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Künstliche Intelligenz zur Bilderkennung spiegelt oft Geschlechterklischees wider

Nicht nur Menschen, auch künstliche Intelligenz bzw. Algorithmen können Vorurteile entwickelt. Denn je nachdem, mit welchen Informationen man sie füttert und welche Regeln man vorgibt, kommen unterschiedliche Resultate heraus. Das weist nun auch eine Studie mehrerer Wissenschaftler nach, die sich mit den Bilderkennungs-Werkzeugen von Amazon, Google und Microsoft beschäftigt hat.

Falls ihr Interesse habt, könnt ihr unter diesem Link einen Blick in die Studie werfen. Vereinfacht gesagt, ist eines der Kernergebnisse, dass nicht nur im Alltag Frauen öfter auf ihre physischen Eigenschaften reduziert werden als Männer. Auch die Bilderkennungs-Software von großen Tech-Unternehmen weist Frauen häufiger als Männern entsprechende Tags zu. Dreimal häufiger als Männern wurden Frauen laut der Studie in Fotos Tags zugewiesen, die sich um physische Merkmale drehen.

Demnach wurden Männern aum häufigsten Labels wie „official“ oder „businessperson“ zugewiesen. Bei Frauen waren die wichtigsten Labels „smile“ und „chin“. Exemplarisch seht ihr oben die Ergebnisse zu einem US-Senator und einer US-Juristin. Laut den Forschern spiegele das Vorurteil wider: Frauen müssten hübsch aussehen, während Männer Macher seien. Erarbeitet wurde die Studie von Wissenschaftlern des GESIS Leibniz Institute for the Social Sciences in Köln, der New York University, der American University, des University College Dublin, der University of Michigan und der Nonprofit-Organisation California YIMBY.

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Die Studie soll auch aufzeigen, dass Algorithmen und KIs die Welt nicht vollkommen neutral sehen. Weil sie von Menschen entwickelt und befüttert werden, können sie auch menschliche Vorurteile übernehmen. Zu erwähnen ist, dass die Studie zwar erst letzte Woche veröffentlicht wurde, sich aber auf Daten aus dem Jahr 2018 beruft. Es ist also möglich, dass Amazon, Google und Microsoft seitdem etwa nachgebessert haben. Googles Bilderkennung solle dabei noch stärkere „Vorurteile“ haben als die bei Amazon oder Microsoft. Oft werden erwachsenen Frauen etwa Tags wie „Girl“ oder „Kid“ zugeordnet.

Google hat die Erkennung von Geschlechtern für seinen AI-Vision-Dienst dieses Jahr allerdings abgeschaltet und vertritt nun die Ansicht, das Geschlecht lasse sich nur unzureichend vom Aussehen einer Person ableiten. Amazon und Microsoft behalten die Erkennung bei und unterscheiden auch nur zwischen männlich oder weiblich. Laut den Wissenschaftlern zeige die Studie signifikante Probleme von KI-Bilderkennung auf. Beispielsweise sei es dadurch nicht möglich, vernünftige Bilddatenbanken automatisch zu erstellen. Denn die Bilderkennungs-Software würden weibliche Geschäftspersonen, Gesetzgeber oder Politiker dann oft falsch zuordnen.

Letzten Endes gehen die Klischees bei der Bilderkennung natürlich auch auf die Forscher zurück, welche die KI trainiert haben. Wenn die Datenbasis gewisse Tendenzen aufweist, übernimmt die KI das unreflektiert. Laut den Wissenschaftlern sei es also von enormer Wichtigkeit, die Trainingsdaten in Zukunft zu verbessern.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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54 Kommentare

  1. Man könnte es auch so interpretieren, dass KIs eben nicht werten, und stattdessen nur die wahrscheinlichste Variante der Realität aufzeigen.
    Hier werden ja bewusst nur Bespiele aufgeführt, wo sie sich „irren“, dabei wäre es viel interessanter, wie oft sie damit prozentual richtig liegen, ohne von „politischer Korrektheit“ in die eine oder andere Richtung beeinflusst worden zu sein.

