ING lockt mit Aktionszins

Menschen, die kein Geld (fest) angelegt haben, betreiben in den letzten Monaten vielleicht „Zins-Hopping“. Banken werben da teils mit Aktionszinsen, sodass es sich vielleicht bei größeren Summen lohnen kann, sein Geld von Institut A auf Institut B zu verfrachten. Bei der ING ist es derzeit so, dass man mit einer Zinsaktion fürs Extra-Konto lockt. Wie immer ist das Ganze etwas beschränkt, wie auf der Infoseite zu sehen ist. Die Aktion gilt nicht für Kunden, die in den letzten 6 Monaten ihr Extra-Konto eröffnet haben oder schon einen Aktionszins erhalten. Ansonsten heißt es: 3 % Aktionszins p. a. für 4 Monate, aber nur auf neu eingezahltes Geld, welches von einer anderen Bank kommt. Der Einzahlungszeitraum ist vom 06.02. bis 24.02.2025, los geht es dann mit dem Aktionszins ab dem 1. März.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei X, Threads, Facebook, LinkedIn und Instagram.

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41 Kommentare

  1. „Lockt“ ist sehr treffend. Das Angebot gilt für 4 Monate und ist in dieser Zeit sehr gut. Wenn man etwas sucht, findet man auch den aktuellen Normalzins auf dem Extra-Konto; also das, was man wahrscheinlich nach 4 Monaten bekommt: 1 %.
    Das wiederum ist sehr schlecht. Natürlich verändert sich der Normalzins im Zeitablauf; in der nächsten Zeit eher nicht nach oben. Also: Für Zinshopper gut, ING setzt aber sicher darauf, dass man dann doch nicht so konsequent „hoppt“.

  2. Wen soll das den locken? Bei Trade Republic bekommt man 2,75% ohne jegleiches Wenn und Aber.

    • Laut „Manager Magazin“ nimmt jetzt auch die Finanzaufsicht BaFin das Zinsprodukt (von TR) unter die Lupe.

      • Da der Artikel leider hinter der Paywall steckt, kann ich ihn nicht lesen. Aber es geht da nicht direkt um die Zinsen, sondern wie TR das Geld der Kunden verwahrt. Denn es wird bei Partnerbanken und irgendwelches Geldmarktfonds angelegt. Und Letzteres unterliegt wiederum nicht der EInlagensicherung.

        • Soweit ich das lesen konnte, geht es auch nicht um das von BAFin gerade erst genehmigte Geschäftsmodell, sondern um die Frage, ob die Information der Kunden bezüglich der Geldmarktfonds transparent genug ist. Für mich derzeit kein Aufreger.

    • Und wie bekommt man da sein Geld zurück? Die letzten Bewertungen von TR sollten alle Alarmglocken schrillen lassen.

    • Ich bin mit Trade Republic auch vollkommen zufrieden. Das Saveback bei Kreditkartenzahlung ist auch eine schöne Sache.

  3. Warren Duckfett says:

    Langsam nervt das ganze, am Ende kommt ein Geldmarkt ETF einfacher daher.

    • Derzeit ist es für Privatanleger durchaus sinnvoll ganz in Cash zu gehen. Die Weltlage ist zu chaotisch geworden. Selbst Buffet ist komplett in Cash gegangen und der ist institutioneller Anleger mit Jahrzehnten Erfahrung.

      Weiteres Alarmsignal: wenn dir ein Taxifahrer Tipps zu Aktien oder Crypto gehen will ist es Zeit auszusteigen. Ich habe nix gegen Taxifahrer aber die Blase ist offensichtlich, ebenso wie die alle jederzeit im Herdentrieb verkaufen könnten wenn wieder irgendwas verrücktes aus Washington kommt was irgendwas auslöst.

  4. Bei Tomorrow https://www.tomorrow.one/de-DE/banking/tagesgeld/ gibt’s 3 Monate für Neukunden 2,5% danach dann wie für alle bestehenden Kunden 1,5%. Werden monatlich ausgezahlt ab Feb.

