, dass es sich mit anderen Nodes über WLAN oder ein vorhandenes drahtgebundenes Ethernet-Netzwerk verbinden kann.

Die automatische Konfiguration stellt die Verbindungen in verschiedenen maschenartigen Topologien her. Die Nodes können den besten Weg zur Übertragung von Daten zwischen einem Client-Gerät und dem Internet bestimmen. Falls ein Node die Verbindung zu einem anderen Node verliert, wird die Internetverbindung selbstheilend über die verbleibenden Nodes im Netzwerk wieder hergestellt.

Velop nutzt einen Chip von Qualcomm, laut Linksys den ersten seiner Art. Dieser enthält einen 716 MHz Quad-Core ARM Cortex-A7 Prozessor, drei WLAN-Funkeinheiten (eine für 2,4 GHz und zwei für 5,0 GHz) und zwei Autosensing LAN/WAN Gigabit-Ports. Ergänzt wird dies durch 4 GB Flash-Speicher, 512 MB DDR3-Speicher und eine Bluetooth 4.0/LE Funkeinheit. Velop enthält sechs Antennen sowie Leistungsverstärker.

Interessant: Linksys nutzt einige Alexa-Skills. Velop wird mit kundenspezifischen Funktionen von Amazon Alexa eingeführt, die eine Aktivierung des Gast-Netzwerkzugangs sowie die Abfrage von Anmeldeinformationen aus Haupt- und Gastnetzwerken ermöglichen; diese Informationen werden durch Alexa an den Anwender zurückgemeldet:

Linksys, 2013 von Belkin übernommen, wird die Velop-Lösung auch im Paket in Deutschland anbieten. Die bisherige UVP liegt für das (1er Paket) WHW0301 bei 249,99 Euro, das (2er Paket) WHW0302 bei 429,99 Euro und das  (3erPaket) WHW0303 soll satte 599,99 Euro kosten.

 

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

18 Kommentare

  1. nette Idee, aber leider noch viel zu teuer für den „normalen“ Haushalt 😉

  2. Ich sage nur ubiquiti bzw unifi. Seitdem ist das WLAN stabil.

  3. Und wo ist hier jetzt der Unterschied zwischen einem guten Repeater für daheim?

  4. Bis zum Preis war ich echt neugierig….Dann kam die Ernüchterung 🙁 such ich mir was anderes fürs Haus.

  5. Na da gibt es aber deutlich günstigere und vor allem kleinere Lösungen. Google WiFi zum Beispiel.

  6. @Raphael
    Mesh Netzwerk, jedes Gerät kommuniziert mit jedem und der Router entscheidet welcher Accesspoint den besten Zugang bietet.
    Beim normalen Repeater halbiert sich erstens die Bandbreite und das Gerät bleibt solange beim beim vorhergehenden Accespoint, bis die Verbindung abreist. Es wird also nicht das jeweils gerade stärkste Netz genutzt. Gleiches gilt für kabelgebundene Accesspoints.
    —-
    Bei den Dingern hier wollte ich direkt kaufen Drücken, dann kam der Preis. Gesehen, Gelacht und weiter.

  7. Dann kaufe ich lieber ubiquiti da die sind günstiger und können zwischen den Access points roaming

  8. @Felix
    Gibts das in Deutschland? Richtig, gibts nicht.

    @svenp
    Roaming ist aber kein mesh und bei ubiquiti braucht man auch einen Controller.
    Bis auf Google wifi gibt es bis jetzt (und bei uns sowieso nicht) nichts ohne Controller und somit für den Heimanwender uninteressant.

  9. @Klaus, der Controller ist bei ubiquiti nur zum Einrichten nötig, ausserdem ist es eine Software die Installiert werden muss. Die Geräte laufen nach der Installation ohne den Controller..

  10. Die Ubiquiti-Lösungen scheinen sehr interessant zu sein. Eventuell gibt’s dazu ja mal einen Artikel? 🙂

  11. @caschy: das Geld für 3 Geräte wirst du nicht bereuen. Den ersten richtest du in 30 Sekunden ein, jeden weiteren in 5 Sekunden. 3 Router (die Lite) reichen aber für ein großes Anwesen aus.

  12. Im Dreierpack kostet ein Gerät 199,99 Euro. Das ist doch jetzt nicht allzu teuer.. Dachtet Ihr etwa so ein Gerät von Cisco gibts für 39,90??

  13. Ne, aber Google WiFi kostet die Hälfte. Plume ein Viertel.

  14. Die Controller Software gibt es auch für Linux.
    Somit könnte diese auch auf einem NAS wie Qnap oder Synologie laufen.
    Wird aber wie schon von anderen bemerkt nur für die Einrichtung benötigt.

    Mesh Access Points bietet Ubiquiti ebenfalls an habe ich gerade gesehen.

  15. @Caschy

    Frag doch mal bei den Jungs nach Testmodellen, da gibts doch bestimmt was.
    Ich hab vor Weihnachten auf den Cloudkey und zwei AP Pro von Ubiquity gewechselt. Bin im Vergleich zu unzähligen FB vorher nun wirklich wieder begeistert. Gut muss zugeben das Spielkind in mir wollte auch mal wieder ein wenig neue Technik haben…

  16. @Klaus: Hm, dass sich die Geschwindigkeit prinzipiell halbiert, kann ich nicht bestätigen. Schrieb auch bewusst „guten Repeater“.

    Habe mir eher beiläufig mal einen gekauft gehabt, weil im Intranet auch noch das TV-Signal übertragen wird, was mein eigentlicher Kaufgrund war, aber wenn das Teil auch noch das WLAN hier stärken kann, bitte. Mittlerweile läuft so ziemlich alles darüber und hab vom Dachgeschoss (3. Etage) bis runter volles Netz. Geschwindigkeitseinbußen: Geht so. Aber hey, was brauche ich außerhalb meines Haushalts meine volle Geschwindigkeit? 😀

  17. Leute, Google und Ubi sind DUAL BAND Lösungen d.h. wenn viele Geräte verbunden sind, scheisse langsam, da nur ein Band zur Verfügung steht. Das hier ist eine Tri-Band Lösung. Ein Band wird zur Kommunikation zwischen den Geräten benutzt und zwei volle Bänder sind verfügbar für Clients. Dazu hat es noch Mu-Mimo. Wenn schon verglichen wird, dann doch bitte nicht Äpfel mit Birnen…