    • Marina Sarel says:

      Na ja, Frauen bekommen nach der Grafik auch den Tag „Produkt“ verpasst. Das sagt Mal vieles über die Daten aus mit denen die KI gefüttert wurde. Oder über die Zuständigen Verantwortlichen…

      • Wie wäre es denn mit ein paar anderen Vorurteilen, die ich reinschmeiße, um das logisch zu erklären? Frauen machen öfters Fotos von sich, vor allem auf ihre Körperlichkeit bezogen. Mir und vielen Bekannten männlichen Geschlechts käme es nicht in den Sinn sich vor den Spiegel zu stellen und ablichten zu lassen, oder Selfies zu machen. Bilder gibt’s von der Familie mit der Familie, professionell, wenn notwendig, oder wenn Reise/Ereignis festgehalten werden soll. Das wars. Die Bekannten aus der Damenwelt, vor allem die ohne Kinder, lichten sich wie es scheint so oft es geht ab. Auf den Plattformen, die auf Fotos basieren, sind die Damen auch überproportional vertreten. Jedenfalls scheint es so. Kann mich aber auch total irren und ich lebe in einer Blase, und die Männerwelt hat auch Läden mit ganzen Abteilungen für Lippenstifte, Haarfärbemittel etc. Und dann Perfüm mit Steak und Holzkohlegeruch.
        Dann kenne Ich z.B. nur Instagramm Nutzerinnen, und keine Herren die die Plattform nutzen.
        Und ich habe erst gar nicht vom Shopping angefangen. Warum haben wohl Bilder mit Damen das Tag Produkt? Könnte vielleicht daran liegen, dass überproportional Klamotten und Schönheitsprodukte von Frauen gekauft und mit Weiblichen Models beworben werden? Nicht nur die Anzahl der Kleidung, sondern auch die Menge an Fotos dazu abweicht? Mir wäre bis auf einen Bi Freund kein Mann bekannt der mehr Kleidung im Schrank hat als die Frau. In manchen fällen muss man uns Herren der Schöpfung dazu zwingen das 20 Jahre alte „Lieblings T Shirt“ endlich wegzuschmeißen und mal zu ersetzen.
        Zurück zu dem Bild oben. Der Senator trägt einen neutralen Anzug mit Krawatte, Kurzhaarschnitt. Halt notwendig. Die Richterin trägt Make Up, Lippenstift, Ohrringe, ist frisiert, trägt eine Halskette sowie einen farbigen Blazer…

      • „die Zuständigen Verantwortlichen“

        😀

  2. So’n Schwachsinn. Selbstverständlich gibt es typische Unterschiede zwischen den beiden Geschlechtern. Ja, es gibt nur zwei davon. Alles andere sind „ich wünsch‘ mir was“-Attitüden. Und da gibt es ganz typische Verhaltensweisen und Vorlieben. Kaum eine Frau interessiert sich z.B. tiefergehend für IT-Themen, diese soll bitte einfach funktionieren. Konfiguriert, angepasst und eingestellt wird da in der Regel (und auch außerhalb 😉 ) nichts, sobald da etwas komplexes zu machen ist, und sei es nur einen WLAN-Repeater in Betrieb zu nehmen, heißt es „das muss mein Mann machen, ich kenne mich damit überhaupt nicht aus“. Das ist übrigens eine inzwischen vielfach gemachte Beobachtung von mir: viele Frauen, die tagsüber im Beruf einen auf emanzipiert machen und zetern, fordern und beschuldigen, wie benachteiligt die Frauen doch sind, und das die typischen Rollenverteilungen doch endlich abgeschafft werden mögen, arbeiten in typischen Frauenberufen und das auch noch in Teilzeit, weil sie auf das Geld eigentlich gar nicht unbedingt angewiesen sind, da der eigene Mann eben in einem Bereich das Haupteinkommen erarbeitet, worauf sie überhaupt keinen Bock hätten, gerne als IT-Spezialist oder Ingenieur. Aus dieser bequem eingerichteten Position fordert es sich schon unbeschwert, wenn man selbst gar nicht ran muss.