  5. Sehr nervig das ganze. Wer da keine Lust darauf hat, kann evtl. ein Geldmarkt-ETF in Betracht ziehen, der das jeweils aktuelle Zinsniveau abbildet…
    https://www.finanztip.de/investmentfonds/geldmarktfonds/

  6. Ich habe meinen Notgroschen inzwischen in einem Geldmarktfonds geparkt. Ja, damit holt man nicht den letzten Prozentpunkt raus und man sichert sich auch keinen bestimmten Zinssatz über einen (etwas) längeren Zeitraum, aber man muss sich mit dem Kram nicht alle paar Monate beschäftigen und Geld rumschieben. Zumal man, wie man hier sieht, eh nur noch sehr kurze Laufzeiten hat. Und Obergrenzen. Gibt außerdem Geldmarktfonds, die je nach Bank nur minimalste Kosten verursachen.

    • Genau das ist es. Ich hab meinen Notgroschen im Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap
      WKN DBX0AN
      TER 0,1%
      Kann mich nicht beschweren und hab keine Probleme mehr mit dem lästigen Angebot suchen. Da sind mir die 0,% auch egal

  7. Auch hier liegt der Zins wieder unter den beworbenen 3% p. a., da das Geld ja bereits im Februar effektiv auf dem Konto sein muss und für den Rest des Februars mit 1% verzinst wird.

    Ansonsten kann man das Angebot schon mitnehmen, man muss nur daran denken, den Notgroschen anschließend wieder woanders hin zu verschieben.

    • >> Auch hier liegt der Zins wieder unter den beworbenen 3% p. a., …

      Die Zinsaktion startet am 01.03. Ab diesem Zeitpunkt wird das auf dem Extra-Konto neu eingezahlte Geld mit 3 % p.a. verzinst. Einen Zinsverlust macht man nur, wenn man Geld umbucht, dass man anderweitig zinsbringend angelegt hat. Wer die Laufzeiten für Umbuchungen kennt und erst am Ende des Einzahlungszeitraums aktiv wird, kann den Zinsverlust minimieren. Selbstverständlich sollte man dran denken, das Geld nach 4 Monaten wieder da anzulegen, wo es bessere Zinsen gibt oder anderweitig investieren.

      Entscheidet man sich für die Investition in Geldmarktfonds, sollte man die Kosten, die evtl. entstehen können, berücksichtigen. Ähnlich wie beim Tagesgeld gibt es bei Geldmarktfonds keinen garantierten, unveränderlichen Zinssatz. Für kurzzeitige Anlagen oder wenn man Wert auf eine schnelle Verfügbarkeit der Investitionen legt, halte ich Geldmarktfonds für weniger geeignet. Die in Aussicht gestellte Rendite erreicht man mit Geldmarktfonds, so wie bei anderen Fonds auch, nur über die Haltezeit. Da in absehbarer Zeit wohl kaum mit einer Anhebung des Leitzinses zu rechnen ist, kann man mit Geldmarktfonds auch Verluste machen. Egal ob mit Tagesgeld oder Geldmarktfonds. Ein Inflationsausgleich ist damit kaum möglich.

      • Ich glaube, du verstehst nicht, worauf ich hinauswill.

        Um den Aktionszins zu erhalten, muss das Geld spätestens bis zum 24.02. eingezahlt werden. Sprich das Geld liegt am Ende 97 Kalendertage auf dem Konto, von denen aber nur 92 Kalendertage im Aktionszeitraum liegen. Berücksichtigt man, dass man für die für Tage im Februar nur ein Prozent Zinsen p. a. erhält, liegt der Zinssatz für den gesamten Zeitraum, den das Geld auf dem ING Konto liegen (muss) nur bei ca. 2,9% p.a..

        • Ausserdem sollte man dabei bedenken, dass die Zinsen nur einmal jährlich ausgeschüttet werden, nämlich an 31.12.
          Das macht das Ganze dann wieder unattraktiv. Andere bieten da zumindest eine Zinsausschüttung im Quartall oder noch besser monatlich!

          • blahblubber says:

            da man das konto nach den 4 monaten eh kündigt, kriegt man die zinsen dann ebenfalls zu dem zeitpunkt ausbezahlt.

