Indien friert Assets von Xiaomi im Wert von 725 Mio. US-Dollar ein

Es kracht zwischen Indien und dem Hersteller Xiaomi: Am Wochenende hat die Regierung Assets des Unternehmens im Gesamtwert von 725 Mio. US-Dollar eingefroren. Der Vorwurf: Xiaomi habe illegale Geldtransfers ins Ausland vorgenommen, die als Lizenzzahlungen maskiert worden seien, dem aber nicht entsprächen. Auf diese Weise habe man laut den zuständigen Behörden aber das indische Devisenrecht ausgehebelt.

Xiaomi habe auf diese Weise Geld ins Ausland transferiert, unter anderem an eine andere Xiaomi-Tochter. Doch auch andere Transaktionen an Organisationen in den USA sollen am Ende vor allem Xiaomi selbst gedient haben, so der Vorwurf. Laut den indischen Behörden habe Xiaomis indische Abteilung auf Anweisung des Managements in China so gehandelt. Wie sollte es anders sein: Xiaomi weist natürlich alle Anschuldigungen von sich. Man habe gesetzmäßig agiert.

Schon im Dezember 2021 wurde das indische Hauptquartier von Xiaomi durchsucht, da der Hersteller in Indien mutmaßliche Steuerhinterziehung begangen haben soll. Allerdings nimmt man in Indien da aktuell auch andere chinesische Hersteller genauer unter die Lupe. Dies geht auch auf politische Spannungen zwischen China und Indien zurück. Derzeit ist Xiaomi dort mit 24 %, zumindest im Jahr 2021, der Marktführer im Smartphone-Segment.

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5 Kommentare

  1. Cloudworks says:

    Wenn sich der Verdacht auf kriminelle Handlungen bestätigt, wird Xiaomi wohl auch in anderen Ländern genauer unter die Lupe genommen. Er erahne das nächste HUAWEI-Desaster!

  2. Wow, man haut also nun auch von Indien aus chinesischen Firmen (und damit indirekt der chinesischen Regierung) also etwas auf die Finger.

    Ich bin gespannt, wie das weiter geht.

    • Christian says:

      Naja, wenn das Vorgehen der Firma illegal war, dann ist es wohl normal.

      Ist ja nicht Deutschland, wo wir Cum Ex verschleppen, bis niemand mehr angeklagt werden könnte.

      • Wolfgang D. says:

        Wie wahr.
        Wahrscheinlich werden eher die Leaker der Panama Papers et. al. lebenslänglich von manchen Staaten verfolgt. Ein paar Prozesse gegen Banken und Mitarbeiter laufen allerdings, auch unter den Banken gegen ehemalige Geschäftpartner. Was für ein Sumpf.

    • Wolfgang D. says:

      WIMRE, hatte auch Apple so seine Probleme mit den indischen Vorgaben für Einfuhr und Produktion. Allerdings balgen sich die Amis nicht mit Indien um die Vormachtstellung in der Region, so wie es China macht.
      Doof nur, dass Indien fast traditionell an Russland angelehnt ist. Von daher ist keinem ein Erfolg zu wünschen. Aber *man* wird sicher um des lieben Friedens willen irgendwas auskungeln.

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