    TL;DR: Viele vermeintliche „Vorurteile“ sind gar keine. 🙂

    • Ziemlich einseitige Sichtweise.
      Bei uns im IT-Unternehmen arbeiten viele Frauen in allen möglichen Positionen und alle haben ein fundiertes und tiefgehendes IT-Wissen auf ihren Gebieten.

      Und ja: ich kenne auch den Typ Frau, den du beschreibst ebenfalls – allerdings kenne ich das Verhalten auch von Männern.
      Vielleicht sind im Schnitt Männer etwas mutiger, Interessierter und offener in Technikthemen, verallgemeinern würde ich das aber nicht.

      Entweder du hast noch wenig Lebens-/Berufserfahrung und einen kleinen Bekanntenkreis, oder dein Tellerrand ist recht hoch 🙂

      • Tja, dein Universum ist natürlich ausschlaggebend. Nicht etwa nackte Zahlen.

        • Nö, mein „Universum“ ist genauso viel oder wenig ausschlaggebend wie das meines Vorposters oder deins.

          Nur sind Verallgemeinerungen stets doof, da sie sich mit einem einzigen Gegenbeispiel widerlegen lassen.
          Und das ist wohl die einzige Verallgemeinerung, die immer zutrifft 🙂

          • Genau das ist aber die Aufgabe von Algorithmen. Mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit etwas erkennen. Die 1,50 m große Dame könnte auch das 100 kg Muskelpacket kleinhauen. Ich würde aber nicht darauf wetten. Ich kenne die Zahlen für ITler und Mediziner und an was und wo dann gearbeitet wird. Ausnahmen bestätigen die Regel, sie widerlegen sie nicht. Eine Bekannte ist Kampfpilotin. Eine Ausnahme, nicht die Regel. Ein Bi Bekannter hat einen ziemlich großen Kleiderschrank für einen Mann. Ausnahme. Not all X are widerlegt nichts. Es gibt auch Katzen, die gerne Schwimmen.
            Am Ende wird dann die bessere Software dann aus Fernost kommen, mit besserer Vorhersage, dann aber mit anderen Twists.

          • Du kennst das Sprichwort: Ausnahmen bestätigen nur die Regel ? ;P
            Das was wir zur Zeit erleben ist nen reines Wohlstandssyndrom! Die ersten Anzeichen des Niedergangs einer Kultur

      • Blubberblase says:

        Naja in einem Unternehmen kann das anders aussehen, da aus verschiedenen Universitäten die Leute angestellt werden. Da können natürlich auch viele Frauen dabei sein. Wenn man sich die Unis anschaut, so sieht das ganze Bild halt anders aus. Es gibt immer noch einen großen Männer-Anteil, welcher aber auch immer weiter sinkt.

      • Schön für eure Firma, hat mit der Realität aber nichts zu tun. IT ist nun mal ein typischer Männerberuf da hilft es auch nicht wenn dazwischen mal eine Frau ist. Die Begeisterung für Technik ist eher eine Männerdomäne, das sieht man in allen Technischen Berufen. Geh mal zur FH/Uni und guck dir die Verteilung an. Das ist ja nicht unbedingt schlecht, Frauen und Männer sind eben nicht identisch.