            • Ohne Freistellungsauftrag oder NVB werden dann Kapitalertragsteuer und Soli fällig.

              • blahblubber says:

                was hält dich davon ab, einen einzurichten?

                • Die Tatsache, dass die Aktion nur für einen begrenzten Zeitraum läuft und man dann das Konto wieder leeren oder ganz kündigen sollte. Bei der Kündigung verliert auch der Freistellungsauftrag seine Wirkung und die Steuern werden fällig.

                  Will man das Geld danach anderweitig anlegen, muss man erneut einen Freistellungsauftrag erteilen. Da kann man schnell mal den Überblick verlieren. Die Finanzverwaltung sieht es gar nicht gern, wenn Sparer per Freistellungsauftrag den Freibetrag überschreiten. Das kann richtig Ärger geben…

                  • BastiFantasti says:

                    So ein Quatsch. Solange du in der Steuererklärung das richtig angibst bekommst du entweder die Steuer zurück, oder musst nachzahlen. Da gibts auch keine Strafe o.ä., solange man es vollständig ausweist.
                    Darum immer die Freibeträge lieber zu hoch ansetzen oder bei jeder Bank bis zur vollen Höhe angeben.

          • Welche Bank bietet 3 % auf Tagesgeld mit monatlicher oder quartalsweiser Zinsgutschrift?

            Der Zinseszinseffekt bei der ING war mit dem Extra-Konto nie gegeben und kann als Argument dienen, dieses Konto zu meiden.

            Stellt sich nur noch die Frage, wie sich Kontoeröffnung und -kündigung auf den Schufa-Score auswirken?

            • blahblubber says:

              gar nicht. reine tagesgeldkonten haben keinen einfluss auf die schufa.

              • Danke für die Antwort. Das heißt dann auch, dass damit der Schufa-Score nicht positiv beeinflusst werden kann.

                Oft ist es aber so, dass die Banken zusammen mit dem Tagesgeldkonto auch ein Girokonto als Verrechnungskonto eröffnen. Wie sieht das dann bei der Schufa aus?

        • Wenn das Geld die von Dir genannten 97 Kalendertage nicht zinsbringend angelegt ist, dann bringt es gar nix. Wo ist das Problem? Nominal bleibt es im Zinszeitraum bei 3 % p.a. Davor und danach wird es eben nur mit dem Standardzins, von derzeit 1 % p.a. verzinst. Immer noch besser als nix.

          Welche andere Bank bietet 2,9% p.a. auf Tagesgeld?
          Nach der letzten Senkung des Leitzinses der EZB haben alle Banken ihre Zinssätze angepasst. Bessere Zinsen gibt es nur bei den „Lockangeboten“ für einen begrenzten Zeitraum.

          Das größere Problem beim Zinshopping sind die langen Zeiten bis zur Wertstellung auf dem empfangenden Konto. Bei Tagesgeldkonten kann die Buchung auf das meist anzugebende Referenzkonto schon mal 3 Tage dauern. 3 Tage für die man dann 0,0% Zinsen bekommt. Denn die Wertstellung auf dem Tagesgeldkonto erfolgt mit Auftragserteilung.

          • Die Angabe ist einfach faktisch falsch, weil der Zinszeitraum einfach spätestens am 24.02. beginnt, weil das der späteste Zeitpunkt ist, an dem das Geld auf dem Konto eingegangen sein muss. Und in den ersten tagen des Zeitraums liegt der Zins nunmal nur bei 1% p. a. und wenn man dann sein Geld bis zum Ende Aktionszeitraum auf dem Konto lässt, kommt man maximal auf einen 2,9% p. a..

            Ich sage ja in meinem Ausgangspost selbst, dass es trotzdem, dass es ein gutes Angebot bleibt, aber das die 3% halt mindestens irreführend sind, da diese nicht zu erreichen sind, sondern eben maximal 2,9%, wenn man den ganzen Aktionszeitraum nutzt (ansonsten sogar noch weniger).

