Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz warnt vor Streamingseiten mit Abo-Fallen

Bereits seit einigen Jahren warnt man seitens Polizei und Verbraucherzentrale vor einer Masche, die doch nicht unerhebliche Kosten nach sich ziehen könnte. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Portalen, die den Anschein erwecken, man könne dort Filme und Serien schauen. Registrierung vorausgesetzt, die lockt aber in eine Kostenfalle. Denn nach einer kurzen Probe-Abo-Zeit (oftmals im Umfang von 5 Tagen) fallen dann Gebühren an.

Mehr als 200 vermeintliche Video-Streaming-Portale hat man bereits aufgespürt, die man an dieser Stelle mit eindringlicher Warnung auflistet. Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz warnen nun erneut, da es inzwischen doch einige neue Domains gibt, welche zwar mit identischem Webauftritt daherkommen, bei denen sich der Name aber ändert. Der Hinweis auf das Abo wartet im Kleingedruckten.

Vor allem bei Minderjährigen schnappt die Falle wohl häufig zu. Binnen weniger Tage folgt dann die Rechnung aus Großbritannien über einen Rechnungsbetrag von knapp 400 Euro, welche auf eine ausländische Bankverbindung überwiesen werden sollen.

Bei der Registrierung auf der Webseite werden neben Adressdaten eine Mail-Adresse sowie Telefonnummer abgefragt. Danach weist man auf eine nicht erfolgreiche Registrierung hin oder aber es können keine Filme und Serien gestreamt werden. Die Kosten des Abos werden dennoch in Rechnung gestellt. Jenen verleiht man mit Falschinformationen in YouTube-Videos und mittels gefälschter Inkasso-Schreiben Nachdruck.

Verbraucherzentrale und Landeskriminalamt raten zu folgendem Handeln:

  • Rechnungen über ein vermeintliches Jahresabonnement müssen nicht bezahlt werden, wenn keine Leistung erbracht wurde.
  • Betroffene sollten sich auch durch aggressive Zahlungsaufforderungen nicht einschüchtern lassen.
  • Auch von angeblichen Anwälten, die die vermeintliche Rechtmäßigkeit der Forderung per YouTube-Video erläutern, sollten sich Betroffene nicht verunsichern lassen.
  • Es ist ratsam, Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten.
  • Wer unsicher ist, ob Forderungen berechtigt sind, kann sich bei der Verbraucherzentrale individuell beraten lassen: https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/beratung-rlp
  • Um gar nicht erst auf Angebote dubioser Streaming-Dienste hereinzufallen, ist es sinnvoll, den Namen der Streaming-Website in eine Suchmaschine einzugeben. Handelt es sich um eine unseriöse Webseite, finden sich häufig bereits Hinweise dazu im Internet.

Solltet ihr selbst über dubiose Streaming-Angebote stolpern, so könnt ihr diese hier an die Verbraucherzentrale melden.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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4 Kommentare

  1. Sebastian says:

    Bin auch drauf reingefallen. Kostet 17,50€ pro Haushalt im Monat, unkündbar und die Mediathek ist totaler Schrott.

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