        • André Westphal says:

          An dem Punkt kann man aber eben ansetzen und fragen: Sind diese Unterschiede nun am Geschlecht festzumachen oder einfach nur kulturell / gesellschaftlich „anerzogen“? Das ist ja ein Bestandteil der Gender-Forschung. Denn wer mit dem Rollenbild: „Frauen und Technik – passt nicht zusammen.“ durchs Leben geht, behandelt Frauen auch entsprechend – auch seine eigenen Töchter, die dann entsprechend so sozialisiert werden. Dadurch wird die Vorstellung im Kopf zur Realität.

          Daher wäre es dann eben der richtige Ansatz, solche Rollenbilder nicht zu zementieren – auch nicht durch künstliche Intelligenz. Das muss man aber eben auch erforschen – denn manche Unterschiede sind vielleicht durch die Gesellschaft bedingt und hängen biologisch nicht am Geschlecht, andere hingegen vielleicht schon.

          • Die Rollenverteilung und damit Aufgabenteilung hat sich evolutionär einfach bewährt. Wenn stets beide das gleiche gewollt und gemacht hätten, hätten die dann nicht gemachten Arbeiten das Aus dieses Experimentes bedeutet.

            Warum ist euer Team eigentlich nicht „diversifiziert“? Weil es dazu schlicht keine Notwendigkeit gibt. Ihr macht das so schon sehr gut, da braucht es keine Femme Fatale oder „Möse Dangereuse“ für’s Drama. 😉

            • Ja natürlich haben sich Männer evolutionär(über Jahrtausende) an die Informatik angepasst. Sie gibt es ja nicht erst seit <100Jahren.

              Was anderes wären körperliche Sachen, da hast du natürlich Recht.

          • Deine Argumente kann ich nachvollziehen, aber die KI Geschichte sollte man da heraushalten.
            Die KI ist nicht intelligent. Die kann nur nachplappern was man eingibt. Werder versteht die Software was man ihr sagt, noch existiert da ein Verständnis der Situation.
            Insofern ist die KI Forschung an der Software ein Witz schlechthin wenn die Forscher sich wundern das die KI das wiedergibt was die Forscher eingeben.
            Diese Forscher rennen mit dem Kopf gegen eine Betonwand und forschen an der Wand warum ihr Kopf so weh tut und fragen sich ob grober Kies im Beton ein anderes Ergebnis bringt als feiner Kies.

          • Es gibt KEINE Gender“forschung“. Lediglich Leerstühle (und das schreib ich absichtlich so), die diese Ideologie zementieren sollen, dass es ausschließlich sozial konstruierte Geschlechter gibt. Das ist eine Idee, die kann man haben, oder für völlig überzogen halten, wie dies die meisten Menschen mit Menschenverstand tun. Es gibt hingegen echte Forschung, die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen belegt. Ist nämlich auch gar nicht schlimm, dass sich die Geschlechter unterscheiden. Das zementiert noch lange nichts und muss auch nicht zur Abwertung führen.

          • >Das ist ja ein Bestandteil der Gender-Forschung

            In eine solche „Forschung“ bin ich mal umständehalber hineingeraten. Ich hatte an einer Uni was IT-technisches mit zweien zu tun, einer Studentin und ihrer Professorin. Im Gespräch wurde der Begriff“wissenschaftliches Arbeiten“ dermaßen überstrapaziert, dass ich neugierigerweise gefragt habe, was die da eigentlich so treiben. Die Professorin hat es mir stolz erklärt: es sei klar, dass viele junge Mädchen deshalb nicht in bestimmte berufliche Bereiche gehen würden, weil da an der Spitze immer so alten Herrschaften in ihren grauen Anzügen stehen, mit denen sich die Mädels eben nicht identifizieren könnten oder wollten. Und zu diesem Sachverhalt wolle man nun eine Studie machen.

            So viel dann zum wissenschaftlichen Arbeiten: erst steht das Ergebnis fest, dann wird „geforscht“.

