Internet der Dinge: noch ein Zusammenschluss auf der Suche nach einem Standard

Das Internet der Dinge, vernetzte Haushaltshelfer, Thermostate, Waschmaschinen. Wir können uns heute noch gar nicht vorstellen, was morgen alles vernetzt sein wird. Die großen Firmen aber anscheinend schon, sie bilden munter Zusammenschlüsse, um auf einen Standard für das Internet der Dinge zu kommen. Letzte Woche gab es einen Zusammenschluss verschiedener Firmen, der Qualcomm als großen mobilen Chiphersteller außen vor lässt. Mit der „Thread Group“ gibt es jetzt einen weiteren Zusammenschluss. Neben Samsung, Nest Labs und ARM sind folgende Firmen direkt ab Start dabei: Yale Security, Silicon Labs, Freescale Semiconductor und Big Ass Fans.

Thread_Group

Ziel der Thread Group ist es nicht einfach einen weiteren Standard zu schaffen, sondern ein auf IPv6 basierendes Netzwerkprotokoll zu ermöglichen, das auf offenen Standards basiert. Dadurch sollen vernetzte Geräte direkt miteinander kommunizieren können und ein eigenes Mesh-Netzwerk aufbauen. Klingt ähnlich wie beim Open Interconnect Consortium, zeigt wie frisch das ganze Gebiet noch ist und wie uneinig sich die Hersteller sind.

Der richtige Standard und somit die Verknüpfung verschiedener Hersteller in einem System werden der entscheidende Faktor über Erfolg und Misserfolg sein, wenn es um das Internet der Dinge geht. Schon heute gibt es zahlreiche vernetzte Dinge, die wenigsten sind aber untereinander kompatibel. Ist dies nicht gegeben, wird auch der Kunde nicht unbedingt zu solchen Produkten greifen, zumindest nicht, wenn er nicht der kleinen Gruppe der Early Adopter angehört.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Miguel Indurain says:

    Ich mir sehr schwer vorstellen, die Geräte im Haus zu vernetzen angesichts der Gefahr, dass jemand sich da reinhackt und meine Kühltruhe gewaltsam „abtaut“ oder Mitten im Winter die Heizung in meiner Abwesenheit abdreht, so dass die Rohre kaputt frieren.

  2. Tutnicht Zursache says:

    ich kenne aktuell keinen der den mist jemals habenwill.. nein, meine waschmaschine braucht keinen internetzugang, mein kühlschrank auch nicht, und das licht kann ich sogar noch händisch mit eigener muskelkraft per schalter anmachen.. toll ne? kaputte welt..

  3. Auch wenn man das vielleicht nicht immer braucht, muss man ja nicht alles gleich runter machen. Ich selbst habe ich extremen Respekt vor der Gefahr, dass sich da jemand reinhackt – zumal die Hersteller bisher lieber an der Sicherheit gespart haben, dass der Preis niedrig ist (, weil das die Leute nur so kaufen).

    Aber ganz ehrlich, manchmal fände ich das durchaus nett: Wir sind eine große WG und wenn man immer zwei Stockwerke zur Waschmaschine laufen muss, wenn man waschen möchte, dann wäre das schon schön, wenn man nur kurz auf die App schaut und weiß, ob die Maschine gerade belegt ist oder nicht.

    Natürlich geht es in der Regel erstmal um „fancy Technik“, danach spielt die eigene Faulheit eine Rolle und zuletzt kann man dann vielleicht wirklich Dinge verbessern. Aber so ist das doch bei den meisten Innovationen … ihr seid doch auch alle froh, dass ihr den Fernseher mit Fernbedienung steuern könnt und nicht aufstehen müsst um am Gerät die Knöpfe zu drücken – warum also nicht mal schnell auf dem Handy schauen, ob die Waschmaschine fertig ist?

  4. Miguel Indurain says:

    Aber in meiner TV-Fernbedienung kann sich keiner reinhacken. Zumindest nicht so ohne weiteres.

    Ansonsten gebe ich Dir recht: Faulheit siegt – deshalb ist WhatsApp so erfolgreich.

  5. so einfach ist es nicht sich da reinzuhacken…
    wie oft ist es euch passiert, dass sich jmd in eure Fritzbox reingehackt hat? Oder in eure Xbox, Raspberry Pi, PC (und hier meine ich keine Viren, die ihr selbst installiert habt, weil ihr ein Video anschauen wolltet)?
    Natürlich kann es theoretisch passieren, aber wenn man einigermaßen regelmäßig Sicherheitsupdates aufspielt, ist man normalerweise als Normalperson gut abgesichert

  6. Ich würde am liebsten alle Geräte bei mir miteinander vernetzen. Auch wenn nicht alles einen Sinn ergibt, es ist trotzdem cool und macht Spaß (mir jedenfalls).

  7. Namenlos, weil Cookies gelöscht... says:

    Abgesehen davon, dass mir die Vernetzung gefallen würde, kann ich es kaum glauben, das diese Firmen es tatsächlich in den nächsten Jahrzehnten schaffen wird einen wirklich offenen und standardisierten Standard zu etablieren 🙂
    Und falls ja, kommt Firma XYZ und macht es wieder anders…

    Die sind einfach alle nur aufs Geld verdienen aus, für die Technik und uns Menschen interssiert sich keine Sau mehr. Und da muss man halt immer mit dem (Geld)Fluss schwimmen…. *muh*

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