Huawei: Eigener Musikstreaming-Dienst in Europa verfügbar

Huawei legt seit einiger Zeit immer mehr eigene Softwarelösungen für Dienste an, die man in den vergangenen Jahren noch von anderen Unternehmen bezogen hatte – Stichwort „Google“ und seine Google-Dienste. Doch nun bringt das Unternehmen auch seinen eigenen Musikstreaming-Dienst namens Huawei Music nach Europa, so Huaweiblog.de. Den Dienst gibt es als App in der AppGallery von Huawei zu finden, auf den Geräten des Herstellers (ebenso Honor) reiche dafür allerdings schon das Öffnen der vorinstallierten Musik-App. Besitzt ihr ein Gerät eines anderen Herstellers, müsst ihr manuell nachinstallieren.

Natürlich kostet der Dienst auch etwas. Knapp 10 Euro werden dafür monatlich fällig, zahlbar aktuell nur per Kreditkarte, geknüpft an eure Huawei ID. Vorher darf das Ganze aber einen Monat lang kostenlos ausprobiert werden. Beim Huaweiblog hat man sich den Dienst schon einmal genauer angeschaut. Demnach könnt ihr dort auch eigene Listen erstellen, Songs offline verfügbar machen und Sender hören. Zudem dürft ihr am Design der App herumfeilen und einen Party-Modus nutzen.

Der Partymodus ist eine Funktion, die die Möglichkeit schafft, Audio mit mehreren mobilen Geräten über ein Netzwerk zu teilen, wobei das Hauptgerät einen QR-Code mit mehreren Nebengeräten teilt oder seinen Wi-Fi-Hotspot mit Nebengeräten über NFC teilt. Da mehrere Geräte gleichzeitig Audiostreams verschiedener Kanäle wiedergeben, bietet dieser Modus dem Benutzer ein 360-Grad-Hörerlebnis. — Huawei

Angeblich falle auch die Musikauswahl schon angenehm umfangreich aus, auch wenn der Dienst sicher noch nicht an den Umfang von Spotify und Co. erreichen wird. Die Streaming-Qualität kann bis zu 320 kbit/s hochgeschraubt werden, auch soll es später die Möglichkeit geben, Titel mit maximal 640 kbit/s hören zu können. Derzeit fehle hierfür aber noch der Inhalt. Woran es dem Dienst aktuell noch hapert, sind entsprechende Umsetzungen für andere Betriebssysteme, wobei Huawei vermutlich erst einmal hauptsächlich den mobilen Sektor im Auge behalten wird.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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5 Kommentare

  1. Nicht umsonst hat Google in den USA schon eine Ausnahmegenehmigung beantragt, um doch mit Huawei weiterhin Geschäfte in Form von Software machen zu können. Macht so etwas erstmal Schule, bietet sicher bald auch Samsung ähnliche Dienste an und Google wird das Nachsehen haben und vor allem in Asien komplett den Anschluss mit Services verlieren.

  2. Wenn alle nahezu den gleichen Musikkatalog haben, Spotify besser integriert ist, dann muss man über den Preis gehen. Bei 10 Euro kann ich gleich beim Original bleiben. Bei 5 Euro hätte ich es mir überlegt. So fehlt das Alleinstellungsmerkmal.

    • Sehe ich genauso. Ähnlich bei AppleMusic. Die gehen nicht über den Preis sondern über die Vorteile im System. Sollte Apple iOS14 und Siri komplett für zB Spotify öffnen, dann würde ich vielleicht auch wieder wechseln.

      YT!music hat für mich als Alleinstellungsmerkmal die Integration der Videos und die Erweiterung zum werbefreien YT mit 3€ Aufpreis.

      Amazon-Kunden bekommen mit Prime UnlimitedMusic günstiger.

      Es gibt noch jede Menge andere Streaming-Anbieter, welche auf den Standard-10er setzen, dabei aber nicht an die Qualität von Spotify oder für Apple-User an den Komfort von AppleMusic rankommen.
      So wohl auch HuaweiMusic

  3. Für mich total uninteressant…

  4. Ich fände es aber schön, wenn der neue Führer in den USA zur Erkenntnis gezwungen würde daß marktabschottung und diskriminierung einzelner Unternehmen letzlich nur der eigenen Wirtschaft schadet. Allein deshalb ist die Gesamtstrategie von huawei zu begrüßen. Kleinen Jungs die sich ganz groß fühlen gehört eins auf die nase. Auch wenn sie präsident sind.

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