            Auf meinen Hinweis, dass wir dann in Deutschland ja einen regelrechten Run der Mädels in die Politik haben müssten, da wir schließlich da seit vielen Jahren eine Kanzlerin hätten, die sei schon so lange in dieser Position, dass viele Jüngere gar keine andere Person in diesem Amt kennengelernt hätten und damit diese Vorbildfunktion quasi die Mädels wie ein Magnet hätte anziehen müssen, wusste man dann nicht zu antworten.

            Als es dann auch nur geringfügig inhaltlich um die IT ging, den eigentlichen Grund meines Besuches dort, mussten beide die Hose runterlassen, damit würden sie sich nun überhaupt nicht auskennen und holten schnell kompetenten Beistand. Natürlich keine wissenschaftliche Mitarbeiterin, sondern einen wissenschaftlichen Mitarbeiter, der konnte im Gegensatz zu den beiden Prinzessinnen dann auch was.

          • Wie andere schon geschrieben haben: Gender-„Forschung“ ist keine Forschung sondern Verschwendung von Steuermitteln. Würde sämtlichen Gender-Lehrstühlen die staatliche Unterstützung entzogen und diese stattdessen in den MINT-Bereich verschoben, könnte man sehr viel mehr bewirken, vor allem für Frauen. Die Gender-Ideologie geht davon aus, dass Menschen unmündig sind. Man müsse ihnen erklären, wie sie richtig zu denken und zu sprechen haben. Frauen sind aber durchaus in der Lage, ein Medizin- oder ein MINT-Studium aufzunehmen, auch wenn sie rosa Kleidung als Kind anhatten oder mit Barbie gespielt haben. Die können tatsächlich Arzt oder Maschinenbauer werden.

          • Wenn man sich das hier ansieht, wird deutlich das nichts „anerzogen“ wird:

            https://www.youtube.com/playlist?list=PLd9_g7lAICxtlGbxh4_z8ik178o8CDPnv

          • *giant facepalm*

            Ich weis gar nicht wo ich anfangen soll.

    • Marina Sarel says:

      Ich selbst kenne SEHR SEHR viele Männer die null Ahnung haben von Technik. Und einige Frauen die es tun. Und auch Frauen da flippe fast aus beim erklären. Übrigens, sich in Technik oder Computertechnik / gar IT auszukennen sind verschiedene Dinge. Jeder Mensch ist anders.
      Immerhin steigt der Anteil von Frauen in MINT Berufen jedes Jahr.
      PS: Eindrücke vom Leben einer Frau in IT Bereich, mit Hobbys von 3D-Druck bis zum Lötkolbenschwingen.

      • Hat auch seinen Vorteil btw. Ich studiere quasi Usability / Gebrauchstauglichkeit und der Bereich hat sich erst weiterentwickelt als Frauen ein gewisses Mitspracherecht in IT-Themen hatten. Und von einer guten Usability profitiert übrigens jeder.

        • > und der Bereich hat sich erst weiterentwickelt als Frauen ein gewisses Mitspracherecht in IT-Themen hatten.

          Heißt übersetzt: Männer kriegen’s auch so hin, für Frauen muss es erst extra angepasst werden. Viele Frauen arbeiten dabei aber gar nicht inhaltlich mit der Benutzeroberfläche, die merken sich einfach auswendig, wo sie hinklicken müssen. Deshalb stehen die dann auch wie der Ochse vorm Berg, wenn die Oberfläche auch nur leicht verändert wird. Da reicht schon eine andere Farbe und die brauchen eine Schulung…

          • Eieiei was für nen Schmarren schreibst du denn.

            Es geht hier um Anwendungen für den Nutzer. Das heißt für Menschen alles Alters, für Menschen aus verschiedenen Kulturen und auch für behinderte Menschen. All diese Menschen freuen sich über Benutzeroberflächen, die Sie auch bedienen können. Ist ja toll, wenn die Bahnticket-Automaten nur von weißen deutschen gesunden Männern genutzt werden können und der erste mit Sehschwäche oder Sprachproblemen nicht mehr weiterkommt… Achja, Smartphones brauche auch keine Usability, Großeltern kommen ja auch mit technischen, nicht anpassbaren und komplexen Bedienoberflächen klar.