            Mehr Geld auf Tagesgeld bekommt man momentan nur über Neukunden-Angebote bei einigen wenigen Instituten (z. B. Consorsbank: 3,25% p. a. für 3 Monate).

            • >> Die Angabe ist einfach faktisch falsch, …

              Wenn dem so wäre, dann wäre es ein Fall für die Verbraucherschützer oder sogar für die BaFin.

              Das Angebot richtet sich ja vorrangig an Menschen, die ihr Geld bislang nicht zinsbringend angelegt haben. Die profitieren, auch wenn sie 0,1% weniger bekommen, von einem Zinssatz der von anderen Banken kaum geboten wird.

      • Der Kommentator wollte darauf hinweisen, dass die (ja auch verpflichtende) Norm, alle Zinsen aufs hypothetische Jahr hin auszuzeichnen, bei Laufzeiten die unterjährig enden, irrefürend sind.

  8. Bei Unit+ gibt es derzeit 2,13% (2,73%-0,6% Kosten) und das Wochentags täglich(!) verzinst. Immer abhängig vom Bundesbank-Zins Da ist dann ab einer bestimmten Summe der Zinseszins-Effekt auch nicht zu verachten.

    • XTB zahlt auf nicht investiertes Kapital auf dem Handelskonto für die ersten 90 Tage nach Kontoeröffnung 4 % p.a. bei täglicher Berechnung und monatlicher Zinsgutschrift. Wird das Konto in USD geführt sogar 4,3 % p.a.

      https://www.xtb.com/de/zinsen

  9. Super. Gut, dass ich nur ein wertloser Stammkunde bin, der der Bank egal ist. Es nervt so sehr, dass alles Bestandkunden immer wie die Dummen behandelt werden.

  10. Ikano Bank – Fleks Horten Tagesgeld – 3,51% Zinsen noch bis zum 28.02.2025; danach 3,41% Zinsen.

    • Fakenews:
      Konditionen
      Bestandskundenzins (Anträge gestellt ab 05.11.2024): 2,76%
      von 3,41% ab 01.03 kann ich nix finden

      • Die Zinsen lagen Anfang des Jahres auch noch bei 3,41 %. Wurde mittlerweile scheinbar nach unten korrigiert.

      • Die Ikano-Bank hat es nicht so damit, ihre Bestandskunden über Zinsanpassungen zu informieren.

        Direkt auf der Startseite wird ein Neukundenangebot beworben, bei dem Neukunden bis 28.02.2025 ein Zinssatz von 3,51% p.a. angeboten wird. Von einer Fortführung dieses Angebots über den 28.02. hinaus zum Zinssatz von 3,41% konnte ich auch nichts finden.

        Mit 2,76% für Bestandskunden (Antragstellung ab 05.11.2024) liegt die Ikano-Bank immer noch etwas über dem Durchschnitt. Was man wissen sollte. Die Ikano-Bank legt das Geld auf einem Sammelkonto bei der Consorsbank an. Wirklich transparent wird das Geschäft bei der Ikano-Bank nicht dargestellt. Kontoauszüge gibt es angeblich online. Ich habe noch nie einen Kontoauszug bekommen. Buchungsvorgänge werden stark zeitverzögert im Online-Banking dargestellt. Zinsgutschrift erfolgt zum Jahresende.

        Ich persönlich würde die Ikano-Bank aus den genannten Gründen nicht uneingeschränkt weiterempfehlen.

  11. Das ist leider überall so, nicht nur bei Banken sondern auch bei den Telekommunikationsanbietern z. Bsp.

    Erst letztens ein gutes Angebot von der Telekom-Hotline bekommen. Nach 2 Monaten nichtstun haben die einfach unseren Auftrag storniert und als wir den reaktivieren ließen hieß es frech, dass die alten Konditionen nur für Neukunden gelten und der Auftrag damit in den ersten 6 Monaten um 90% teurer wird.

    Da es eine Ersteinrichtung GF war, haben wir zähneknirschend zugestimmt. Warten nun nur noch die Mindestvertragslaufzeit ab und dann kann uns die TK gerne nie wiedersehen.

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