            • > Usability

              Eine gute Freundin, sehr kompetent in ihrem Bereich, stellt seit Jahren die Ansicht von Mail.app auf klassisch um, wobei Platz verschwendet wird, weil sie das gewohnt ist.

              Also so: https://i.stack.imgur.com/4cOJC.png
              Statt so: https://i.stack.imgur.com/amyMN.jpg

              Sowas hat er gemeint.

              • Das hat mit Usability aber recht wenig am Hut.
                Mehr Infos auf gleicher Fläche ist ungleich Usability. Im asiatischen Raum ist das aus verschiedenen Gründen anders, aber hier nicht.

                Die platzsparende Ansicht hat den Vorteil, dass man schnell viele E-Mails auf einem Raum einsehen kann und auch nur eine kurze Strecke mit dem Cursor zurückgelegt werden muss. Die Version mit mehr Weißraum benötigt zwar hier eine längere Cursorstrecke, dafür sieht man mehr von dem Inhalt der Email und kann zusätzlich auch schön mit den Maustasten gesteuert werden ,da man parallel direkt eine Vorschau auf den Inhalt erhält.

                Wie du siehst hat Ästhetik und viel/wenig Weißraum wenig mit der Usability einer Anwendung zu tun.

                Letztendlich muss die Anwendung auf den Nutzer zugeschnitten sein. Und nur darum geht es. Und dementsprechend sieht eine Anwendung für Vielnutzer/Pros anders aus als eine Anwendung für Wenignutzer/Laien.

                Übrigens ist die Personalisierungsmöglichkeit, also dass man überhaupt zwischen den Ansichten wechseln kann, eine der wichtigsten Aspekte der Usability. Dementsprechend macht es überhaupt keinen Sinn hier auf die Kollegin zu verweisen.

  3. Tja, wenn sich die Wirklichkeit ideologischem Mist nicht beugen will, muss man die KI verblöden wie Google. Also ich kann Männer und Frauen am Äußeren unterscheiden, wer noch?

    • Warum machst du gleich eine Ja/Nein oder Schwarz/Weiß-Geschichte aus dem Thema? Das ist doch viel komplexer, es gibt sowohl eine Menge ernster Probleme mit der Benachteiligung von Frauen als auch schräge Ideologien und Ansätze, die zu nichts führen werden. Sich selbst dann und wann mal zu hinterfragen hat noch niemandem geschadet, vielleicht kann „die Wirklichkeit“ aus anderer Perspektive auf einmal nicht so klar sein… und ich denke, deine Trefferquote beim Versuch, Männer und Frauen am Äußeren zu unterscheiden würde geringer sein als du glaubst 😉

    • @ Flo wäre für die KI noch einfacher wenn wir alle nackt rum laufen würden

  4. Wer kennt es nicht, wenn er an einer Baustelle vorbeifährt, und nur Frauen sieht, die die Gebäude errichten. Auch im Stahlwerk, oder unter Tage, wenn man da mal nen Kerl sieht, ist das wie ein Lottogewinn.

    Ja, auch die Armeen dieser Welt waren historische Frauendomänen. Möbelpacker gibt es ja nur in der weiblichen Form.

    Und fast 95% aller Erfindungen wurden ja von Frauinnen gemacht, das ist klar.

    Der Punkt ist, die Genderpolizei hat ein sehr beschränktes Weltbild. Die sehen überhaupt nur akademische Bereiche und Sesselfurzerjobs, dass aber der Großteil der wirklich relevanten Arbeit immer und auch heute von Männern geleistet wurde, nehmen die in ihrer Selbstverliebtheit nicht mal wahr.

    Wie gut weibliche Führungskräfte sind, sehen wir ja selbst an Knallern wie Merkel, von der Leyen, Baerbock, Taxi Dorle und so weiter. Innenpolitisch pfeift der Laden aus den letzten Löchern und Europa ist nach 16 Jahren Rautenpolitik kurz vor der Abwrackung.

    Das liegt vorrangig daran, dass man ohne Not ein funktionierendes System zwangsweise verweiblicht hat. Der Zickenkrieg und Hysterie bestimmen die politische Richtung mehr, als jeder Sachzwang.

    • Und wie kompetent männliche Politiker sind, sieht man an solchen Spitzenkräften wie Trump, Boris Johnson, Scheuer oder Gauland.
      Ach nee, warte mal…

      Nach meiner Erfahrung kann man (In-)Kompetenz nicht an Geschlecht, Nationalität, Religion oder der Farbe der Haut festmachen.

    • „Wer kennt es nicht, wenn er an einer Baustelle vorbeifährt, und nur Frauen sieht, die die Gebäude errichten. Auch im Stahlwerk, oder unter Tage, wenn man da mal nen Kerl sieht, ist das wie ein Lottogewinn.“
      Vielleicht weil Männer einfach kräftiger sind? Mann und Frau sind nunmal nicht gleich, insbesondere nicht körperlich.

      „Und fast 95% aller Erfindungen wurden ja von Frauinnen gemacht, das ist klar.“
      Komisch, wo Frauen doch Jahrtausende von jeglicher Bildung ausgeschlossen wurden. Wirklich verwunderlich.

      „Der Punkt ist, die Genderpolizei hat ein sehr beschränktes Weltbild. Die sehen überhaupt nur akademische Bereiche und Sesselfurzerjobs, dass aber der Großteil der wirklich relevanten Arbeit immer und auch heute von Männern geleistet wurde, nehmen die in ihrer Selbstverliebtheit nicht mal wahr.“
      Siehe Punkt 2. Aber teils hast du schon auch Recht, Quoten sind mMn auch der falsche Weg. Und ob Krieg jetzt wirklich so ein relevanter Beruf ist sei mal dahin gestellt. 😉 Man könnte im Gegenzug auch schreiben, Männer hätten durch Umweltverbrechen, Ausbeutung, Sklaverei, Krieg und Machtwahn die gesamte Erde an den Rande des Abgrunds gebracht. Merkste was, oder?

  5. No shit, Sherlock. Ein Algorithmus der Merkmale vergleicht, gibt sie anhand der Eingangsdaten heraus. Nobelpreisverdächtig.
    Ist das ein Abbild der Realität? Nein, das ist ein Ausschnitt der Gesellschaft die Zugang zu Technik und Internet hat und sich genau so darstellt.
    Das Problem lässt sich nicht lösen denn diejenigen die da nicht mitmachen wollen oder können fallen immer aus dem Muster heraus. Gesellschaftliche Probleme lassen sich nicht mit Technik lösen.

  6. Frauen bekommen mehr ihrer typischen Eigenschaften zugesprochen (Smile, Hairstyle, Long Hair, Hair Coloring, Beauty, etc). Das ist ein Problem. Kannste dir nicht ausdenken sowas…

    • Dass es sich unter Männern oft problemloser und befindlichkeitsärmer arbeitet, sagen mir deutlich mehr Frauen selbst als Männer. Die kommen mit ihren eigenen Eigenschaften nicht zurecht. Deshalb gehen die so auf die Palme, wenn man diese Eigenschaften heraustellt. 😉

    • Man fühlt sich ein wenig wie im Märchen „Des Kaisers neue Kleider“, oder? Man ruft“ Hey, Frauen legen (im Schnitt) mehr Wert auf ihr Äußeres und KI kann nicht rassistisch oder frauenfeindlich sein, Männer SIND anders als Frauen“ und die ganzen Dummies suchen weiter nach dem Beweis, dass alles irgendwie nazi ist, legen ihre Betroffenheitsmiene auf und rufen was von „böser, alter, weißer Mann“(sind freilich zu hirnlos, um zu erkennen, wie rassistisch sie selber sind). Man kann nur noch sagen: „Is gut, ihr Guten! Der Kaiser sieht einfach schick aus, der neue Stoff ist einfach toll.“

  7. Die 3 Wissenschaftler formieren ausschließlich aus dem Sozialen Bereich und Politik. 1 Mann aus Deutschland, 2 junge Frauen aus den USA, davon eine queer. Exakt der akademische Bereich, der im Wortsinn hochpolitisch ist und seit Jahrzehnten Vorurteile als Wissenschaft. Das Problem: dieser Bereich muss sich nicht in der Praxis beweisen. Das mal jemand falsch getaggt wird in dieser jungen Technologie, begründet nicht, das Kind mit dem Bade auszuschütten.
    Viel interessanter wären hier Wissenschaftler aus den MIND-Fächern, dem kriminalistische Bereich oder Forschungen im Bereich personalisierter Werbung. Geschäftszweige oder Institutionen in denen falsche Erkenntnisse im KI-Bereich existenziell oder finanzielle fatal wären und demnach nicht auf selbsterfüllenden Prophezeiungen beruhen können.
    Oder ein Blick auf offizielle Statistiken: wer gründet Firmen, wer wagt Selbstständigkeit, wer macht die schwierigen oder lebensgefährlichen oder wissenschaftlichen Arbeiten in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik ohne im 2 Semester nach Sozial oder Kunst zu switchen. Wer zahlt die meisten Steuern. Und wer macht Makeup-Tutorials.
    Wissenschaft die sich für die Mehrheit der Menschen (Männern wie Frauen) in der Praxis beweist, sollte der Orientierungspunkt sein. Hier aber sorgt eine kleine Gruppe Menschen für ständigen Hate zwischen den Geschlechtern, die sich sonst ganz gut vertragen würden.
    Nicht auf solche Wissenschaft einzugehen macht niemanden zum Arschloch und verhindert auch keine Gruppe von Menschen in ihrem Lebensplan.
    Der aktuelle Rückzug Googles aus diesem Forschungszweig halte ich für reines Virtue Signaling.

  8. Danke für diesen Text. Gerade auf einem Techblog! Das sich hier einige in den Kommentare vor allem daran abarbeiten, dass das was die KI da „herausfindet“ ja einfach die Realität sein muss, zeigt sehr schön, dass weder ausreichend verstanden wird was diese Realität von der wir so gerne sprechen eigentlich ist, noch das verstanden wird, was eine KI darüber aussagen kann.
    Bitte mehr davon! Ich bin mir sicher, dass diese Auseinandersetzung auf lange Sicht uns alle weiter bringt und die Realität für alle ein bisschen besser macht. Nicht nur hinsichtlich der Geschlechterverhältnisse.

    • Da hast du was falsch verstanden: eine KI findet nichts heraus. Sie ist programmiert von Leuten, die Männlein von Weiblein unterscheiden können. Und deshalb funktioniert sie auch. Das passt den Ideologen aber nicht.

      • Kleine Ergänzung, Flo. Sie ist programmiert von Leuten, die vielleicht Männlein von Weiblein unterscheiden können. Wir unterstellen mal nichts. Dann macht eine Gruppe von Ideologen eine „Studie“ dazu, dass die Software sexistisch ist, und alle Ideologen in den Medien verteilen es.
        Die Methodik unwissenschaftlich. Die Interpretation der Ergebnisse ist fragwürdig und die verwendeten Bilder um auf das Ergebnis zu kommen sind auch speziell ausgesucht.
        Das Ergebnis der Studie stand vorher fest.

  9. Das man im Westen solche Studien erzeugt zeigt eigentlich nur das die Asiaten uns wirtschaftlich dominieren werden.

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